Nidal Hasan Hinrichtung: Livestream noch unklar

Trump sagt, die Entscheidung über den Livestream der Hinrichtung von Nidal Hasan sei noch nicht endgültig, nachdem das Pentagon Übertragung angekündigt hatte.

Nidal Hasan Hinrichtung: Livestream noch unklar
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Ausgabe: DE

US-Präsident Donald Trump erklärte am Freitag, es sei noch keine endgültige Entscheidung darüber gefallen, ob die Hinrichtung von Nidal Hasan per Livestream übertragen wird. Hasan, ehemaliger Major der US-Armee, tötete 2009 beim Anschlag in Fort Hood 13 Menschen. Der am Donnerstag von Verteidigungsminister Pete Hegseth angekündigte Plan hat scharfe parteiübergreifende Kritik ausgelöst und die Debatte über öffentliche Hinrichtungen in den USA neu entfacht.

Was ist der Plan für einen Livestream der Hinrichtung?

Der Livestream bezieht sich auf einen Vorschlag des Pentagon, die für den 3. Dezember 2026 in Fort Hood, Texas, geplante Erschießung zu übertragen. Am 8. Oktober sagte Hegseth, die Hinrichtung werde für alle verfolgbar sein; das Pentagon präzisierte später, man prüfe einen Livestream. Sollte dies umgesetzt werden, wäre es die erste öffentliche Hinrichtung in den USA seit 1936 und die erste Hinrichtung des US-Militärs seit 1961.

Hasan, ein palästinensisch-amerikanischer Armeepsychiater, eröffnete am 5. November 2009 in Fort Hood das Feuer, tötete 13 Kameraden und verletzte über 30 weitere. 2013 wurde er von einem Militärgericht zum Tode verurteilt. Die Chronologie des Fort-Hood-Anschlags bleibt einer der tödlichsten Angriffe auf eine US-Militärbasis.

Trump: Entscheidung über Livestream nicht endgültig

Auf die geplante Übertragung angesprochen, antwortete Trump ausweichend: Nun, darüber müssen sie noch entscheiden. Er fügte hinzu: Aber er wird getötet werden, und das wird durch ein Erschießungskommando geschehen. Trump sagte zudem, es spiele wirklich keine Rolle, wie er geht, solange er nur geht. Ich denke, die Todesstrafe ist für ihn eine würdevolle Art zu gehen.

Auch Vizepräsident JD Vance zeigte sich zurückhaltend: Ich weiß nicht, ob es wirklich dazu kommt. Die Methode möge umstritten sein, doch solle man nicht vergessen, dass dieser Mann viele unschuldige Menschen grausam ermordet habe. Den Livestream werde er nicht ansehen: Ich werde nicht hinsehen.

Parteiübergreifende Empörung über den Plan

Abgeordnete beider Parteien verurteilten die Idee. Der republikanische Senator Thom Tillis nannte sie mehr als widerlich und sagte, die USA würden sich tyrannischen Diktaturen wie Iran und Afghanistan anschließen. Sein Kollege John Curtis warnte mit dem römischen Philosophen Seneca vor blutigen Spektakeln: Eine Zivilisation verfällt, wenn sie Hinrichtungen als Unterhaltung betrachtet.

Die Demokraten waren noch härter. Senator Jon Ossoff nannte den Plan ein obszönes mittelalterliches Spektakel und bezeichnete Hegseth als kranken Menschen, der sich in dieser Grausamkeit zu suhlen scheint. Senator Jack Reed sagte, der Livestream wäre ein Geschenk an Rekrutierer anti-amerikanischen Terrors. Die Debatte über die Todesstrafe hat tiefe Spaltungen selbst innerhalb der Partei des Präsidenten offengelegt.

Wie geht es weiter? Wichtige Daten

  • 2. Oktober 2026: Trump genehmigt Hasans Todesurteil.
  • 6. Oktober 2026: Der amtierende Heeresstaatssekretär Adam Telle setzt die Hinrichtung auf den 3. Dezember 2026, 13 Uhr CST, fest.
  • 8. Oktober 2026: Hegseth kündigt den Livestream an; das Pentagon bestätigt die Prüfung.
  • 3. Dezember 2026: Geplante Erschießung in Fort Hood, Texas.

Hasan kann noch zivile Bundesgerichte anrufen, der Termin könnte sich verzögern. Sollte die Hinrichtung stattfinden, endete eine 65-jährige Lücke: Das US-Militärjustizsystem hat seit 1961 kein Todesurteil mehr vollstreckt.

FAQ: Livestream der Hinrichtung von Nidal Hasan

Wird die Hinrichtung per Livestream übertragen?

Noch nicht endgültig. Trump sagte am Freitag, die Entscheidung stehe aus, obwohl Hegseth eine öffentliche Übertragung angekündigt hatte.

Wann soll Nidal Hasan hingerichtet werden?

Am 3. Dezember 2026 um 13 Uhr Central Time in Fort Hood, Texas, durch ein Erschießungskommando.

Warum ist der Livestream umstritten?

Kritiker sagen, es wäre die erste öffentliche Hinrichtung der USA seit 1936, könnte als grausam oder als Unterhaltung gelten und wird mit autoritären Regimen verglichen.

Was hat Nidal Hasan getan?

Er tötete 13 Menschen und verletzte über 30 beim Massaker von Fort Hood 2009, dem tödlichsten Angriff auf eine US-Militärbasis.

Hat das US-Militär zuletzt jemanden hingerichtet?

Nein. Die letzte militärische Hinrichtung war John A. Bennett 1961; die letzte Erschießung durch ein Armeekommando erfolgte 1945.

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