Am Freitag starben zwei Menschen bei einem Flugzeugabsturz in Kroatien, als ein kleines Ultraleichtflugzeug im zerklüfteten Velebit-Gebirge nahe Zadar abstürzte, wie die kroatische Polizei mitteilte. Das Flugzeug war von Tschechien in die Küstenstadt Zadar unterwegs, als die Flugverkehrskontrolle gegen 16:14 Uhr Ortszeit den Radarkontakt verlor.
Was geschah beim Flugzeugabsturz in Kroatien?
Das Ultraleicht-Motorsegelflugzeug mit dem Kennzeichen D-KWZE startete in Tschechien und war auf dem Weg nach Zadar, einem beliebten Adria-Ziel. Die kroatische Flugsicherung Croatia Control meldete den Verlust des Signals nordöstlich von Zadar im Bereich des Nationalparks Paklenica. Die Absturzstelle liegt etwa 60 Kilometer nordöstlich der Küstenstadt in bergigem und dicht bewaldetem, schwer zugänglichem Gelände.
Das Gebiet um den Nationalpark Paklenica ist für steile Karstschluchten und anspruchsvolles Terrain bekannt, was die ersten Suchmaßnahmen erschwerte. Die örtliche Polizei bestätigte, dass am späten Freitagabend zwei Leichen neben dem Wrack gefunden wurden.
Such- und Rettungsaktion
Nachdem das Radarsignal verschwunden war, leiteten die Behörden eine großangelegte Such- und Rettungsaktion ein, an der Polizei, Feuerwehr und der Kroatische Bergrettungsdienst beteiligt waren. Teams setzten Drohnen ein, um die unzugänglichen Hänge abzusuchen, doch schlechtes Wetter verzögerte zunächst den Fortschritt.
Zeitlicher Ablauf des Flugzeugabsturzes in Kroatien
- 16:14 Uhr – Die Flugverkehrskontrolle verliert den Kontakt zu dem Ultraleichtflugzeug.
- Früher Abend – Polizei, Feuerwehr und Bergretter beginnen die Suche im Gebiet Paklenica.
- Gegen 22:00 Uhr – Retter orten das Wrack und zwei Leichen im Velebit-Gebirge.
- Samstagmorgen – Eine offizielle Untersuchung vor Ort soll beginnen.
„Der Fundort wurde für eine Untersuchung der Umstände des Vorfalls gesichert“, teilte die Polizei mit.
Opfer und Flugzeugdetails
Die Behörden haben die Nationalitäten oder Identitäten der beiden Opfer noch nicht veröffentlicht. Das tschechische Außenministerium erklärte Berichten zufolge, dass es sich bei den Verstorbenen nicht um tschechische Staatsbürger handelte. Das Flugzeug, ein zweisitziger Motorsegler Diamond HK36 Super Dimona, war in Deutschland registriert, obwohl es in Tschechien gestartet war.
Dieser Vorfall folgt auf eine Reihe von Abstürzen von Kleinflugzeugen in Europa in diesem Sommer und wirft erneut Fragen zur Sicherheit von Ultraleichtflugzeugen in Bergregionen auf.
Ermittlungen laufen
Die Ermittler werden voraussichtlich das Wrack, die Wetterbedingungen und die Flugdaten untersuchen, um die Absturzursache zu ermitteln. Erste Berichte deuten darauf hin, dass das Flugzeug möglicherweise auf schwierige Flugbedingungen in der Nähe des Velebit-Gebirges stieß, doch eine offizielle Ursache wurde noch nicht festgestellt.
Luftfahrtexperten weisen darauf hin, dass die Sicherheitsvorschriften für Ultraleichtflugzeuge in Europa unterschiedlich sind und Vorfälle in abgelegenem Gelände oft umfangreiche Bergungsarbeiten erfordern. Die kroatische Direktion für Katastrophenschutz koordinierte den Einsatz mit Unterstützung der örtlichen Rettungsdienste.
Häufig gestellte Fragen
Wo geschah der Flugzeugabsturz in Kroatien?
Das Ultraleichtflugzeug stürzte im Nationalpark Paklenica im Velebit-Gebirge ab, etwa 60 Kilometer nordöstlich von Zadar, Kroatien.
Wie viele Menschen starben bei dem Absturz?
Zwei Menschen an Bord kamen ums Leben. Ihre Identitäten und Nationalitäten wurden offiziell noch nicht bekannt gegeben.
Welcher Flugzeugtyp war beteiligt?
Das Flugzeug war ein zweisitziger Motorsegler Diamond HK36 Super Dimona, registriert in Deutschland als D-KWZE.
Wann beginnt die Untersuchung?
Eine Untersuchung vor Ort sollte laut kroatischer Polizei am Samstagmorgen beginnen.
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