US-Spezialeinheiten nahmen Venezuelas Präsident Maduro gefangen. Trump nennt Drogenhandel, aber Experten verweisen auf Ölreserven. Internationale Verurteilung steht einer Oppositionsfeier gegenüber.
Spektakuläre US-Operation nimmt venezolanischen Präsidenten fest
In einer dramatischen Eskalation haben US-Spezialeinheiten den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro und seine Frau während einer gewagten Militäroperation gefangen genommen. Präsident Donald Trump bestätigte die Aktion in einem Interview mit Fox News und sagte, Maduro sei aus seiner Residenz geholt und per Hubschrauber zum US-Kriegsschiff Iwo Jima gebracht worden. 'Wir verfolgten die Angriffe in Venezuela und die Entführung von Präsident Maduro und seiner Frau in seinem Anwesen in Mar-a-Lago,' erzählte Trump dem Sender.
Ölinteressen im Zentrum der Operation
Obwohl Trump Drogenhandel als Rechtfertigung nannte, weisen Energieexperten auf Venezuelas enorme Ölreserven als primäre Motivation hin. Venezuela besitzt die weltweit größten nachgewiesenen Ölreserven von etwa 300 Milliarden Barrel, obwohl die Produktion durch Missmanagement und Sanktionen eingebrochen ist. 'Dies passt vollständig in die nationale Sicherheitsstrategie der USA, in der Süd- und Mittelamerika als Hinterhof angesehen werden,' sagte die Energieexpertin Lucia van Geuns vom Haager Zentrum für Strategische Studien. 'Die Geschichte vom Drogenhandel ist unglaubwürdig, es gibt andere Länder, in denen das viel mehr eine Rolle spielt. Die USA streben einen Regimewechsel an, wollen ein rechteres Regime.'
Trump erkannte explizit amerikanische Ölinteressen an und sagte gegenüber Fox News: 'Wir haben die besten Ölgesellschaften der Welt, die größten, und wir werden dort eine sehr große Rolle spielen.' Er fügte hinzu, dass China, ein großer Abnehmer venezolanischen Öls, trotz der Operation Lieferungen weiterhin erhalten würde.
Internationale Empörung und Oppositionsfeier
Die Operation hat sofort internationale Verurteilung ausgelöst. Das russische Außenministerium nannte es 'einen Akt bewaffneter Aggression' und bekundete Solidarität mit der venezolanischen Regierung. UN-Generalsekretär Antonio Guterres äußerte 'tiefe Besorgnis' und nannte die Aktion ein 'gefährliches Präzedenz.' EU-Vorsitzende Ursula von der Leyen gab eine gemäßigtere Reaktion und sprach Unterstützung für 'einen friedlichen und demokratischen Übergang' aus, der das Völkerrecht respektiert.
Inzwischen feierte die venezolanische Oppositionsführerin und Nobelpreisträgerin 2025, María Corina Machado, die Entwicklung. 'Venezolaner, die Zeit der Freiheit ist gekommen!' schrieb sie. 'Nicolás Maduro steht ab heute für die Verbrechen, die er begangen hat, vor Gericht. Weil er sich weigerte zu verhandeln, hat die USA ihr Versprechen gehalten, das Gesetz durchzusetzen.' Machado rief dazu auf, Edmundo Gonzalez Urrutia, der laut Opposition die Wahlen 2024 gewonnen habe, als Präsidenten einzusetzen.
Venezolanische Ölindustrie in der Krise
Die venezolanische Ölproduktion ist von mehr als 3 Millionen Barrel pro Tag in den 2000er Jahren auf weniger als 500.000 Barrel täglich in den letzten Jahren gesunken. Das staatliche Ölunternehmen PDVSA hat unter massiver Abwanderung von Fachkräften, Korruption und Investitionsmangel gelitten. Derzeit operiert nur Chevron nennenswert in Venezuela mit etwa 150.000 Barrel pro Tag.
Van Geuns erklärte: 'Viele Ölfelder in Venezuela liegen still. Das staatliche Ölunternehmen wird seit Chavez schlecht geführt; es gab eine Abwanderung von Fachkräften. Die Schwerölreserven in Venezuela wären eine gute Ergänzung zur Ölförderung in den USA, die hauptsächlich leichtes Öl produziert. Aber es kann noch eine Weile dauern, bis die Produktion wieder hochgefahren werden kann, aufgrund des Mangels an Einrichtungen und qualifiziertem Personal.'
Politisches Vakuum und regionale Implikationen
Mit Maduro gefangen und Vizepräsidentin Delcy Rodriguez laut Berichten in Russland steht Venezuela vor einem Führungsvakuum. Rodriguez erschien im Staatsfernsehen und forderte Beweise, dass Maduro und seine Frau noch am Leben seien. Ihr Bruder, Jorge Rodriguez, Parlamentspräsident, bleibt laut Reuters-Quellen in Caracas.
Kolumbien hat Truppen an seine Grenze zu Venezuela geschickt, in Erwartung möglicher Flüchtlingsströme. Die Operation stellt Trumps aggressivsten außenpolitischen Zug dar, was Analysten als 'beispielloses Terrain' mit direkter militärischer Aktion gegen einen ausländischen Führer bezeichnen.
Während die internationale Gemeinschaft mit den Implikationen ringt, hängt die Zukunft des ölreichen, aber wirtschaftlich zerstörten Venezuela im Gleichgewicht zwischen amerikanischen strategischen Interessen und dem Willen seines Volkes nach demokratischem Wandel.
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