Ehemaliger kolumbianischer Präsident Uribe wegen Zeugenbeeinflussung verurteilt

Ehemaliger Präsident Álvaro Uribe wegen Zeugenbeeinflussung und Bestechung verurteilt. Das Urteil folgt auf 13-jährigen Rechtsstreit und vertieft politische Spaltungen. Uribe riskiert 12 Jahre Haft und legt Berufung ein.

Ehemaliger kolumbianischer Präsident Uribe wegen Zeugenbeeinflussung verurteilt
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Historisches Urteil Gegen Ex-Präsidenten

Der ehemalige kolumbianische Präsident Álvaro Uribe ist wegen Zeugenbeeinflussung und Bestechung schuldig gesprochen worden. Richterin Sandra Liliana Heredia verkündete das Urteil nach Beweisen, dass Uribe mit Anwälten konspiriert hatte, um Aussagen dreier ehemaliger Paramilitärs zu beeinflussen. Diese Personen hatten Aussagen gegenüber dem linken Senator Iván Cepeda gemacht, der Uribes mutmaßliche Verbindungen zu paramilitärischen Gruppen untersuchte.

Ursprünge des Falls

Das Verfahren begann 2012, als Uribe eine Verleumdungsklage gegen Cepeda einreichte. Der Oberste Gerichtshof wies die Anklage 2018 ab und leitete stattdessen eine Untersuchung gegen Uribe ein. Das Gericht stellte fest, dass Uribe über Mittelsmänner Zeugenaussagen manipulieren wollte.

Politische Folgen und Reaktionen

Der 73-jährige Uribe (Präsident 2002-2010) will Berufung einlegen. Seine Abwesenheit bei der Urteilsverkündung verhinderte keine Zusammenstöße zwischen Anhängern und Gegnern. Uribe drohen bis zu 12 Jahre Haft, wobei die Strafhöhe separat festgelegt wird.

Gespaltenes Erbe

Uribe bleibt eine polarisierende Figur in der kolumbianischen Politik. Unterstützer loben seinen Kampf gegen Drogenkartelle und Wirtschaftswachstum, während Kritiker ihn mit Menschenrechtsverletzungen verbinden. Seine Regierung erhielt bedeutende US-Hilfe durch die 2,8-Milliarden-Dollar-Initiative "Plan Colombia".

Internationale Reaktionen

US-Außenminister Marco Rubio verurteilte das Urteil als politisch motiviert. Der Fall unterstreicht anhaltende Spannungen im kolumbianischen Justizsystem, während sich das Land auf Wahlen 2026 vorbereitet - begleitet von zunehmender politischer Gewalt, darunter das Attentat auf Uribes Schützling Senator Miguel Uribe Turbay.

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