El Niño 2026: Rotes Kreuz warnt vor Nahrungsmittelkrise

El Niño 2026: Rotes Kreuz warnt vor schweren Nahrungsmittelknappheiten. NOAA: 63% Chance auf historisches Ereignis. Hilfsgüter bereits vorpositioniert.

El Niño 2026: Rotes Kreuz warnt vor Nahrungsmittelkrise
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Rotes Kreuz warnt: El Niño bedroht Nahrungsmittel- und Wasserversorgung global

Das Internationale Rote Kreuz hat vor den schweren Folgen des El Niño 2026 gewarnt, der in mehreren gefährdeten Regionen zu akuten Nahrungsmittel- und Wasserknappheiten führen könnte. Die Organisation lagert bereits Notvorräte in Risikogebieten in Afrika, dem Nahen Osten und Asien ein. Laut NOAA besteht eine 63%ige Wahrscheinlichkeit eines historisch starken Ereignisses, das Dürren, Überschwemmungen und Hitzewellen verschärfen wird. Die Gemeinsame Forschungsstelle (JRC) der EU bezeichnet es als „potenziell historisch".

Was ist El Niño?

El Niño ist ein Klimaphänomen mit überdurchschnittlichen Meeresoberflächentemperaturen im tropischen Pazifik, das alle zwei bis sieben Jahre auftritt und globale Wetterextreme verstärkt. Das aktuelle Ereignis folgt auf eine La-Niña-Phase Anfang 2026. Die Auswirkungen des Klimawandels auf extreme Wetterereignisse verschlimmern die Risiken zusätzlich.

Gefährdete Regionen

Afrika

Im Sudan, Südsudan und Somalia drohen Dürre und Überschwemmungen, die zu Ernteausfällen und Hungersnöten führen könnten. Der Tschad und Zentralafrika sind weitere Brennpunkte. Besonders betroffen sind bereits vertriebene Familien.

Asien und Naher Osten

Bangladesch ist von Dürre und Fluten bedroht, während der Nahe Osten unter Wasserknappheit leiden wird. Die ohnehin hohen Lebensmittelpreise könnten weiter steigen.

Lateinamerika

Ecuador, Venezuela und Haiti sind ebenfalls stark gefährdet. Die Meeresoberflächentemperatur im Pazifik könnte um über 3 °C steigen, was Rekordhitze bedeutet.

Maßnahmen des Roten Kreuzes

Harm Goossens vom Niederländischen Roten Kreuz betonte: „Extremwetter trifft die Ärmsten am härtesten. Familien in Lagern oder mit ohnehin knappen Ressourcen werden dreifach getroffen." Die Organisation positioniert Nahrungsmittel, Wasser und dürreresistente Samen vor, unterstützt bei frühen Ernten und verteilt Finanzmittel. Frühzeitiges Handeln ist effektiver und kosteneffizienter.

Die Rolle von Frühwarnsystemen in der Katastrophenvorsorge wird immer wichtiger, da extreme Wetterereignisse häufiger werden.

Globale Auswirkungen

Die JRC warnt vor steigenden Lebensmittelpreisen, insbesondere bei Hartweizen, und Störungen der Lieferketten. Die Schnittstelle zwischen Klimaschocks und konfliktbedingter Ernährungsunsicherheit ist besorgniserregend. NOAA und WMO rufen zu erhöhter Vorsorge auf.

Häufig gestellte Fragen

Was ist El Niño?

El Niño ist die warme Phase der ENSO mit überdurchschnittlichen Meeresoberflächentemperaturen im Pazifik, die globale Wettermuster stört und oft Dürren oder Überschwemmungen verursacht.

Wie lange dauert der El Niño 2026?

Voraussichtlich 9–12 Monate, mit Höhepunkt Ende 2026, und könnte bis Anfang 2027 anhalten.

Welche Länder sind am stärksten betroffen?

Sudan, Südsudan, Somalia, Äthiopien, Tschad, Bangladesch, Haiti, Ecuador, Venezuela sowie Teile Zentralamerikas und des Nahen Ostens.

Wie hängt der Klimawandel mit El Niño zusammen?

Der Klimawandel verstärkt die Effekte von El Niño, indem er Hitzewellen, Dürren und Niederschläge intensiviert.

Was kann zur Vorbereitung getan werden?

Frühwarnsysteme, Vorpositionierung von Hilfsgütern, dürreresistente Samen, antizipative Geldtransfers und Stärkung der Wasserspeicher sind entscheidend.

Quellen

Informationen von Rotem Kreuz, NOAA, JRC, WMO und Tufts University. Siehe NOAA-Ankündigung und JRC-Analyse.

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