König Charles im Kongress: NATO, Ukraine & Ovationen

König Charles III. sprach am 28. April 2026 vor dem US-Kongress und erhielt Standing Ovations. Er mahnte zur NATO-Einheit, Unterstützung der Ukraine und Verteidigung der Gewaltenteilung – ein diplomatischer Balanceakt.

König Charles im Kongress: NATO, Ukraine & Ovationen
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König Charles III. hielt am 28. April 2026 eine historische Rede vor dem US-Kongress und erhielt mehrere Standing Ovations. Dabei würdigte er das Bündnis zwischen den USA und Großbritannien, betonte die NATO-Solidarität, die Unterstützung für die Ukraine und die Bedeutung von Checks and Balances. Es war die erste Ansprache eines britischen Monarchen vor dem Kongress seit 35 Jahren.

Historische Rede unter angespannten Beziehungen

Der viertägige Staatsbesuch des Königs, begleitet von Königin Camilla, fand in einem diplomatisch schwierigen Moment statt. Die Beziehungen zwischen Präsident Donald Trump und Premierminister Keir Starmer waren zuletzt abgekühlt. Dennoch lobte Trump die britisch-amerikanische Bindung als ‚unbezahlbar und ewig‘ und gab ein Staatsbankett im Weißen Haus. Charles erinnerte an den 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit mit Witz: „Im Geiste von 1776 können wir vielleicht zustimmen, dass wir nicht immer einer Meinung sind.“

Hauptthemen: NATO, Ukraine und demokratische Werte

Verteidigung von NATO und Ukraine

Charles zog Parallelen zwischen der Entschlossenheit nach dem 11. September 2001 und der heutigen Notwendigkeit, die Ukraine gegen russische Aggression zu verteidigen. Er betonte die Bedeutung der NATO, was angesichts von Trumps Kritik an dem Bündnis bemerkenswert war. Die kollektiven Verteidigungsverpflichtungen der NATO stünden unter beispiellosem Druck.

Gewaltenteilung

Der König sprach auch über die Gewaltenteilung und erntete erneut Standing Ovations. Er zitierte Abraham Lincolns Gettysburg-Rede: „Die Welt wird wenig beachten, noch lange behalten, was wir hier sagen, aber sie kann nie vergessen, was sie hier taten.“ Diese Worte fanden inmitten der Debatten über die Exekutivgewalt großen Anklang.

Empfang und politische Reaktionen

Die Rede begann mit einer vierminütigen Standing Ovation. Demokraten zeigten sich begeistert bei Erwähnung von NATO und Klimawandel, Republikaner bei Verweisen auf Glauben und die besondere Beziehung. Charles verurteilte zudem eine Schießerei nahe des Kapitols mit „unerschütterlicher Entschlossenheit“. Arjen van der Horst, NOS-Korrespondent, kommentierte: „Das Verhältnis zwischen Weißem Haus und Downing Street hatte einen Tiefpunkt erreicht. London hoffte auf eine Besserung. Trumps Reaktion – voll des Lobes – war eine Wende.“

Auswirkungen auf die besondere Beziehung

Der Staatsbesuch scheint kurzfristig seine diplomatischen Ziele erreicht zu haben. Analysten warnen jedoch, dass das Tauwetter nur von kurzer Dauer sein könnte. Charles betonte, die Partnerschaft müsse dem Druck des Isolationismus widerstehen: „Ignorieren wir die lauten Rufe, uns immer mehr auf uns selbst zu konzentrieren.“ Dies wurde als Gegenentwurf zu Trumps „America First“-Doktrin gesehen. Differenzen gibt es weiterhin in der Klimapolitik und der Zukunft des transatlantischen Handels.

Häufig gestellte Fragen

Warum war die Rede von König Charles historisch?

Er war nach Königin Elizabeth II. 1991 der zweite britische Monarch, der vor dem US-Kongress sprach. Die Rede markierte den 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit.

Was sagte Charles zu Ukraine und NATO?

Er rief zu unerschütterlicher Unterstützung für die Ukraine auf und lobte die NATO. Der Vergleich mit der Zeit nach 9/11 brachte ihm Standing Ovations ein.

Wie reagierte Präsident Trump?

Trump lobte den König überschwänglich, nannte die Beziehung ‚unbezahlbar‘ und gab ein Staatsbankett – ein deutlicher Kurswechsel.

Was sagte Charles zur Gewaltenteilung?

Er betonte die Bedeutung von Checks and Balances, was als Unterstützung der Verfassungsordnung gesehen wurde.

Sprach die Rede die jüngste Gewalt am Kapitol an?

Ja, Charles verurteilte eine Schießerei in der Nähe des Kapitols und erklärte, solche Gewalt werde „niemals Erfolg haben“.

Quellen

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