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Rekord-Hitzewelle Mitteleuropa: 41,7°C in Deutschland

Hitzewelle in Mitteleuropa bricht Rekorde: 41,7°C in Deutschland, 41,9°C in Tschechien, 40,5°C in Polen. Über 1.300 Tote. Klimawandel machte Hitzewelle 'praktisch unmöglich'.

Rekord-Hitzewelle Mitteleuropa: 41,7°C in Deutschland
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Rekordhitzewelle in Mitteleuropa

Eine unerbittliche Hitzewelle hat langjährige Temperaturrekorde in Mitteleuropa gebrochen. Deutschland verzeichnete am 28. Juni 2026 einen vorläufigen Rekord von 41,7 °C in Neißemünde-Coschen, Brandenburg. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) bestätigte den dritten Tag in Folge mit gebrochenen Rekorden. Die Auswirkungen des Klimawandels auf Hitzewellen gelten als Haupttreiber: Wissenschaftler von World Weather Attribution kamen zu dem Schluss, dass solche extremen Junitemperaturen ohne menschengemachte Erwärmung „praktisch unmöglich“ gewesen wären.

Rekordtemperaturen in der Region

Deutschland: Drei nationale Rekorde in Folge

Am Freitag, 26. Juni, wurden 41,3 °C in Saarbrücken gemessen, am Samstag 41,5 °C in Möckern-Drewitz und am Sonntag 41,7 °C in Neißemünde-Coschen. Kubschütz in Sachsen verzeichnete mit 29,4 °C die heißeste Nacht.

Polen: 105 Jahre alter Rekord gebrochen

Polen erreichte am 28. Juni 40,5 °C in Słubice und übertraf damit den Rekord von 40,2 °C aus dem Jahr 1921. Auch Toruń meldete 40,3 °C.

Tschechien: „Völlig beispiellos“

Die Tschechische Republik brach ihren Rekord zweimal innerhalb von 24 Stunden: 40,9 °C am 27. Juni und 41,9 °C am 28. Juni in Doksany. Das Tschechische Hydrometeorologische Institut (ČHMÚ) erklärte: „Ob es uns gefällt oder nicht, wir müssen uns anpassen. Je früher, desto besser.“

Österreich und Slowakei: Nahe an Rekorden

Wien erreichte erstmals 40 °C, die Slowakei kam mit 39 °C bis auf ein Grad an den Rekord heran.

Infrastrukturschäden und Gesundheitsfolgen

Straßen auf Autobahnen wie A1 und A9 wölbten sich, die Deutsche Bahn riet von nicht notwendigen Reisen ab. Straßenbahnen in Leipzig stoppten wegen geschmolzenen Asphalts. Mindestens 15 Ertrinkungstote wurden in Deutschland gemeldet. Die WHO berichtete von über 1.300 hitzebedingten Todesfällen in Europa seit dem 21. Juni. In Frankreich gab es etwa 1.000 zusätzliche Todesfälle, in Spanien mindestens 327. Waldbrände brachen aus, darunter ein Feuer nahe Bad Kreuznach, das die Evakuierung von 650 Bewohnern erforderte. Die wirtschaftlichen Kosten extremer Wetterereignisse werden auf Hunderte Millionen Euro geschätzt.

Klimawandel-Attribution

World Weather Attribution stellte fest, dass die Junihitze ohne Klimawandel „praktisch unmöglich“ gewesen wäre. Europa erwärmt sich etwa doppelt so schnell wie der globale Durchschnitt. Die Hitzewelle wird durch ein Omega-Block-Muster verursacht, das heiße Luft einschließt. Die Rolle atmosphärischer Blockierungsmuster bei extremem Wetter gewinnt an Bedeutung.

Was kommt als Nächstes?

Die Hitzewelle zieht nach Osten, gefolgt von schweren Gewittern und Überschwemmungen. Der DWD warnt vor Stürmen und Hagel. Die Temperaturen sollen auf 25–29 °C fallen. Die Behörden appellieren an die Bevölkerung, wachsam zu bleiben.

Häufig gestellte Fragen

Was verursachte die Hitzewelle 2026 in Mitteleuropa?

Ein Omega-Block-Muster erzeugte eine Hitzekuppel, die heiße Luft einschloss. Der Klimawandel verstärkte das Ereignis erheblich.

Was waren die höchsten Temperaturen?

Deutschland: 41,7 °C (Neißemünde-Coschen), Tschechien: 41,9 °C (Doksany), Polen: 40,5 °C (Słubice), Frankreich: 44,3 °C (Pissos).

Wie viele Menschen starben?

Die WHO meldete über 1.300 zusätzliche Todesfälle in Europa seit 21. Juni. Frankreich: ~1.000, Spanien: mindestens 327, Deutschland: mindestens 15 Ertrinkungstote.

Ist diese Hitzewelle mit dem Klimawandel verbunden?

Ja. World Weather Attribution schloss, dass solche Junihitze ohne Klimawandel „praktisch unmöglich“ gewesen wäre.

Welche Infrastrukturschäden gab es?

Straßenaufwölbungen auf Autobahnen, Zugausfälle, Straßenbahnstillstände, Waldbrände. Französische Kernkraftwerke hatten Kühlwasserprobleme.

Quellen

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