Die Straße von Hormus: Ein Engpass unter Belagerung
Am 28. Februar 2026 starteten die USA und Israel Luftangriffe gegen Iran und ermordeten den Führer Ali Khamenei. Als Vergeltung schloss die IRGC die Straße von Hormus, durch die 25% des weltweiten Öls und 20% des LNG transportiert werden. Der Tankerverkehr brach um 70% ein, und die IEA bezeichnete dies als größte Störung der Geschichte. Brent-Rohöl stieg auf $126 pro Barrel. Die Dallas Fed schätzt, dass eine vierteljährliche Schließung das globale BIP-Wachstum um 2,9 Prozentpunkte senkt.
IWF April 2026: Wachstum gesenkt, Inflation steigt
Der IWF senkte die globale Wachstumsprognose für 2026 auf 3,1% (vorher 3,4%). In einem schweren Szenario könnte das Wachstum auf 2,0% fallen. Die globale Inflation wird auf 4,4% geschätzt. Das US-Wachstum liegt bei 2,3%, die Eurozone bei 1,1%. Der IWF warnt, dass Verteidigungsausgabenbooms die Inflation befeuern. Die IWF-Analyse der Verteidigungsausgabenbooms zeigt historische Muster.
NATO: Historischer Anstieg der Verteidigungsausgaben
Laut NATO-Jahresbericht 2025 stiegen die Ausgaben europäischer Verbündeter und Kanadas um 20%. Alle 32 Mitglieder erreichen das 2%-Ziel. Bis 2035 sollen 5% des BIP erreicht werden. Der IWF warnt vor Überhitzung. Das NATO-Versprechen von 5% BIP Verteidigungsausgaben ist der größte Aufbau seit dem Kalten Krieg.
Energieversorgungsketten: LNG und Düngemittel betroffen
20% des globalen LNG und 50% der Harnstoff- und Schwefelexporte passieren die Straße. Die Düngemittelpreise stiegen um 50%. UNCTAD meldet 95% weniger Schiffsverkehr und 90% höhere Frachtraten. Die globale Düngemittelversorgungskettenkrise bedroht die Ernährungssicherheit.
Auswirkungen auf Asien, Europa und Afrika
Asien ist am stärksten exponiert: Japan, Südkorea, Indien und China importieren über 60% des Öls durch Hormus. Indien aktivierte Notfall-Kraftstoffrationierung. Europa leidet unter höheren Energiekosten und Verteidigungsausgaben, Deutschland nahe Rezession. Afrikas Düngemittel- und Nahrungsmittelpreise steigen stark, Russland profitiert.
Expertenmeinungen
„Die Schließung ist drei- bis fünfmal größer als frühere Störungen“, so die Dallas Fed. „Das BIP bleibt jahrelang unter Vorkrisenniveau.“
„Die Investitionen müssen nachhaltig sein“, sagte NATO-Generalsekretär Rutte.
„Verteidigungsausgabenbooms erhöhen Verschuldung und Inflation“, warnt der IWF.
Häufig gestellte Fragen
Was verursachte die Schließung?
Die USA und Israel griffen Iran an und ermordeten den Führer; Iran blockierte die Straße durch Angriffe auf Schiffe und Minen.
Wie viel Öl passiert täglich?
Etwa 20 Mio. Barrel Öl (25% des Seetransports) und 20% des LNG.
Was ist das neue NATO-Ziel?
5% des BIP bis 2035, nach 2% zuvor.
Wie ist die IWF-Wachstumsprognose?
3,1% für 2026, bei schwerem Szenario 2,0%.
Welche Regionen sind am stärksten betroffen?
Asien (Ölimporte), Europa (Energiekosten und Verteidigung), Afrika (Nahrungsmittel). Russland profitiert.
Fazit
Die doppelte Krise – Energieschock und NATO-Aufrüstung – schafft beispiellose Herausforderungen für die Weltwirtschaft. Die ärmsten Länder tragen die schwerste Last.
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