Creator-Plattform in exklusiven Verhandlungen mit Architect Capital
Das Abonnement-Plattform OnlyFans befindet sich in exklusiven Verhandlungen, um eine Mehrheitsbeteiligung an die Investmentgesellschaft Architect Capital zu verkaufen. Der Deal würde das Unternehmen inklusive Schulden mit etwa 5,5 Milliarden US-Dollar bewerten. Laut Quellen, die mit der Angelegenheit vertraut sind und mit Reuters und TechCrunch gesprochen haben, würde Architect Capital fast 60 % des Unternehmens übernehmen, mit einem Aktienwert von etwa 3,5 Milliarden US-Dollar.
Strategische Wende für Creator-Economy-Riesen
Diese potenzielle Transaktion stellt eine bedeutende strategische Wende für OnlyFans dar, das seit seiner Gründung im Jahr 2016 zum Synonym für die Creator-Economy geworden ist. Die Plattform, die es Creators ermöglicht, Inhalte über monatliche Abonnements, Trinkgelder und Pay-per-View-Funktionen zu monetarisieren, ist während der COVID-19-Pandemie exponentiell gewachsen. Laut Wikipedia zählt die Plattform nun weltweit über vier Millionen registrierte Creators und 370 Millionen registrierte Nutzer.
'Dieser Deal würde den Übergang von einer vom Gründer kontrollierten Geldmaschine zu einer stärker institutionell strukturierten Plattform markieren, die für langfristiges Wachstum konzipiert ist', sagte ein Finanzanalyst, der mit den Verhandlungen vertraut ist. 'Architect Capital sieht Potenzial, die Infrastruktur weiterzuentwickeln, um unterversorgte Creators besser zu bedienen und die Möglichkeiten der Plattform zu erweitern.'
Frühere Verkaufsversuche und aktuelle Bewertung
Dies ist nicht das erste Mal, dass OnlyFans einen Verkauf in Betracht zieht. Im vergangenen Jahr soll Milliardärseigentümer Leonid Radvinsky mit der Forest Road Company über eine potenzielle Übernahme im Wert von 8 Milliarden US-Dollar gesprochen haben. Die aktuelle Bewertung von 5,5 Milliarden US-Dollar stellt eine konservativere Zahl dar, die sowohl Marktbedingungen als auch die spezifischen Herausforderungen der Plattform widerspiegelt.
OnlyFans generiert fast 1,6 Milliarden US-Dollar an jährlichem Netto-Umsatz über sein 20 %-Provisionsmodell auf Creator-Einnahmen. Die Plattform sah sich regulatorischer Kontrolle gegenüber, insbesondere in Bezug auf Zahlungsabwicklung und Inhaltsmoderation. Im Jahr 2021 kündigte das Unternehmen kurz an, sexuell explizite Inhalte aufgrund von Druck von Bankpartnern zu verbieten, nahm diese Entscheidung jedoch sechs Tage später nach Gegenreaktionen von Creators zurück.
Was dies für Creators und Nutzer bedeutet
Für die Millionen von Creators, die auf OnlyFans als Einkommensquelle angewiesen sind, könnte diese potenzielle Eigentumsänderung sowohl Chancen als auch Herausforderungen mit sich bringen. Laut einer Branchenanalyse von SirenCY vollzieht die Plattform einen Übergang von einer 'Goldrausch'-Phase zu einer 'industriellen Phase', in der Erfolg mehr Professionalisierung und strategischen Einsatz von Technologie erfordert.
'Die Creator-Economy reift, und Plattformen wie OnlyFans benötigen institutionelle Unterstützung, um zunehmende regulatorische Komplexität und technologische Anforderungen zu bewältigen', bemerkte ein Creator-Economy-Experte. 'Diese Investition könnte zu verbesserter Zahlungsinfrastruktur, besseren Entdeckungstools und verbesserten Creator-Supportsystemen führen.'
Der Deal soll Liquidität für den derzeitigen Eigentümer Radvinsky bieten, während er strategischen Einfluss behält. Er würde OnlyFans auch für einen potenziellen zukünftigen Börsengang positionieren und erhebliche Investitionen in die technologische Infrastruktur der Plattform ermöglichen.
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