Großfahndung nach russischem Häftling in Brügge

Polizei startet Großfahndung nach einem russischen Häftling, der aus dem AZ Sint-Jan Krankenhaus in Brügge floh. Hubschrauber und Suchhunde im Einsatz.

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Großfahndung in Brügge nach gewagter Krankenhausflucht

Die belgische Polizei hat eine großangelegte Fahndung nach einem russischen Staatsbürger eingeleitet, der am Freitagmorgen aus dem Gewahrsam im AZ Sint-Jan Krankenhaus in Brügge entkommen ist. Der Häftling, der wegen schweren Raubes eine Haftstrafe verbüßte, floh während eines routinemäßigen Arztbesuchs und löste eine massive Suchaktion mit Hubschraubern, Suchhunden und Bodenstreifen aus.

Der Vorfall ereignete sich gegen 9:30 Uhr Ortszeit, als der Gefangene zu einem ambulanten Eingriff ins Krankenhaus gebracht wurde. Die Flucht geschah während eines Kleidungswechsels, als die Handschellen vorübergehend abgenommen wurden. Der Verdächtige ergriff einen scharfen Gegenstand, bedrohte die Wachen und floh über einen Parkplatz. Überwachungskameras zeigten den Mann, der panisch durch die Gänge rannte.

Wie die Flucht ablief

Das AZ Sint-Jan, eines der größten Krankenhäuser Belgiens mit über 1.100 Betten, wurde sofort abgeriegelt. Der Krankenhausdirektor bestätigte, dass der Gefangene von zwei Wachen begleitet wurde. „Beim Kleidungswechsel werden die Handschellen nacheinander abgenommen. In diesem Moment gelang es ihm, einen scharfen Gegenstand zu ergreifen. Woher er stammt, ist noch unklar“, sagte der Direktor. Der Verdächtige, ein Mann in den 30ern, trug noch Fußfesseln – eine davon noch am Bein. Augenzeugen beschrieben das Chaos im Tagesklinikbereich. Ein Patient sagte, der Mann habe „einen wilden Blick in den Augen“ gehabt, als er an Personal und Besuchern vorbeirannte.

Polizeireaktion und Suchmaßnahmen

Die Bundespolizei setzte sofort einen Hubschrauber und einen spezialisierten Suchhund ein. Beamte durchkämmen Waldgebiete nahe des Krankenhauses und führen Tür-zu-Tür-Kontrollen in Nachbarschaften durch. Die Verfahren der belgischen Bundespolizei bei entflohenen Häftlingen umfassen schnelle Luftunterstützung und Hundeeinheiten, um die Chancen der Wiederergreifung zu maximieren.

Das Krankenhaus wurde vorsorglich evakuiert, aber nach Bestätigung, dass der Häftling nicht mehr im Gebäude war, wieder geöffnet. Ein Polizeisprecher erklärte: „Wir haben jeden Raum und Flur durchsucht. Das Krankenhaus ist sicher.“ Patienten wurden jedoch über mögliche Verzögerungen bei Terminen informiert.

Hintergrund des entflohenen Häftlings

Der Flüchtige ist ein russischer Staatsbürger, der wegen gewaltsamen Raubüberfalls inhaftiert war. Belgische Medien berichten, dass er als Hochrisikohäftling galt, genaue Einzelheiten seiner Strafe sind nicht bekannt. Die Flucht wirft Fragen zu den Sicherheitsprotokollen bei Gefangenentransporten zu medizinischen Einrichtungen auf.

Dieser Vorfall ähnelt einem früheren Fall in diesem Jahr, als ein anderer Häftling während eines Krankenhausbesuchs floh. Die Strategien zur Wiederergreifung entflohener Häftlinge der belgischen Behörden stehen in der Kritik, da strengere Maßnahmen bei medizinischen Transporten gefordert werden.

Auswirkungen auf die lokale Gemeinschaft und den Krankenhausbetrieb

Der Campus des AZ Sint-Jan war im Chaos, als Personal und Patienten in Sicherheit gebracht wurden. Die Krankenhauswebsite informierte: „Aufgrund eines Sicherheitsvorfalls auf dem Campus war das Krankenhaus vorübergehend geschlossen. Nach gründlicher Überprüfung ist es nun wieder zugänglich. Verzögerungen bei Terminen sind jedoch möglich.“

Anwohner wurden aufgefordert, wachsam zu sein und verdächtige Aktivitäten zu melden. Die Polizei warnt, den Flüchtigen nicht anzusprechen, da er vermutlich noch einen scharfen Gegenstand besitzt. Die Suche läuft mit allen verfügbaren Mitteln, einschließlich forensischer Teams, die die Fluchtroute analysieren.

FAQ: Häftlingsflucht in Brügge

Wer ist der entflohene Häftling?

Der Flüchtige ist ein russischer Staatsbürger in den 30ern, verurteilt wegen schweren Raubes. Seine Identität wurde offiziell nicht bekannt gegeben.

Wie konnte er aus dem Krankenhaus fliehen?

Er entkam während eines Kleidungswechsels unter Bewachung im AZ Sint-Jan. Er bedrohte die Wachen mit einem scharfen Gegenstand und floh über einen Parkplatz.

Welche Ressourcen werden bei der Fahndung eingesetzt?

Die Bundespolizei hat einen Hubschrauber, Suchhunde und Bodenstreifen eingesetzt. Die Umgebung des Krankenhauses wird systematisch durchsucht.

Ist das Krankenhaus jetzt sicher?

Ja, das Krankenhaus wurde durchsucht und wieder geöffnet. Die Behörden bestätigten, dass der Häftling nicht mehr auf dem Gelände ist.

Was soll die Öffentlichkeit tun?

Die Polizei rät, sich von den Suchgebieten fernzuhalten und Sichtungen sofort zu melden. Den Flüchtigen nicht ansprechen.

Quellen

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