Japan versfünffacht Visagebühren: Erste Erhöhung seit 1978

Japan versfünffacht die Visagebühren ab 1. Juli 2026 – erste Erhöhung seit 1978. Einreisevisum kostet ¥15.000 (€80). Rekordtourismus 42,7 Mio. Besucher 2025. Erfahren Sie mehr.

Japan versfünffacht Visagebühren: Erste Erhöhung seit 1978
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Japan versfünffacht Visagebühren ab Juli 2026

Japan hat eine drastische Fünffachung der Visagebühren angekündigt – die erste Anpassung seit 1978. Ab 1. Juli 2026 kosten Einreisevisa 15.000 Yen (ca. €80) statt 3.000 Yen, Mehrfachvisa 30.000 Yen (ca. €160) statt 6.000 Yen. Die Regierung beendet damit einen Preisstopp von fast 50 Jahren.

Hintergrund und Gründe

Außenminister Toshimitsu Motegi nannte anhaltende Inflation und die starke Abwertung des Yen als Hauptgründe. Die Gebühren sollen an andere G7-Staaten angeglichen werden. Der Japan-Tourismusboom 2025 brachte mit 42,7 Millionen Besuchern einen Rekord. Die Regierung erwartet keine negativen Auswirkungen auf den Tourismus. Zum Vergleich: Ein Schengen-Visum kostet etwa €80, US-Visa zwischen $185 und $315.

Einwanderungsreform und Aufenthaltsgebühren

Die Visagebührenerhöhung ist Teil einer umfassenden Reform. Die Obergrenze für Daueraufenthaltsanträge wurde von 10.000 auf 300.000 Yen (30-fach) erhöht, für Verlängerungen von 6.000 auf 100.000 Yen. Diese Änderungen wurden im Mai 2026 vom japanischen Parlament verabschiedet. Japans ausländische Wohnbevölkerung erreichte Ende 2025 mit über 4 Millionen einen Rekord. Die zusätzlichen Einnahmen sollen in Sprachprogramme, Maßnahmen gegen illegale Überzieher und die Modernisierung der Antragsinfrastruktur fließen. Siehe auch globale Einwanderungsgebührentrends.

Auswirkungen auf Tourismus und Reisende

Japan erwartet trotz der Erhöhung keine Einbußen. 2025 gaben 42,7 Millionen ausländische Besucher rekordverdächtige ¥9,5 Billionen (ca. €56 Mrd.) aus, begünstigt durch den schwachen Yen. Die meisten Besucher kamen aus Südkorea (9,5 Mio.), China (9,1 Mio.), Taiwan (6,8 Mio.) und den USA (3,3 Mio.). Das eVISA-System ist bereits in Betrieb. Das geplante JESTA-System für visumfreie Reisende soll ab 2028 kommen und könnte eine Gebühr von etwa ¥6.000 erheben. Die neuen Visagebühren gelten für Anträge ab 1. Juli 2026. Visumfreie Reisende (USA, EU, Australien etc.) benötigen kein Touristenvisum und sind von dieser Erhöhung nicht betroffen, aber möglicherweise später von JESTA. Für Langzeitaufenthalte sind die Gebührenänderungen bedeutend: die Erhöhung der Daueraufenthaltskosten in Japan könnte langfristige Niederlassungen erheblich verteuern.

FAQ: Japans Visagebührenerhöhung

Wann treten die neuen Gebühren in Kraft?

Für Anträge ab 1. Juli 2026.

Wie viel kostet ein Einreisevisum?

15.000 Yen (ca. €80 oder $93).

Sind visumfreie Reisende betroffen?

Nein, aber das JESTA-System (ab 2028) könnte neue Gebühren einführen.

Warum erhöht Japan die Gebühren jetzt?

Die Gebühren waren seit 1978 unverändert. Inflation, Yen-Schwäche und steigende Verwaltungskosten machten die Anpassung nötig.

Wird die Erhöhung den Tourismus beeinträchtigen?

Die Regierung erwartet keine negativen Auswirkungen. Rekordzahlen 2025 und der schwache Yen stützen die Nachfrage.

Quellen

Informationen basieren auf offiziellen japanischen Regierungsankündigungen sowie Berichten von VisasNews, The Japan Times, Nippon.com und der Yolo Japan Einwanderungsrechtsanalyse.

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