Alle großen US-Banken bestehen Fed-Stresstests 2025

Alle 22 großen US-Banken haben die Stresstests der Fed für 2025 bestanden und zeigen Widerstandsfähigkeit trotz erwarteter Verluste von 700 Mrd. USD. Regulatorische Reformen zielen auf mehr Transparenz bei der Balance zwischen finanzieller Stabilität und reduzierter Belastung ab.

Alle großen US-Banken bestehen Fed-Stresstests 2025

In einer bedeutenden Demonstration finanzieller Widerstandsfähigkeit haben alle 22 großen US-Banken die Dodd-Frank Act Stress Tests (DFAST) der Federal Reserve für 2025 bestanden, die am 27. Juni 2025 veröffentlicht wurden. Die jährliche Untersuchung, die durch Reformen nach der Finanzkrise von 2008 vorgeschrieben ist, bewertete, wie diese Institute einen hypothetischen schweren wirtschaftlichen Abschwung überstehen würden – mit einer globalen Rezession, in der die Arbeitslosigkeit auf 10 % steigt und die Preise für Gewerbeimmobilien um 30 % einbrechen.

Wichtige Erkenntnisse und Kapitalresilienz

Die Stresstests zeigten, dass das Bankensystem trotz erwarteter Verluste von fast 700 Milliarden US-Dollar – etwas höher als die 685 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024 – robuste Kapitalpuffer beibehielt. Die aggregierte Common Equity Tier 1 (CET1)-Kapitalquote, eine entscheidende Kennzahl für die Finanzkraft, sank im schwerwiegenden Szenario von 12,7 % auf 9,8 %, blieb aber deutlich über den regulatorischen Mindestanforderungen. „Diese Ergebnisse bestätigen, dass die größten Banken über ausreichend Kapital verfügen, um erhebliche Verluste zu absorbieren und weiterhin an Haushalte und Unternehmen zu verleihen, selbst in einer schweren Rezession“, sagte Michael Barr, Vizepräsident für Aufsicht der Federal Reserve, in einer Erklärung zur Veröffentlichung.

Kreditkartenverluste führten die erwarteten Verluste mit 158 Milliarden US-Dollar an, gefolgt von Verlusten bei gewerblichen und industriellen Krediten in Höhe von 124 Milliarden US-Dollar und Verlusten bei Gewerbeimmobilien von 52 Milliarden US-Dollar. Die Tests umfassten innovative Methoden, darunter KI-Modellierung und Klimarisikobewertungen, was sich entwickelnde regulatorische Ansätze für neue finanzielle Bedrohungen widerspiegelt.

Politische Implikationen und regulatorische Reformen

Die Ergebnisse der Stresstests 2025 kommen inmitten bedeutender regulatorischer Veränderungen. Die Federal Reserve hat Reformen vorgeschlagen, darunter die Offenlegung von Stresstestmodellen und -szenarien, die Reduzierung der Dokumentationspflichten um etwa 10.000 Seiten pro Institut und die Senkung der Kapitalpuffer um durchschnittlich 0,25 Prozentpunkte. Diese Änderungen adressieren langjährige Industriekritik an mangelnder Transparenz und Verfahrensmängeln, die zu Klagen großer Finanzinstitute führten.

„Während die Reformen die Transparenz erhöhen und unnötige regulatorische Belastungen verringern sollen, müssen wir sicherstellen, dass sie die Glaubwürdigkeit des Stresstestprogramms nicht gefährden“, warnte Gouverneurin Lisa Cook während der jüngsten Diskussionen der Federal Reserve. Die vorgeschlagenen Änderungen könnten Milliarden an Kapital für Kredite oder Aktionärsrenditen freisetzen, obwohl interne Fed-Debatten die Risiken einer geschwächten Testglaubwürdigkeit und zu optimistischer Bankprognosen betonen.

Markt- und Gemeinschaftsauswirkungen

Für die Finanzmärkte bieten die Stresstestergebnisse entscheidende Stabilitätssignale. Historische Muster zeigen, dass regulatorische Klarheit typischerweise Bankbewertungen stabilisiert, während Unsicherheit eine vorsichtige Kapitalbildung anfacht. „Investoren sollten regulatorische Konsistenz und Kreditwachstumsmetriken überwachen, um langfristige Auswirkungen auf die Bankrentabilität und Aktienbewertungen zu beurteilen“, bemerkte Finanzanalystin Sarah Chen von AInvest Research.

Die Ergebnisse haben erhebliche Auswirkungen auf Gemeinschaftskredite und die Unterstützung kleiner Unternehmen. Da alle Banken Kapital über den Mindestanforderungen halten, behalten sie die Fähigkeit, auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten weiter zu verleihen. Es bestehen jedoch Bedenken, ob freigesetztes Kapital in produktive Kredite fließen oder gehortet oder an Aktionäre zurückgegeben wird. Gemeinschaftsvertreter betonen die Bedeutung der Aufrechterhaltung von Krediten an unterversorgte Märkte. „Stresstests müssen sicherstellen, dass Banken sich in Abschwungphasen nicht aus Gemeinschaftskrediten zurückziehen, was Minderheitenunternehmen und Haushalte mit niedrigem Einkommen unverhältnismäßig stark trifft“, erklärte Marcus Johnson von der Community Banking Coalition.

Ausblick: Herausforderungen und Chancen

Die Tests 2025 beleuchteten mehrere Schwachstellen, darunter die Anfälligkeit für zinsgetriebene wirtschaftliche Schocks und höhere Refinanzierungskosten angesichts steigender Treasury-Renditen. Die Federal Reserve erkannte Probleme mit der Modellvolatilität an und plant, diese anzugehen, während sie auch vorschlägt, Stresstestergebnisse über zwei Jahre zu mitteln, um Schwankungen der Kapitalanforderungen zu reduzieren.

Während der Bankensektor sich entwickelnden wirtschaftlichen Bedingungen navigiert, dienen die Stresstestergebnisse sowohl als Zeugnis der aktuellen Widerstandsfähigkeit als auch als Fahrplan für künftige regulatorische Anpassungen. Die Balance zwischen der Gewährleistung finanzieller Stabilität und der Vermeidung übermäßiger regulatorischer Belastungen bleibt eine zentrale Herausforderung für politische Entscheidungsträger, mit Auswirkungen, die sich von der Wall Street bis zur Main Street in ganz Amerika erstrecken.

Für detailliertere Informationen können Leser das vollständige 2025 DFAST-Ergebnisdokument und Analysen von Finanzforschungsplattformen konsultieren.

Matthew Eriksson

Matthew Eriksson ist ein norwegischer Experte, der sich auf Verkehr und Infrastruktur spezialisiert hat. Seine Arbeit konzentriert sich auf die Entwicklung nachhaltiger urbaner Mobilitätslösungen und widerstandsfähiger öffentlicher Verkehrssysteme.

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