Frau zu sieben Jahren Haft verurteilt für Folter und Einsperren des Partners

Eine belgische Frau wurde zu sieben Jahren Haft verurteilt, weil sie ihren Partner gefoltert und eingesperrt hatte. Das Opfer entkam im März 2025 aus einer Hundehütte, nachdem es monatelang misshandelt, Nahrung und Wasser vorenthalten und zu Zwangsreinigungen gezwungen worden war.

Schockierender Fall von Partnerschaftsgewalt endet mit Gefängnisstrafe

Eine 47-jährige Frau aus Grobbendonk in Belgien wurde zu sieben Jahren Haft verurteilt für das, was das Gericht als 'besonders schwerwiegende' Gewalt gegen ihren Partner bezeichnete. Das Gericht in Turnhout erfuhr, wie die Frau ihren Ehemann monatelang folterte, schlug und einsperrte, bevor es ihm im März 2025 gelang, aus einer Hundehütte zu entkommen.

Grausame Details der Misshandlung kommen ans Licht

Das Opfer, das von Nachbarn verwirrt und schwer verletzt aufgefunden wurde, war monatelang geschlagen, gefoltert und in ihrem Haus in der Nähe von Antwerpen eingesperrt worden. Gerichtsdokumenten zufolge gehörte zu den Misshandlungen, dass er gezwungen wurde, barfuß den Kot von 60 Chihuahuas mit ätzenden Chemikalien zu reinigen, in einem dunklen Keller und einer Hundehütte eingesperrt wurde und über längere Zeit keine Nahrung und kein Wasser erhielt.

Zwei Wochen vor seiner Flucht hatte die Frau kochendes Wasser über ihren Partner gegossen, weil zwei ihrer Hunde gestorben waren. 'Die körperliche und psychische Unversehrtheit sowie die menschliche Würde des Opfers sind schwer beeinträchtigt worden,' stellte der Richter in der Urteilsbegründung fest.

Video-Beweise und Tiervernachlässigung

Ermittler entdeckten Videos, die die Frau selbst aufgenommen hatte und auf denen die Demütigung und Misshandlung ihres Partners zu sehen waren. Der Fall brachte auch schockierende Tiervernachlässigung ans Licht – die Frau war bereits zuvor mit einer Geldstrafe von 3.600 Euro belegt worden, weil sie 60 Hunde unter erbärmlichen Bedingungen in ihrem Haus gehalten hatte.

'Dieses Vertrauen wurde schwer verletzt,' vermerkte das Gericht zum Kontext der Beziehung und fügte hinzu, dass 'das Opfer Schutz und Vertrauen von seiner Partnerin hätte erwarten dürfen.'

Breiterer Kontext von Partnerschaftsgewalt in Belgien

Dieser Fall fällt in eine Zeit besorgniserregender Statistiken über Partnerschaftsgewalt in Belgien. Laut Daten des Europäischen Instituts für Gleichstellungsfragen registrierte die Polizei allein im Jahr 2022 39.397 Fälle von Partnerschaftsgewalt. Körperliche Gewalt machte 22.563 dieser Fälle aus, psychologische Gewalt 16.169 Fälle.

Belgien hat kürzlich im Juni 2023 wegweisende Gesetze verabschiedet, die Femizid rechtlich definieren und eine bessere Datenerfassung über geschlechtsspezifische Gewalt vorschreiben. Doch wie dieser Fall zeigt, kommt schwere Partnerschaftsgewalt im ganzen Land weiterhin vor.

Verurteilung und Schadensersatz

Neben der siebenjährigen Gefängnisstrafe muss die Frau 10.000 Euro Schadensersatz an ihr Opfer zahlen. Ihr Anwalt bezeichnete die Strafe als 'eine bittere Pille zum Schlucken', räumte aber ein, dass sie nicht aus heiterem Himmel komme.

Der Fall unterstreicht den Zusammenhang zwischen Partnerschaftsgewalt und Tierquälerei, wobei Experten anmerken, dass Täter, die Tiere misshandeln, oft auch gegenüber menschlichen Familienmitgliedern gewalttätig sind. Alle 60 Hunde, die im Haus der Frau aufgefunden wurden, sind entfernt und in Tierheimen untergebracht worden.

Partnerschaftsgewalt bleibt weltweit erheblich untererfasst, wobei viele Opfer durch Isolation, finanzielle Abhängigkeit und psychologische Manipulation gefangen sind. Dieser Fall dient als erschütternde Erinnerung an die extremen Formen, die Misshandlung annehmen kann, und an die Bedeutung von Intervention und Unterstützungssystemen für Opfer.

Elijah Brown

Elijah Brown ist ein amerikanischer Autor, der für seine menschlichen Geschichten mit tiefgreifender emotionaler Tiefe bekannt ist. Seine Erzählungen erforschen universelle Themen der Verbindung und Widerstandsfähigkeit.

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