BRICS: Ende der Dollar-Hegemonie 2026

Der Dollaranteil an globalen Reserven fiel unter 57 %. BRICS+-Staaten treiben mit mBridge, Goldkäufen und Lokalwährungshandel die multipolare Finanzwende 2026 voran.

BRICS: Ende der Dollar-Hegemonie 2026
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Der Anteil des US-Dollars an den globalen Währungsreserven ist erstmals seit drei Jahrzehnten unter 57 % gefallen – ein historischer Wendepunkt im Entdollarisierungstrend, der von den BRICS+-Staaten vorangetrieben wird. Laut den jüngsten COFER-Daten des IWF lag der Dollaranteil im 4. Quartal 2025 bei 56,77 %, was den achten aufeinanderfolgenden Quartalsrückgang darstellt. Dieser Wandel ist kein plötzlicher Kollaps, sondern die Entstehung einer parallelen multipolaren Finanzarchitektur – aufgebaut auf digitalen Zentralbankwährungen (CBDCs), goldgedeckten Abwicklungstoken und lokalen Währungshandelsnetzwerken, die die finanzielle Hebelwirkung Washingtons reduzieren.

Kontext: Der messbare Rückgang der Dollar-Dominanz

Der Dollaranteil an den globalen Reserven fiel von 71 % im Jahr 1999 auf unter 57 % heute – ein Rückgang um 9,5 Prozentpunkte seit 2015. Der Anteil der 'sonstigen' Währungen stieg von 1,7 % auf etwa 10 %, was eine aktive Diversifizierung der Zentralbanken widerspiegelt. Der Euro blieb stabil bei etwa 20 %, während der chinesische Yuan nach einem Höchststand von 2,8 % bei knapp 2 % stagniert. Die Entdollarisierungsstrategie der BRICS hat sich von theoretischen Debatten zu messbaren strukturellen Veränderungen entwickelt, beschleunigt durch das Einfrieren von 300 Milliarden Dollar russischer Reserven im Jahr 2022 und wachsende US-Haushaltssorgen.

mBridge: Die CBDC-Abwicklungsschiene unter Umgehung von SWIFT

Das Projekt mBridge, die von China vorangetriebene grenzüberschreitende CBDC-Plattform, hat bis Anfang 2026 über 55,5 Milliarden US-Dollar an Transaktionen abgewickelt – eine fast 2500-fache Steigerung gegenüber der Pilotphase von 22 Millionen Dollar im Jahr 2022. Die Plattform nutzt Distributed-Ledger-Technologie für Echtzeit-Zahlungen zwischen Zentralbanken in China, Hongkong, Thailand, den VAE und Saudi-Arabien und umgeht damit das traditionelle Korrespondenzbankensystem und SWIFT. Der digitale Yuan (e-CNY) macht etwa 95 % des Abwicklungsvolumens aus. Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) zog sich im Oktober 2024 aus mBridge zurück und konzentriert sich nun auf ihr konkurrierendes Projekt Agorá mit sieben westlichen Zentralbanken.

Chinas CIPS-Netzwerk expandiert

Ergänzend zu mBridge verbindet Chinas Cross-Border Interbank Payment System (CIPS) über 1.500 Institutionen in 117 Ländern und bietet eine Alternative zu SWIFT für den yuan-denominierten Handel. Der Aufstieg der chinesischen Zahlungsinfrastrukturschrittweise Auflösung des Petrodollar-SystemsAuswirkungen auf die finanzielle Hebelwirkung der USA