Brandbomben auf Rohde & Schwarz München: 2 Festnahmen

Brandbomben auf Rohde & Schwarz in München: Zwei Bulgaren festgenommen. Polizei prüft politisches Motiv. Sicherheit von Rüstungsunternehmen betroffen.

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Ausgabe: DE

Am Abend des 2. September 2026 wurden Brandbomben auf die Münchner Zentrale des deutschen Rüstungskonzerns Rohde & Schwarz geworfen. Zwei bulgarische Staatsangehörige wurden festgenommen. Die Polizei prüft laut deutschen Medien, ob der Anschlag politisch motiviert war. Der Vorfall reiht sich ein in eine Serie von Sicherheitsbedrohungen gegen europäische Rüstungsunternehmen.

Was geschah an der Münchner Zentrale von Rohde & Schwarz?

Kurz vor 22 Uhr Ortszeit warfen ein oder mehrere Insassen eines Autos Brandbomben in Richtung einer Baustelle vor dem Gebäude und flohen. Die Feuerwehr löschte den Brand schnell; verletzt wurde niemand. Eine nicht explodierte Brandbombe musste von Spezialkräften entschärft werden. Das Unternehmen bestätigte, dass das Gebäude nicht beschädigt wurde.

Die Polizei nahm später an einer nahe gelegenen Tankstelle zwei Verdächtige fest: eine 28-jährige Frau und einen 38-jährigen Mann, beide bulgarische Staatsbürger. Die Behörden untersuchen, ob die beiden allein handelten oder Teil eines größeren Netzwerks sind.

Warum ist Rohde & Schwarz ein Ziel?

Rohde & Schwarz ist ein privater deutscher Technologiekonzern für sichere Kommunikation, Messtechnik und Cybersicherheit. Mit über 15.000 Mitarbeitern weltweit beliefert das Unternehmen Streitkräfte, Luftfahrt und Telekommunikation. Im Geschäftsjahr 2024/25 erzielte es einen Umsatz von über 3 Milliarden Euro. Eine niederländische Tochtergesellschaft beliefert unter anderem die niederländische Marine.

Schon 2021 setzten Unbekannte ein Hochspannungskabel nahe dem Münchner Standort in Brand; rund 20.000 Haushalte waren ohne Strom. Das Wachstum der deutschen Verteidigungsindustrie macht solche Unternehmen sichtbarer und für manche Aktivisten zum Protestziel.

Wer sind die Verdächtigen und was kommt auf sie zu?

Die beiden Bulgaren befinden sich in Gewahrsam. Die Staatsanwaltschaft prüft, ob der Anschlag koordiniert war und ob ein politisches Motiv vorliegt. Bei einer Verurteilung drohen Haftstrafen wegen versuchter Brandstiftung und Gefährdung der öffentlichen Sicherheit.

Die Sicherheitsmaßnahmen am Rohde-&-Schwarz-Campus wurden erhöht. Andere Rüstungsunternehmen wurden aufgefordert, ihre Schutzvorkehrungen zu überprüfen. Der Vorfall folgt dem Muster politischer Anschläge auf Rüstungsunternehmen in ganz Europa – von Vandalismus bis zu Brandstiftung.

Auswirkungen auf Verteidigung und Sicherheit

Deutschland erhöht seine Verteidigungsausgaben deutlich. Rohde & Schwarz ist zentral für sichere Kommunikation und elektronische Kampffähigkeiten; jede Störung könnte Rüstungsprogramme verzögern.

Analysten sehen die Sicherheit des europäischen Verteidigungssektors als nationale Angelegenheit. Der Einsatz von Brandbomben ist eine Eskalation. Industrieverbände fordern härtere Strafen und stärkeren Polizeischutz.

Häufig gestellte Fragen

Wurde bei dem Anschlag jemand verletzt?

Nein. Das Feuer wurde schnell gelöscht, das Gebäude blieb unbeschädigt.

Wer wurde festgenommen?

Zwei bulgarische Staatsangehörige – eine 28-jährige Frau und ein 38-jähriger Mann – wurden an einer Tankstelle festgenommen.

Wurde Rohde & Schwarz bereits früher angegriffen?

Ja, 2021 brannte ein Hochspannungskabel in der Nähe; rund 20.000 Haushalte waren ohne Strom.

Was macht Rohde & Schwarz?

Das Unternehmen entwickelt sichere Kommunikationstechnik, Messgeräte und Cybersicherheitslösungen und beschäftigt weltweit über 15.000 Mitarbeiter.

Handelt es sich um Terrorismus?

Die Polizei untersucht ein mögliches politisches Motiv, aber keine Gruppe hat sich bekannt. Eine Einstufung als Terrorismus ist verfrüht.

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