USA führt neue Angriffe auf Drogenboote aus, acht Tote

Die USA führen neue Angriffe auf mutmaßliche Drogenboote durch, wobei acht Menschen getötet wurden. Dies ist Teil der Operation Southern Spear, die seit September 2025 bereits mehr als 110 Menschenleben forderte und zu eskalierenden Spannungen mit Venezuela führt.

USA intensiviert Anti-Drogen-Kampagne in der Karibik

Das US-Militär hat eine neue Reihe von Angriffen auf mutmaßliche Drogenschmuggelschiffe in internationalen Gewässern durchgeführt, bei denen in den letzten Tagen mindestens acht Menschen getötet wurden. Diese jüngsten Operationen markieren eine anhaltende Eskalation der aggressiven Anti-Drogen-Kampagne der Trump-Regierung in der Karibik, die seit September 2025 bereits mehr als 110 Menschenleben gefordert hat.

Details der jüngsten Angriffe

Laut Erklärungen des U.S. Southern Command auf der Social-Media-Plattform X wurden die Angriffe vom Verteidigungsminister Pete Hegseth angeordnet und richteten sich gegen das, was die USA als 'terroristische Organisationen' beschreiben, die in den Drogenhandel verwickelt sind. Am Dienstag wurden drei Boote, die im Konvoi fuhren, zerstört, wobei drei mutmaßliche Drogenkriminelle bei dem ersten Angriff ums Leben kamen. 'Die übrigen Drogenkriminellen verließen die anderen beiden Schiffe, sprungen über Bord und schwammen weg, bevor nachfolgende Angriffe diese Schiffe versenkten,' so die militärische Erklärung.

Am Mittwoch fand eine ähnliche Operation gegen zwei weitere Schiffe statt, die zu fünf weiteren Todesopfern führte. Das US-Militär hat keine konkreten Beweise vorgelegt, um seine Behauptungen zu untermauern, dass es sich um organisierte Drogentransportoperationen handelte, was Fragen zum Verifizierungsprozess für solche tödlichen Angriffe aufwirft.

Operation Southern Spear: Eine breitere Kampagne

Diese Angriffe sind Teil der Operation Southern Spear, einer umfassenden militärischen und Überwachungskampagne, die von Minister Hegseth am 13. November 2025 offiziell angekündigt wurde. Die Operation repräsentiert das, was Analysten als eine Hybridisierung des Krieges gegen den Terror und des Krieges gegen Drogen beschreiben, wobei einige Beobachter vermuten, dass ein Regimewechsel in Venezuela ein zugrundeliegendes Ziel ist.

Seit September 2025 hat die Trump-Regierung mehr als 30 Angriffe auf mutmaßliche Drogenboote durchgeführt, wobei die größte Marineflotte in Lateinamerika seit Jahrzehnten eingesetzt wurde. Dazu gehören der Flugzeugträger USS Gerald R. Ford, Lenkflugkörperzerstörer, amphibische Angriffsschiffe und F-35-Kampfflugzeuge in der Region.

Venezuela-Verbindung und eskalierende Spannungen

Die Operationen finden vor dem Hintergrund zunehmender Spannungen zwischen den USA und Venezuela statt. Anfang dieser Woche behauptete Präsident Trump, dass US-Truppen einen Hafen in Venezuela angegriffen hätten, in dem Drogen angeblich auf Boote verladen wurden. Falls bestätigt, würde dies den ersten US-Angriff auf venezolanisches Territorium in der aktuellen Kampagne darstellen.

Der venezolanische Präsident Nicolás Maduro hat konsequent eine Beteiligung am Drogenhandel bestritten und die USA beschuldigt, Anti-Drogen-Operationen als Vorwand für einen Regimewechsel zu nutzen. 'Das wahre Ziel ist es, mich von der Macht zu vertreiben,' erklärte Maduro in jüngsten Äußerungen, die von internationalen Medien berichtet wurden.

Juristische und politische Kontroversen

Die Militärkampagne hat erhebliche Kritik von US-Gesetzgebern hervorgerufen, die die Legalität und das Fehlen einer Kongressautorisierung in Frage stellen. Demokratische Senatoren haben erklärt, dass die Regierung 'keine legitime juristische Rechtfertigung' für die Angriffe geliefert habe, wobei einige Anhörungen fordern, um exekutive Überschreitung zu untersuchen.

Laut einer Military.com-Zeitleiste haben die umfangreichen Operationen bereits zum vorzeitigen Ruhestand des Leiters des U.S. Southern Command geführt, mitten in der Kontroverse über die Ausrichtung und juristische Grundlage der Kampagne.

Regionale Implikationen und Zukunftsperspektive

Das United States Southern Command (USSOUTHCOM), verantwortlich für Mittel- und Südamerika sowie die Karibik, hat eine Joint Task Force Southern Spear eingerichtet, um diese Operationen zu koordinieren. Die Task Force nutzt eine hybride Flotte mit Roboter- und autonomen Systemen neben traditionellen Marineeinheiten, um illegalen Handel zu erkennen und zu überwachen.

Während sich die Kampagne weiter ausdehnt, warnen regionale Analysten vor einer möglichen Eskalation, die Nachbarländer in den Konflikt hineinziehen könnte. Die Bezeichnung venezolanischer Regierungsstellen als terroristische Organisationen durch die USA im Dezember 2025 hat die diplomatischen Beziehungen in ganz Lateinamerika weiter verkompliziert.

Mit mindestens 115 Toten bei 35 bekannten Angriffen seit September laut einigen Berichten und der jüngsten Behauptung eines Angriffs auf venezolanisches Territorium scheint die Trump-Regierung trotz zunehmender inländischer und internationaler Kritik zu einer immer aggressiveren Haltung in der Region entschlossen zu sein.

Daniel Takahashi

Daniel Takahashi ist ein angesehener Auslandskorrespondent, der aus Südostasien berichtet. Mit tiefen Wurzeln in Japan bringt er einzigartige kulturelle Einblicke in seinen internationalen Journalismus ein.

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