James Comey Anklage: Drohung gegen Trump

Ex-FBI-Direktor James Comey wegen Drohung gegen Präsident Trump angeklagt nach Instagram-Post mit '86 47'. Bis zu 10 Jahre Haft. Rechtsexperten zweifeln an Erfolgsaussichten des Falls.

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Was ist die James Comey Anklage?

Der ehemalige FBI-Direktor James Comey wurde angeklagt, weil er mit einem Instagram-Post vom Mai 2025 das Leben von Präsident Donald Trump bedroht haben soll. Die Bundesanklage wurde am 28. April 2026 in North Carolina erhoben und umfasst zwei Anklagepunkte: Verstoß gegen 18 U.S.C. § 871 (Bedrohung des Präsidenten) und 18 U.S.C. § 875(c) (Übermittlung einer Drohung im zwischenstaatlichen Handel). Es ist das zweite Mal, dass die Trump-Administration Comey verfolgt, nachdem eine frühere Anklage wegen falscher Aussagen im November 2025 abgewiesen wurde.

Hintergrund: Der Instagram-Post im Zentrum des Falls

Am 15. Mai 2025 postete Comey ein Bild mit Muscheln, die die Zahlen '86 47' formten. Die Anklage behauptet, 86 sei Slang für 'jemanden loswerden' und 47 beziehe sich auf Trump als 47. Präsident. Der Post wurde schnell gelöscht. Die rechtlichen Implikationen von Social-Media-Beiträgen werden zunehmend Gegenstand von Gerichtsverfahren.

Frühere Anklage abgewiesen

Im September 2025 wurde Comey wegen falscher Aussagen und Behinderung angeklagt, aber am 24. November 2025 wies ein Richter den Fall ab, da der Staatsanwalt unrechtmäßig ernannt worden war. Die neue Anklage belebt den Rechtsstreit zwischen Comey und der Trump-Administration wieder.

Anklagepunkte und mögliche Strafen

  • Bedrohung des Präsidenten (18 U.S.C. § 871): Es ist strafbar, wissentlich zu drohen, den Präsidenten zu töten, zu entführen oder zu verletzen.
  • Übermittlung einer Drohung (18 U.S.C. § 875(c)): Verbot der Übermittlung einer Drohung über Staatsgrenzen hinweg.

Bei einer Verurteilung drohen bis zu 10 Jahre Bundeshaft. Der amtierende Generalstaatsanwalt Todd Blanche kündigte die Anklage an und betonte, das Justizministerium werde Drohungen gegen den Präsidenten nicht tolerieren.

Rechtsexperten bezweifeln Erfolgsaussichten

Viele Experten äußern Skepsis. Der Oberste Gerichtshof hat hohe Hürden für Verurteilungen wegen Drohungen gesetzt: Es muss nachgewiesen werden, dass der Sprecher eine echte Drohung beabsichtigte und eine vernünftige Person sie als ernsthafte Absicht verstehen würde. Verfassungsrechtler argumentieren, der Instagram-Post erfülle diese Schwelle nicht. 'Die Regierung hat hier einen sehr steilen Berg zu erklimmen,' sagte ein Experte gegenüber CNN. 'Der Kontext und die sofortige Löschung des Posts deuten darauf hin, dass es keine echte Drohung war.' Die Meinungsfreiheit nach dem First Amendment wird voraussichtlich eine zentrale Rolle spielen.

Comeys Reaktion

Comey betont seine Unschuld und postete ein Video mit den Worten: 'Das ist nicht, wofür das Justizministerium stehen sollte. Ich bin unschuldig und habe keine Angst.' Sein Anwalt Patrick Fitzgerald kündigte an, die Anklage energisch zu bestreiten. Der Fall dürfte das politische Klima weiter anheizen. Die Politisierung des Justizministeriums ist ein wiederkehrendes Thema in der amerikanischen Politik.

Auswirkungen

Die Anklage eines ehemaligen FBI-Direktors durch die von ihm einst bediente Administration ist beispiellos. Comey diente von 2013 bis 2017 und wurde von Trump entlassen. Die neuen Vorwürfe könnten vor den Midterms 2026 erhebliche politische Auswirkungen haben. Das Verfahren wird voraussichtlich die Grenzen der Meinungsfreiheit und die Verfolgung von Drohungen im digitalen Zeitalter testen.

Häufig gestellte Fragen

Was postete James Comey auf Instagram?

Ein Bild mit Muscheln, die die Zahlen '86 47' formten – 86 als Slang für 'loswerden', 47 für Trump als 47. Präsidenten.

Welche Anklagepunkte gibt es?

Bedrohung des Präsidenten (18 U.S.C. § 871) und Übermittlung einer Drohung (18 U.S.C. § 875(c)).

Wie hoch ist die Höchststrafe?

Bis zu 10 Jahre Bundeshaft bei Verurteilung in beiden Punkten.

Wurde Comey schon früher angeklagt?

Ja, im September 2025 wegen falscher Aussagen, aber der Fall wurde im November 2025 abgewiesen.

Was sagen Rechtsexperten?

Viele sind skeptisch und verweisen auf die hohen Hürden für echte Drohungen und den Schutz politischer Reden durch den First Amendment.

Quellen

US-Justizministerium Pressemitteilung

CBS News Bericht

CNN Bericht

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