Nordkorea Artillerie: 11 Mio. Granaten an Russland bringen 14,4 Mrd. $

Nordkorea lieferte 11 Mio. Artilleriegranaten an Russland (2023-2026), verdiente 14,4 Mrd. $ und deckte 75-100 % von Russlands täglicher Ukraine-Kriegsartillerie. Untersuchung enthüllt Sanktionsverstöße und geopolitische Auswirkungen.

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Was ist das Nordkorea-Russland Artillerie-Geschäft?

Nordkorea hat Russland zwischen 2023 und Anfang 2026 etwa 11 Millionen Artilleriegranaten und Raketen geliefert, was dem isolierten Regime geschätzte 14,4 Milliarden US-Dollar einbrachte und Moskau 75–100 % seiner täglichen Artilleriefeuerkraft im Ukraine-Krieg lieferte. Dieser massive Waffentransfer, dokumentiert in einer bahnbrechenden Untersuchung des russischen Mediums Important Stories und des britischen Open Source Centre, stellt einen der schwerwiegendsten Sanktionsverstöße der modernen Geschichte dar und hat die Dynamik des Ukraine-Kriegsverlaufs grundlegend verändert.

Wie Nordkorea Russland bewaffnete: Die Untersuchungsdetails

Die Untersuchung zeigt, dass vier russische Containerschiffe – die Angara, Maria, Lady R und Maia-1 – in 2,5 Jahren mindestens 112 Fahrten nach Nordkorea unternahmen und dabei 8–11 Millionen Artilleriegranaten und Raketen transportierten. Diese Schiffe gaben in offiziellen Dokumenten stets den südkoreanischen Hafen Busan als Ziel an, reisten aber tatsächlich zum nordkoreanischen Hafen Rajin, um Waffen zu laden.

Das Ausmaß der Lieferungen

Laut Bericht erhielt Russland monatlich durchschnittlich 350.000 Munitionseinheiten aus Nordkorea – genau die Menge, die für einen Monat russischer Offensivoperationen in der Ukraine benötigt wird. Die Lieferungen umfassten 122-mm- und 152-mm-Artilleriegranaten für sowjetische Systeme, Raketen für Grad-Mehrfachraketenwerfer und Panzermunition. 'Nordkoreanische Munition machte 75–100 % des täglichen Artilleriefeuers russischer Truppen an der Front aus,' heißt es im Untersuchungsbericht.

Sanktionsumgehung und Beweise

Der Waffentransfer stellt einen eklatanten Verstoß gegen internationale Sanktionen dar. Russische Seeleute sollten vor Fahrten ihre Telefone abgeben, ignorierten dies jedoch oft und posteten über 60 Fotos und Videos ihrer Nordkorea-Besuche in sozialen Medien. Diese Posts, kombiniert mit Satellitendaten, lieferten direkte Beweise für die illegalen Operationen.

Finanzielle Auswirkungen: Nordkoreas 14,4-Milliarden-Dollar-Gewinn

Laut einem separaten Bericht des südkoreanischen Instituts für nationale Sicherheitsstrategie (INSS) hat Nordkorea zwischen August 2023 und Dezember 2025 durch militärische Zusammenarbeit mit Russland 7,67 bis 14,4 Milliarden US-Dollar verdient. Diese Einnahmen umfassen Waffenexporte (Artillerie, Munition, Raketen) und Einkünfte aus Truppenentsendungen. Der INSS-Bericht warnt, dass 'wenn Nordkorea die volle Zahlung erhält, die Hauptwirkung von Sanktionen – nämlich der Rückgang der Deviseneinnahmen – voraussichtlich aufgehoben wird.'

Truppenentsendungen und militärische Zusammenarbeit

Neben Waffentransfers hat Nordkorea seit Oktober 2024 über 20.000 Soldaten nach Russland entsandt, hauptsächlich für Unterstützungsaufgaben wie Minenräumung und Bauarbeiten. Diese Zusammenarbeit wurde im Juni 2024 mit dem Vertrag über umfassende strategische Partnerschaft formalisiert, der eine gegenseitige Verteidigungsklausel enthält und eine bedeutende Verschiebung in globalen Militärallianzen darstellt.

Jüngster Rückgang der Lieferungen

Die Untersuchung verzeichnet einen deutlichen Rückgang der Seetransporte ab Anfang 2026, mit nur einer bestätigten Lieferung im Januar 2026. Mögliche Gründe sind erhöhte russische Inlandsproduktion, Erschöpfung nordkoreanischer Bestände, Umstellung auf Bahntransporte oder verstärkter internationaler Druck.

Geopolitische Implikationen

Dieser beispiellose Waffentransfer hat kritische Auswirkungen: Er verlängert den Ukraine-Krieg, untergräbt internationale Sanktionen, stärkt Nordkoreas Wirtschaft und schafft eine neue anti-westliche Achse. Ohne nordkoreanische Unterstützung wäre Russlands Artilleriefeuer halbiert worden, was westliche Nationen zwingt, ihre internationalen Sanktionsstrategien zu überdenken.

Häufig gestellte Fragen

Wie viele Artilleriegranaten schickte Nordkorea an Russland?

Nordkorea lieferte etwa 11 Millionen Artilleriegranaten und Raketen an Russland (2023–2026), durchschnittlich 350.000 monatlich.

Wie viel Geld verdiente Nordkorea mit Russland?

Nordkorea verdiente 7,67 bis 14,4 Milliarden US-Dollar durch Waffenexporte und Truppenentsendungen (August 2023 – Dezember 2025).

Welche Waffen wurden transferiert?

Die Lieferungen umfassten 122-mm- und 152-mm-Artilleriegranaten, Grad-Raketen, Panzermunition und andere militärische Vorräte für sowjetische Systeme.

Wie wurden die Lieferungen verborgen?

Russische Schiffe gaben falsch Busan als Ziel an, während sie nach Rajin fuhren; Social-Media-Posts und Satellitendaten deckten den Betrug auf.

Was sind die Konsequenzen dieses Waffentransfers?

Der Transfer verlängert den Ukraine-Krieg, schwächt Sanktionen, stärkt Nordkoreas Wirtschaft und bildet eine mächtige anti-westliche Militärallianz.

Quellen

Important Stories Untersuchung | Institut für Nationale Sicherheitsstrategie Bericht | The Insider Berichterstattung | NK News Analyse

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