Neue Studie zeigt Mikroplastik in fast allen Leitungswasserproben
Eine umfassende Metaanalyse von 43 Studien hat ergeben, dass Mikroplastik weltweit im Leitungswasser vorhanden ist, mit einer durchschnittlichen Konzentration von fast 57 Partikeln pro Liter. Die Ergebnisse, veröffentlicht in einem systematischen Review aus dem Jahr 2025, zeigen, dass Fasern und Fragmente die häufigsten Formen sind, während Polyethylen, Polyethylenterephthalat und Polypropylen die dominierenden Polymerarten sind.
Gesundheitsbedenken und regulatorische Lücken
Trotz zunehmender Beweise für die Verschmutzung bleiben Mikroplastikpartikel auf Bundesebene in den Vereinigten Staaten unreguliert. 'Wir trinken jeden Tag Plastik, und wir wissen nicht einmal, was die langfristigen gesundheitlichen Auswirkungen sein könnten,' sagt Dr. Sarah Chen, eine Umweltgesundheitsforscherin an der Johns Hopkins University. Der umfassende Bericht der Weltgesundheitsorganisation über Mikroplastik in Trinkwasser erkennt potenzielle Gesundheitsrisiken an, fordert aber weitere Forschung, um definitive Zusammenhänge herzustellen.
Ein besonders besorgniserregender Befund stammt aus einer PLOS-Wasser-Studie, die zeigt, dass 98 % der Mikroplastikpartikel im Trinkwasser kleiner als 20 Mikrometer sind, wobei 94 % kleiner als 10 Mikrometer sind. Diese kleinen Partikel können möglicherweise durch die Darmwand in den Blutkreislauf und die Organe gelangen.
Filter-Upgrades zeigen Potenzial
Wasseraufbereitungsanlagen zeigen bemerkenswerte Wirksamkeit bei der Entfernung von Mikroplastik. Eine Studie aus dem Jahr 2025 zum Amsterdamer Trinkwassersystem zeigte eine Entfernungseffizienz von 97–98 %, wobei die Konzentrationen von etwa 50 µg/L im Rohwasser auf nur 0,21 µg/L im häuslichen Leitungswasser reduziert wurden. 'Unsere Aufbereitungsprozesse funktionieren gut für Mikroplastik, aber wir müssen uns weiter verbessern, je mehr wir über kleinere Partikel lernen,' bemerkt Wasseraufbereitungsingenieur Mark van der Berg.
Fortschrittliche Filtertechnologien entstehen als Lösungen. Membranfiltration, magnetische Trennung und elektrochemische Methoden zeigen besonderes Potenzial, obwohl die Kosten eine Barriere für die breite Umsetzung bleiben. Ein umfassender Technologiereview betont, dass die Integration mehrerer Ansätze die besten Ergebnisse für eine umfassende Mikroplastikentfernung bieten kann.
Überwachungspläne und regulatorische Maßnahmen
In einer bedeutenden Entwicklung haben sieben US-Gouverneure unter der Führung von Gouverneur Murphy die EPA aufgefordert, Mikroplastik in die nächste Unregulated Contaminant Monitoring Rule gemäß dem Safe Drinking Water Act aufzunehmen. Dies würde eine landesweite Überwachung einleiten, einen entscheidenden Schritt hin zu einer möglichen Regulierung.
Auf Bundesebene weist der zweigleisige Microplastics Safety Act (H.R. 4486) HHS und FDA an, die Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit zu untersuchen, während der Plastic Health Research Act (H.R. 4903) von 2026 bis 2030 10 Millionen US-Dollar pro Jahr für Forschungsprogramme sucht. 'Dies ist der Beginn einer ernsthaften regulatorischen Aufmerksamkeit für Mikroplastik in unserer Wasserversorgung,' sagt Umweltpolitikanalyst James Wilson.
Praktische Leitlinien für Verbraucher
Für besorgte Verbraucher können verschiedene Filteroptionen die Exposition gegenüber Mikroplastik verringern. Aktivkohlefilter, Umkehrosmosesysteme und bestimmte Keramikfilter haben Wirksamkeit gezeigt. Die technischen Leitlinien der EPA zur Mikroplastik-Überwachung bieten einen Rahmen zum Verständnis des Problems, obwohl Verbraucher nach Filtern suchen sollten, die nach NSF/ANSI-Normen für Schadstoffreduzierung zertifiziert sind.
Experten raten zu regelmäßiger Wartung von Hausfiltersystemen und dazu, über lokale Wasserqualitätsberichte auf dem Laufenden zu bleiben. 'Obwohl die Gesundheitsrisiken nicht vollständig verstanden sind, ist es sinnvoll, die Exposition wo möglich zu reduzieren,' rät die öffentliche Gesundheitsspezialistin Dr. Elena Rodriguez.
Die wachsende Menge an Forschungsergebnissen unterstreicht die Notwendigkeit standardisierter Überwachungsprotokolle, verbesserter Aufbereitungstechnologien und umfassender regulatorischer Rahmenbedingungen, um diese aufkommende Umwelt- und Gesundheitsherausforderung anzugehen.
Nederlands
English
Deutsch
Français
Español
Português