Johannesburg Femizid: Zehnte Frau tot aufgefunden

Femizid in Johannesburg: Zehnte Frau am 26. September 2026 in Vusimusi tot aufgefunden. Polizei prüft Serienkiller-Spur – 15 Frauen werden täglich getötet.

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Ausgabe: DE

Der Femizid in Johannesburg hat einen düsteren neuen Höhepunkt erreicht: Am 26. September 2026 wurde die Leiche einer zehnten Frau nahe der südafrikanischen Stadt gefunden. Nach Angaben eines von IOL zitierten lokalen Polizeikommissars wurde die Leiche am Morgen im Stadtteil Vusimusi auf einem Friedhof entdeckt. Forensiker untersuchen nun den Tatort – die Angst wächst, dass ein Serienkiller Frauen östlich von Johannesburg ins Visier nimmt.

Was geschieht in Johannesburg?

In den vergangenen zwei Monaten wurden neun ermordete Frauen in einem Gebiet östlich von Johannesburg in der Gemeinde Ekurhuleni gefunden. Orte wie Kempton Park, Pomona, Clayville, Olifantsfontein, Rhodesfield, KwaThema und Dawn Park stehen im Zentrum einer großen Polizeiuntersuchung. Mit dem Fund in Vusimusi sind es nun zehn. Die Ermittlungen zum Serienkiller von Johannesburg leitet ein spezielles Detektivteam, das prüft, ob die Fälle zusammenhängen.

Die Polizei sprach zuvor von besorgniserregenden Ähnlichkeiten. Die meisten Opfer waren um die dreißig, wurden halbnackt gefunden und wiesen sichtbare Hämatome auf. Mehrere zeigten Spuren sexueller Gewalt, und die Ablageorte liegen dicht beieinander. Die erste Leiche wurde am 17. Juli gefunden, mit Kabelbindern gefesselt. Ein Opfer, die 38-jährige Läuferin Elizabeth 'Tsontso' Moselakgomo, verschwand beim Joggen und wurde später bis zur Unkenntlichkeit geschlagen aufgefunden.

Nimmt ein Serienkiller Frauen ins Visier?

Die Behörden haben nicht bestätigt, dass ein einzelner Serienkiller verantwortlich ist, doch die Ähnlichkeiten sind ausreichend besorgniserregend, um eine öffentliche Warnung und eine multidisziplinäre Untersuchung auszulösen. Vize-Polizeichef Lt Gen Tebello Mosikili sagte, Analysten prüfen mögliche Verbindungen, wobei eine Tat auch aus einem Beziehungsstreit stammen könnte. Drei Verdächtige wurden im Zusammenhang mit dem Tod von Jabulile Ntimba festgenommen, deren halbnackte, in ein Laken gewickelte Leiche nahe einer Straße in Dawn Park gefunden wurde.

Die Polizei hat 400.000 Rand (rund 25.000 US-Dollar) für Hinweise ausgesetzt und in Teilen von Kempton Park eine vorübergehende Ausgangssperre verhängt. Die Beamten riefen die Bevölkerung auf, verdächtige Vermisstenfälle zu melden und keine unbestätigten Social-Media-Beiträge zu verbreiten.

Südafrikas Femizid-Krise in Zahlen

Dies ist Teil einer breiteren Krise geschlechtsspezifischer Gewalt in Südafrika, die laut Aktivistinnen zu lange ignoriert wurde. Die wichtigsten Zahlen:

  • Etwa 15 Frauen werden täglich in Südafrika ermordet.
  • Täglich werden mehr als 100 Vergewaltigungen gemeldet.
  • Allein zwischen Januar und März 2026 registrierte die Polizei 9.782 Vergewaltigungen.
  • Südafrika gehört zu den Ländern mit den höchsten Femizidraten weltweit.

Präsident Cyril Ramaphosa erklärte geschlechtsspezifische Gewalt 2025 zur nationalen Krise, doch Advocacy-Gruppen sagen, es folgten kaum Taten. Nach dem jüngsten Fund sagte Ramaphosa: Es ist eine Schande für die Männer Südafrikas, dass wir weiterhin die Frauen unseres schönen Landes ermorden.

Wie Frauen in der Gemeinde reagieren

Frauen in den betroffenen Gebieten sagen, sie fühlen sich nirgends mehr sicher – nicht im Fitnessstudio und nicht auf dem kurzen Weg zum Laden. Läuferinnen organisierten Gedenkläufe, Protestierende in Kempton Park und Kapstadt forderten stärkeres Handeln. Shenilla Mohamed von Amnesty International sagte, Frauen seien müde von Floskeln und wollten echte Rechenschaft. Viele Bewohner verweisen auf Südafrikas Kriminalitätsstatistik, wonach die Last der Sicherheit weiterhin bei den Frauen liegt.

Häufig gestellte Fragen

Wie viele Frauen wurden nahe Johannesburg tot aufgefunden?

Zehn Frauen wurden bislang im Gebiet östlich von Johannesburg tot aufgefunden, einschließlich der Leiche aus Vusimusi vom 26. September 2026.

Gibt es einen Serienkiller in Johannesburg?

Die Polizei hat keinen Serienkiller bestätigt, prüft aber, ob die Tötungen zusammenhängen, und nannte die Ähnlichkeiten besorgniserregend.

Was ist Femizid?

Femizid ist die vorsätzliche Tötung von Frauen oder Mädchen wegen ihres Geschlechts, oft verbunden mit Partnerschaftsgewalt, sexueller Gewalt oder schädlichen Geschlechternormen.

Was hat die südafrikanische Regierung gegen Femizid unternommen?

Präsident Ramaphosa erklärte geschlechtsspezifische Gewalt 2025 zur nationalen Krise und versprach, in der aktuellen Untersuchung nichts unversucht zu lassen.

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