USA verlegt IS-Gefangene von Syrien in den Irak nach SDF-Rückzug

Die USA haben mit der Verlegung von IS-Gefangenen aus Syrien in den Irak begonnen, nachdem sich die SDF aufgrund eines Waffenstillstands mit der syrischen Regierung zurückgezogen hat. Die Operation betrifft zunächst 150 Gefangene, könnte aber auf bis zu 7.000 ausgeweitet werden, während sich die Sicherheitslage in Syrien dramatisch verändert.

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Großangelegte Gefangenentransferoperation gestartet

Das US-Militär hat mit einer bedeutenden Operation begonnen, um Islamischen Staat (IS)-Gefangene aus Gefängnissen in Nordost-Syrien in Einrichtungen im Irak zu verlegen. Laut dem US Central Command wurden 150 IS-Mitglieder aus Haftanstalten in der Provinz Hassakeh überführt, mit Plänen, möglicherweise bis zu 7.000 Gefangene zu verlegen. Dieser strategische Schritt erfolgt, während die von den USA unterstützten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) sich aus wichtigen Gebieten nach einem Waffenstillstandsabkommen mit der syrischen Regierung zurückziehen.

Sich wandelnde Sicherheitslandschaft in Syrien

Die Gefangenentransfers folgen auf dramatische Veränderungen in der Sicherheitslandschaft Syriens. Am 19. Januar 2026 kündigten die syrische Regierung und die SDF einen Waffenstillstand an, der vorsieht, dass sich die kurdischen Streitkräfte aus den Provinzen Raqqa und Deir el-Zour zurückziehen und in die syrische Armee integriert werden. 'Die Rolle der SDF als wichtigste Anti-IS-Bodentruppe ist weitgehend beendet,' erklärte der US-Gesandte Tom Barrack und betonte damit die sich verändernde Dynamik. Während syrische Regierungstruppen die Kontrolle über ehemalige SDF-Gebiete übernehmen, sind die Bedenken hinsichtlich der Sicherheit der Haftanstalten gewachsen, in denen Tausende IS-Kämpfer festgehalten werden.

Al-Hol-Lagerübergabe und anhaltende Gewalt

In einer damit zusammenhängenden Entwicklung haben syrische Regierungstruppen die Kontrolle über das berüchtigte al-Hol-Haftlager im Nordwesten Syriens übernommen, in dem zuvor etwa 24.000 Menschen lebten – hauptsächlich mit dem IS in Verbindung stehende Frauen und Kinder. Das Lager beherbergt noch immer etwa 14.500 Syrer und fast 3.000 Iraker sowie niederländische und andere ausländische Staatsangehörige. Trotz des Waffenstillstandsabkommens hat die Gewalt rund um Haftanstalten angehalten. 'Wir haben Angriffe auf Gefängnisse gesehen, selbst nachdem der Waffenstillstand unterzeichnet wurde,' berichtete ein regionaler Sicherheitsanalyst und verwies auf jüngste Kämpfe im Shaddadi-Gefängnis, bei denen sich beide Seiten beschuldigten, IS-Gefangenenausbrüche zu ermöglichen.

Juristische und sicherheitspolitische Implikationen

Die Überstellung von IS-Gefangenen in den Irak wirft komplexe juristische und sicherheitspolitische Fragen auf. Während irakische Einrichtungen möglicherweise formellere juristische Verfahren und bessere Sicherheitsvorkehrungen bieten als improvisierte syrische Gefängnisse, haben Menschenrechtsorganisationen Bedenken hinsichtlich der Behandlungsstandards geäußert. Die Operation stellt eine bedeutende Verschiebung dar, wie die internationale Gemeinschaft gefangen genommene IS-Mitglieder verwaltet. Militärischen Quellen zufolge sind die Transfers notwendig, um eine angemessene Bewachung der Gefangenen zu gewährleisten, während sich die SDF zurückzieht und syrische Regierungstruppen die Kontrolle übernehmen. Die Lage bleibt dynamisch, mit anhaltenden Verhandlungen über das Schicksal Tausender IS-Kämpfer und ihrer Familien, die in ganz Syrien festgehalten werden.

Für weitere Informationen zum Waffenstillstandsabkommen siehe PBS NewsHour Berichterstattung. Details zur Übergabe des al-Hol-Lagers finden sich in der Military Times Berichterstattung.

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