Schweizer Polizei leitet Strafverfahren nach tödlichem Barbrand ein

Schweizer Polizei leitet Strafverfahren gegen Eigentümer der Bar Le Constellation nach Brand mit 40 Toten und 119 Verletzten ein. Den Eigentümern drohen Anklagen wegen fahrlässiger Tötung und Fahrlässigkeit.

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Schweizer Behörden leiten Strafverfahren nach Neujahrstragödie ein

Die Schweizer Polizei hat ein Strafverfahren gegen die beiden Eigentümer der Bar Le Constellation in Crans-Montana eröffnet, wo ein verheerender Brand während der Neujahrsfeier mindestens 40 Menschen das Leben kostete und 119 weitere verletzte. Den Eigentümern drohen Anklagen wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung und fahrlässiger Brandstiftung nach dem, was die Behörden als eine der schlimmsten Tragödien in der Schweiz seit Jahrzehnten bezeichnen.

Die Ermittlungen und Anklagen

Die Polizei des Kantons Wallis bestätigte, dass sie ein Strafverfahren gegen die Betreiber der Bar eröffnet hat, wobei die Staatsanwaltschaft untersucht, ob der Betrieb den Sicherheitsvorschriften entsprach. 'Die beiden werden verdächtigt, fahrlässige Tötung, fahrlässige Körperverletzung und fahrlässige Brandstiftung begangen zu haben,' erklärte die Polizei in ihrer offiziellen Mitteilung. Die Ermittlungen konzentrieren sich auf mehrere Faktoren, darunter Brandschutzvorschriften, das Vorhandensein von Feuerlöschern, Fluchtwege und ob die maximal zulässige Besucherzahl überschritten wurde.

Laut Polizeidokumenten begannen die Ermittlungen unmittelbar nach dem Löschen des Brandes. Forensische Teams untersuchen das Gebäude, um die genaue Ursache festzustellen und ob Sicherheitsvorschriften verletzt wurden. 'Wir untersuchen jeden Aspekt dieser Tragödie, um Gerechtigkeit zu gewährleisten,' sagte ein Polizeisprecher, der aufgrund der laufenden Ermittlungen anonym bleiben wollte.

Das tragische Ereignis

Der Brand brach gegen 01:30 Uhr am 1. Januar 2026 im Keller der Bar Le Constellation im beliebten Skigebiet Crans-Montana aus. Überwachungsaufnahmen zeigen die wahrscheinliche Zündquelle: Feiernde, die Champagnerflaschen mit Eisbrunnen hielten, die zu nah an Deckenmaterialien kamen, die daraufhin Feuer fingen. Das Feuer entwickelte sich fast augenblicklich zu einer Feuersbrunst, wobei nur eine Treppe als Fluchtweg diente.

Rettungsdienste entsandten 150 Einsatzkräfte, 10 Hubschrauber und 40 Krankenwagen an den Unfallort, doch die schnelle Ausbreitung der Flammen machte Rettungsaktionen extrem schwierig. Der Wikipedia-Artikel zur Tragödie erwähnt, dass sich das Feuer durch ein Flashover-Phänomen und brennbares Akustikschaum schnell ausbreitete, wodurch der Raum innerhalb von Sekunden in Flammen stand.

Opferidentifizierung und internationale Reaktion

Die Polizei hat die ersten vier Opfer identifiziert: vier Schweizer Teenager, darunter eine 21-jährige Frau, ein 16-jähriges Mädchen und zwei Jungen im Alter von 18 und 16 Jahren. 'Wir haben die Leichen mit tiefstem Respekt und Mitgefühl ihren Familien übergeben,' erklärten die Behörden in ihrer offiziellen Erklärung.

Von den 119 Verletzten werden fünfzig in spezialisierte Verbrennungszentren in Nachbarländern zur Behandlung verlegt. Die Verletzten umfassen Bürger aus mindestens neun Ländern: 71 Schweizer Bürger, 14 Franzosen, 11 Italiener, 4 Serben und jeweils eine Person aus Bosnien, Belgien, Luxemburg, Polen und Portugal. Die Nationalität von 14 weiteren Personen ist noch unbekannt.

Die Identifizierung der übrigen Opfer ist aufgrund der Schwere der Verbrennungen eine Herausforderung. 'Die Identifizierung kann länger dauern, da viele Opfer vollständig verbrannt sind,' erklärte die Polizei und wies darauf hin, dass DNA- und Zahnuntersuchungen zur Identifizierung der Verstorbenen eingesetzt werden.

Weitreichende Implikationen und Sicherheitsbedenken

Die Tragödie hat landesweite Diskussionen über Brandschutzvorschriften in Schweizer Vergnügungsstätten ausgelöst. Crans-Montana, ein beliebtes Skigebiet im Kanton Wallis, zieht jährlich Tausende internationale Touristen an, insbesondere während der Feiertage.

Der Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin äußerte tiefe Bestürzung und bezeichnete die Feier, die sich in eine Tragödie verwandelte, als 'eine der schlimmsten in der jüngeren Geschichte unseres Landes.' Der Vorfall hat zu Forderungen nach strengerer Durchsetzung von Brandschutzvorschriften und regelmäßigen Inspektionen von Vergnügungsstätten in der gesamten Schweiz geführt.

Während die Ermittlungen andauern, haben die Behörden gewarnt, dass möglicherweise zusätzliche Anklagen erhoben werden, sobald weitere Beweise vorliegen. Der Fall wird voraussichtlich wichtige Präzedenzfälle für die Haftung von Unternehmern in der Schweiz in Bezug auf öffentliche Sicherheitspflichten schaffen.

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