Trump China Staatsbesuch: Xi-Gipfel im Mai 2026

US-Präsident Donald Trump besucht nach China vom 13.-15. Mai 2026. Gipfel mit Xi zu Iran, Handel, Taiwan, Technologie. Erster US-Staatsbesuch seit 2017.

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Trump zu Staatsbesuch in China eingeladen

US-Präsident Donald Trump reist vom 13. bis 15. Mai 2026 zu einem Staatsbesuch nach China, eingeladen von Präsident Xi Jinping. Es ist der erste Besuch eines US-Präsidenten in China seit 2017. Der Besuch, bestätigt vom chinesischen Außenministerium, folgt auf eine Verschiebung Ende März aufgrund des anhaltenden US-Iran-Krieges. Der Gipfel soll eine Reihe kritischer Themen behandeln, darunter Handelsspannungen, den Iran-Konflikt, Taiwan und Technologiekontrollen.

Trump kündigte den Besuch erstmals beim APEC-Gipfel in Busan im Oktober 2025 an, verschob ihn jedoch aufgrund der Eskalation des US-Militäreinsatzes gegen den Iran. Am 25. März 2026 bestätigte das Weiße Haus die neuen Daten, und China bestätigte offiziell am 10. Mai, wie es in Peking üblich ist, Staatsbesuche nur wenige Tage vorher anzukündigen.

Hintergrund: Von Verschiebung zu diplomatischer Neuausrichtung

Ursprünglich für Anfang April geplant, wurde der Besuch wegen der Iran-Operationen verschoben. Das Weiße Haus dementierte, dass das Ende des Krieges eine Vorbedingung sei. Pressesprecherin Karoline Leavitt sagte, die Administration schätze die Dauer des Konflikts auf vier bis sechs Wochen. Vor dem Gipfel gab es bedeutende Vorbereitungen: Verteidigungsminister Pete Hegseth gab am 16. April bekannt, dass Peking dem Weißen Haus zugesichert habe, keine Waffen an den Iran zu liefern. Eine überparteiliche US-Senatsdelegation unter Steve Daines besuchte Peking und Shanghai Anfang Mai. Zwei US-Luftwaffen-C-17-Flugzeuge wurden am 3. Mai in Peking gesichtet, vermutlich zur Überführung der Präsidentenkolonne. Dieser Besuch findet in einer Zeit angespannter Beziehungen statt, wobei Trumps Zölle auf chinesische Waren weiterhin den bilateralen Handel belasten. Der Gipfel wird als kritische Gelegenheit zur Stabilisierung der Beziehungen gesehen.

Wichtige Tagesordnungspunkte des Trump-Xi-Gipfels

Iran und Energiesicherheit

Der Iran-Krieg dürfte dominieren. China ist der größte Abnehmer von iranischem Öl; trotz US-Sanktionen kaufen Raffinerien weiterhin Rohöl. Die USA fordern Peking auf, die Ölimporte aus dem Iran weiter zu reduzieren. US-Finanzminister Scott Bessent beschuldigte China, den Iran zu 'finanzieren'. Ein fragiler Waffenstillstand, unter Mithilfe Chinas als wichtigstem iranischen Ölkäufer vermittelt, könnte ein Schlüsselthema sein.

Handels- und Wirtschaftsbeziehungen

Handelsungleichgewichte und Zollstreitigkeiten bleiben zentral. Trumps Zölle auf chinesische Produkte belasten die Beziehungen. Peking wird wohl keine großen Durchbrüche bieten, da Analysten meinen, China warte strategisch auf die US-Zwischenwahlen. Mögliche Ergebnisse: ein Board-of-Trade-Mechanismus, chinesische Käufe von US-Ernten, Boeing-Flugzeugen und amerikanischer Energie. Eine Delegation von US-CEOs, darunter Boeing und Mastercard, wird Trump begleiten.

Taiwan und regionale Sicherheit

Der Status Taiwans ist ein Kernproblem. Die USA genehmigten kürzlich einen Rekordwaffenverkauf in Höhe von 11 Milliarden Dollar an Taipeh, was Peking heftig ablehnt. China betrachtet Taiwan als Kerninteresse und warnt vor einer unklaren US-Haltung. Taiwans Außenminister Lin Chia-lung zeigte sich zuversichtlich, beobachtet den Gipfel aber genau. China setzt Militäraktivitäten nahe Taiwan fort und bezeichnet sie als 'völlig gerechtfertigt'. Die Verlagerung von US-Ressourcen in den Nahen Osten könnte China nach Ansicht von Experten mehr Hebel in einem Taiwan-Konflikt geben.

Technologie und Seltene Erden

Technologiekontrollen und seltene Erden stehen ebenfalls auf der Agenda. Die USA behalten Exportkontrollen für Halbleiter und KI-Technologie bei, während China die Ausfuhr seltener Erden eingeschränkt hat. Der Gipfel könnte eine gegenseitige Deeskalation oder neue Rahmenbedingungen erkunden.

Analyse: Gedämpfte Pracht inmitten globaler Spannungen

Anders als Trumps prunkvoller Besuch 2017 in der Verbotenen Stadt wird diese Reise gedämpfter erwartet. Der Besuch dauert nur Teile von drei Tagen, und der anhaltende Iran-Krieg überschattet die Veranstaltung. Dennoch ist die Symbolik bedeutsam: der erste US-Präsidentenbesuch in China seit neun Jahren. Der Council on Foreign Relations beschrieb das Treffen als Versuch, die Beziehungen zu stabilisieren. Trump lobte Xi als 'beeindruckenden Führer' und sagte warme Gefühle voraus, aber Analysten warnen, dass konkrete Ergebnisse begrenzt sein könnten. Ein Gegenbesuch Xis im Weißen Haus ist für später im Jahr 2026 geplant. Trumps Sohn Eric und seine Frau Lara werden den Präsidenten in persönlicher Eigenschaft begleiten, was Interessenkonflikte aufwerfen könnte. Die US-Zwischenwahlen 2026 schweben über der diplomatischen Rechnung.

FAQ: Trumps China-Staatsbesuch 2026

Wann besucht Trump China 2026?

Vom 13. bis 15. Mai 2026, Hauptgipfel am 14.-15. Mai in Peking.

Warum wurde der Besuch verschoben?

Ursprünglich für Ende März geplant, wurde er aufgrund des US-Iran-Krieges verschoben, der am 28. Februar begann. Trump musste während aktiver Kampfhandlungen in den USA bleiben.

Welche Themen werden Trump und Xi besprechen?

Iran-Krieg und Ölsanktionen, Handelsspannungen, Taiwan, Technologieexportkontrollen, seltene Erden und mögliche Zusammenarbeit. Eine CEO-Delegation wird Geschäftsmöglichkeiten besprechen.

Ist dies Trumps erster Besuch in China als Präsident?

Nein, es ist sein zweiter Staatsbesuch nach 2017. Es ist jedoch der erste US-Präsidentenbesuch in China seit 2017.

Wird Xi Jinping die USA besuchen?

Ja, ein Gegenbesuch im Weißen Haus ist für später in 2026 geplant, mit möglichen mehreren Treffen.

Quellen

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