Neue Recyclinganlagen für E-Auto-Batterien im Bau

Neue Recyclinganlagen für E-Auto-Batterien gewinnen Materialien zurück und reduzieren Abfälle. Europas größte Anlage in Norwegen verarbeitet jährlich 25.000 Batterien, während US-Projekte Verzögerungen haben.

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Revolution der Nachhaltigkeit von Elektrofahrzeugen

Große Recyclinganlagen für Elektroauto-Batterien entstehen derzeit in Europa und Nordamerika. Diese Anlagen sollen die wachsende Herausforderung von Batterieabfällen bewältigen und gleichzeitig wertvolle Materialien zurückgewinnen. Die Hydrovolt-Anlage in Norwegen - Europas größte Recyclinganlage für E-Auto-Batterien - nahm 2022 den Betrieb auf und kann jährlich 12.000 Tonnen Batteriepacks verarbeiten, was etwa 25.000 E-Auto-Batterien entspricht.

So funktioniert der Recyclingprozess

In Anlagen wie Hydrovolt durchlaufen Batterien einen vollautomatisierten Prozess, der bis zu 95% der Materialien zurückgewinnt. Dazu gehören Kunststoffe, Kupfer, Aluminium und Schwarzmasse - ein Pulver, das Nickel, Mangan, Kobalt und Lithium enthält. Das Aluminium wird über das Produktionsnetzwerk von Hydro in neue Produkte eingebracht, während Schwarzmasse an Partner wie Northvolt zur Weiterverarbeitung geht. Fortschrittliche Staubsammelsysteme fangen Materialien auf, die normalerweise beim mechanischen Recycling verloren gehen.

Expansionspläne und Herausforderungen

Hydrovolt strebt an, bis 2025 70.000 Tonnen und bis 2030 300.000 Tonnen Batteriepacks zu verarbeiten. Projekte in den USA verzeichnen jedoch Verzögerungen. Die 3,5-Milliarden-Dollar-Recyclinganlage von Redwood Materials in South Carolina geriet in Verzug und verfehlte ihr Betriebsziel Ende 2024. Die Einstellung von Produktionspersonal wird nun für Anfang 2025 erwartet.

Auswirkungen politischer Maßnahmen

Die Branche sieht sich mit Gegenwind durch politische Veränderungen konfrontiert. Die derzeitige US-Regierung hat die Finanzierung von EV-Infrastrukturprogrammen ausgesetzt, wodurch 70 Millionen Dollar für South Carolina ungenutzt blieben. Der Batteriehersteller AESC kürzte kürzlich eine geplante Erweiterung in South Carolina, was den Bundesstaat veranlasste, 111 Millionen Dollar an Fördergeldern zurückzuziehen.

Warum Recycling wichtig ist

Da E-Fahrzeuge bis 2040 den Autoverkehr dominieren sollen, adressiert Recycling kritische Umweltbedenken:

  • Verhindert, dass giftige Chemikalien aus Batterien auf Deponien gelangen
  • Reduziert den Bergbaubedarf für Rohmaterialien
  • Senkt den CO2-Fußabdruck um bis zu 70% im Vergleich zur Neuproduktion
  • Erfüllt kommende EU-Recyclingvorschriften für Batterien

Wie Emma Nehrenheim von Northvolt erklärt: "Recycling ermöglicht nachhaltige Langzeitnutzung von Li-Ionen-Technologie, indem abgebaute Materialien durch recycelte ersetzt werden."

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