Französischer Staat bietet auf angeschlagenes IT-Unternehmen Atos

Die französische Regierung hat 410 Millionen Euro für die fortschrittliche Computerabteilung von Atos geboten, die als strategisch wichtig für die nationale Sicherheit gilt. Der Deal, der bald abgeschlossen werden soll, betrifft etwa 2.500 Mitarbeiter und soll das finanziell angeschlagene IT-Unternehmen stabilisieren.

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Das finanzschwache französische IT-Unternehmen Atos hat ein Angebot von 410 Millionen Euro von der französischen Regierung für seine fortschrittlichen Computeraktivitäten erhalten. Diese Aktivitäten werden als von nationaler strategischer Bedeutung angesehen, insbesondere wegen ihrer Nutzung in der Nuklearindustrie. Die Verhandlungen zwischen Atos und der Regierung laufen seit November über diese Supercomputing-Aktivitäten. Atos hofft, den Verkaufsvertrag in den kommenden Wochen abzuschließen, mit einer Fertigstellung im nächsten Jahr.

Finanzminister Eric Lombard bezeichnete den Schritt als bedeutend und erklärte: 'Es ist die Verantwortung des Staates, wenn nötig, die strategisch wichtigsten industriellen Kapazitäten zu erhalten und weiterzuentwickeln.' Er hofft, dass die Transaktion schnell abgeschlossen werden kann, um 'die Zukunft dieser entscheidenden Aktivitäten für Frankreich zu sichern'.

In dieser Abteilung arbeiten etwa 2.500 Mitarbeiter, hauptsächlich in Frankreich. Die Technologie wird nicht nur im Nuklearsektor und für das französische Atomwaffenarsenal eingesetzt, sondern auch für wichtige industrielle Anwendungen. Atos erwartet, dass die Abteilung in diesem Jahr einen Umsatz von etwa 800 Millionen Euro erwirtschaften wird.

Atos hatte in den letzten Jahren mit einer hohen Verschuldung zu kämpfen, was zu Vereinbarungen führte, bei denen Gläubiger Eigentümer des Unternehmens wurden. Kürzlich kündigte Atos auch Stellenstreichungen an, um Kosten zu senken. Das Unternehmen, das auch in den Niederlanden tätig ist, beschäftigt derzeit etwa 74.000 Mitarbeiter.

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