Mysteriöse Bergtote lassen Bulgarien nach Antworten suchen
Die bulgarischen Behörden untersuchen, was sie das 'Petrohan-Mysterium' nennen – den ungeklärten Tod von sechs Menschen, die in den westlichen Bergen unter Umständen gefunden wurden, die das ganze Land verblüfft zurückgelassen haben. Der Fall umfasst zwei separate, aber möglicherweise verbundene Vorfälle, die Anfang Februar 2026 stattfanden, wobei Ermittler sowohl Mord-Selbstmord- als auch Gruppen-Selbstmord-Szenarien in Betracht ziehen.
Die Entdeckung und der Zeitplan
Am 8. Februar 2026 entdeckte die Polizei drei Leichen in einem Wohnmobil am Berg Okolchitsa in Westbulgarien. Unter den Verstorbenen war ein 15-jähriger Junge. Diese Entdeckung erfolgte genau eine Woche nach einem anderen dreifachen Tod in einer Berghütte am Petrohan-Pass, etwa zwei Autostunden entfernt. Diese Hütte wurde später niedergebrannt, was eine weitere Schicht des Geheimnisses zu dem bereits verwirrenden Fall hinzufügte.
'So einen Fall hat es in unserem Land noch nie gegeben,' erklärte der Hauptkommissar während einer Pressekonferenz und betonte damit den beispiellosen Charakter der Ermittlungen.
Überwachungsbilder zeigen letzte Momente
Überwachungskamerabilder vom 1. Februar, dem Tag der ersten Todesfälle, zeigen, wie sich die sechs Personen draußen vor der Berghütte voneinander verabschieden. Die Aufnahmen zeigen dann, wie drei von ihnen zurückbleiben und die Hütte in Brand setzen. Dieses erschütternde Video ist zentral für die Ermittlungen geworden und bietet einen seltenen Einblick in die letzten Momente der Opfer.
Bei den drei Leichen an der Berghütte fanden Ermittler vier Patronenhülsen, zwei Pistolen und ein Jagdgewehr, laut Bulgarischem Nationalen Fernsehen. Forensische Experten stellten fest, dass die Schüsse aus extrem kurzer Entfernung abgefeuert wurden.
Forensische Beweise und Ermittlungsszenarien
Alle drei Opfer an der Hütte hatten Schusswunden am Kopf, wobei ein Mann zweimal getroffen wurde. Entscheidend ist, dass sich alle Verletzungen an Stellen befanden, die die Opfer mit ihren eigenen Händen erreichen konnten, was die Möglichkeit selbst zugefügter Verletzungen nahelegt.
'Für beide Ermittlungen gilt, dass die Hauptszenarien, an denen wir arbeiten, Mord-Selbstmord und Selbstmord sind,' erklärte der Generalstaatsanwalt und wies damit darauf hin, dass die Behörden keine der beiden Möglichkeiten ausgeschlossen haben.
Die Opfer und ihr Hintergrund
Fünf der sechs Verstorbenen waren Mitglieder einer nichtstaatlichen Organisation, die sich auf Naturschutz konzentrierte. Sie hatten in der Berghütte gelebt, laut Polizeiangaben. Der 15-jährige Junge war der Sohn eines Freundes der Gruppe.
Ermittler enthüllten, dass die NGO-Mitglieder im tibetischen Buddhismus involviert waren. Buddhistische Bücher und Banner wurden in der Hütte gefunden, und ein Familienmitglied soll den Behörden von 'enormer psychologischer Instabilität' innerhalb der Gruppe berichtet haben.
Der Petrohan-Pass, an dem der erste Vorfall stattfand, ist ein bedeutender Gebirgspass im Balkangebirge Bulgariens mit einer Höhe von 1.444 Metern. Er dient als eine entscheidende Transportroute, die Sofia und Nordwestbulgarien verbindet, und ist Teil des Paneuropäischen Korridors IV, laut Wikipedia.
Laufende Ermittlungen und nationale Auswirkungen
Der Fall hält Bulgarien in Atem, wobei die Medien ausführlich über das berichten, was sie 'das Petrohan-Mysterium' genannt haben. Die Behörden untersuchen weiterhin alle Beweise, während die Öffentlichkeit versucht zu verstehen, was zu einem solch tragischen Ausgang in der abgelegenen Bergregion führen konnte.
Während die Ermittlungen andauern, bleiben Fragen über die Verbindung zwischen den beiden Orten, den psychologischen Zustand der Opfer und was genau während jener verhängnisvollen Tage Anfang Februar geschah. Der Fall dient als nüchterne Erinnerung an das komplexe Zusammenspiel von psychischer Gesundheit, Gruppendynamik und isolierten Umgebungen.
Quellen
NOS Artikel, Kort News, Bulgarisches Nationales Fernsehen, Wikipedia Petrohan-Pass
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