Berufungsgericht verweigert Freilassung von Kronprinzessin Mette-Marits Sohn
Marius Borg Høiby, der 29-jährige Sohn der erkrankten norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit, bleibt in Untersuchungshaft. Das Borgarting Berufungsgericht hob am 10. Juni 2026 eine Entscheidung des Osloer Bezirksgerichts auf, das seine Freilassung angeordnet hatte. Das Gericht sah weiterhin ein hohes Risiko, dass Høiby neue Straftaten begehen würde, trotz der angeschlagenen Gesundheit seiner Mutter, die auf eine lebensrettende Lungentransplantation wartet.
Das Osloer Bezirksgericht hatte Høibys Freilassung am 8. Juni mit der Begründung angeordnet, eine weitere Haft sei „unverhältnismäßig“ angesichts des schweren Gesundheitszustands der Kronprinzessin. Die Staatsanwaltschaft legte sofort Berufung ein, und das höhere Gericht hob die Entscheidung auf. Høiby stehen 40 Anklagepunkte bevor, darunter vier Vergewaltigungen, häusliche Gewalt, Todesdrohungen und Drogendelikte. Das Urteil wird für den 15. Juni erwartet.
Hintergrund: Eine königliche Familie unter Druck
Der Fall spielt sich vor dem Hintergrund der lebensbedrohlichen Gesundheitskrise von Kronprinzessin Mette-Marit ab. Bei ihr wurde 2018 Lungenfibrose diagnostiziert – eine chronische, unheilbare Lungenerkrankung. Anfang Juni 2026 wurde sie auf die Warteliste für eine Lungentransplantation gesetzt. Laut dem Osloer Universitätskrankenhaus benötigt sie die Transplantation „so schnell wie möglich“. Ohne diese hat sie schätzungsweise noch etwa ein Jahr zu leben.
Die Kronprinzessin nutzt täglich einen Sauerstoffkonzentrator und hat alle offiziellen Pflichten ausgesetzt. Kronprinz Haakon brach einen offiziellen Besuch in Japan ab, um bei ihr zu sein, während ihre Tochter, Prinzessin Ingrid Alexandra, aus Australien zurückkehrte. Die