Europäische Mächte Aktivieren Snapback-Mechanismus
Frankreich, Deutschland und das Vereinigte Königreich haben eine diplomatische Kampagne gestartet, um UN-Sanktionen gegen den Iran wegen Bedenken hinsichtlich seines Atomprogramms wieder einzuführen. Die drei europäischen Mächte, gemeinsam als "E3" bekannt, aktivieren den im Gemeinsamen Umfassenden Aktionsplan (JCPOA) von 2015 festgelegten Snapback-Mechanismus.
UN-Sicherheitsrat Notfalltreffen
Der UN-Sicherheitsrat wird am Freitag zu einer Notfallsitzung zusammentreten, um das vorgeschlagene Sanktionspaket zu diskutieren. Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot kündigte den Schritt in den sozialen Medien an und erklärte, dass die iranische Weigerung, mit IAEO-Inspektoren zusammenzuarbeiten, sofortiges Handeln erfordere.
Irans Nichteinhaltung von Inspektionen
Laut diplomatischen Quellen der E3-Länder hat der Iran systematisch IAEO-Überwachungsaktivitäten behindert, die darauf ausgelegt sind, zu überprüfen, dass sein Atomprogramm friedlich bleibt. Die IAEO-Inspektoren sind dafür verantwortlich, sicherzustellen, dass der Iran keine Atomwaffenfähigkeiten entwickelt.
Iranische Reaktion und Diplomatische Spannungen
Der iranische Außenminister Abbas Araghchi verurteilte die vorgeschlagenen Sanktionen in Telefongesprächen mit seinen europäischen Kollegen als "ungerechtfertigt, illegal und ohne jede Rechtsgrundlage". Araghchi warnte, dass "der Iran angemessen auf diese unrechtmäßige und unbegründete Maßnahme reagieren wird".
Snapback-Mechanismus Erklärt
Die Snapback-Bestimmung, die in der UN-Sicherheitsratsresolution 2231 verankert ist, ermöglicht die automatische Wiedereinführung früherer Sanktionen, wenn der Iran seine atomaren Verpflichtungen verletzt. Dieser Mechanismus wurde speziell entwickelt, um Veto-Mächte wie Russland und China daran zu hindern, Sanktionen gegen den Iran zu blockieren.
Diplomatische Bemühungen Gehen Weiter
Trotz der Sanktionsbemühungen betonten europäische Minister, dass die Diplomatie offen bleibt. Minister Barrot erklärte: "Diese Sanktionen bedeuten nicht das Ende der Diplomatie. Wir sind entschlossen, in den nächsten dreißig Tagen alles zu tun, um den Dialog mit dem Iran aufzunehmen."