Seltene Berggorilla-Zwillinge im Virunga-Nationalpark in der DR Kongo geboren, ein Meilenstein für den Artenschutz der bedrohten Art mit weniger als 1.100 verbliebenen Tieren. Mutter Mafuko, 22, verlor bereits 2016 Zwillinge.
Erfolg für den Artenschutz im Virunga-Nationalpark
In einem bemerkenswerten Erfolg für den Artenschutz sind im Virunga-Nationalpark in der Demokratischen Republik Kongo seltene Berggorilla-Zwillinge geboren worden. Die Zwillingsmännchen wurden am 3. Januar 2026 entdeckt. Sie stammen von der 22-jährigen Gorilladame Mafuko ab, die zur Bageni-Familiengruppe gehört. Dieses Ereignis stellt einen wichtigen Meilenstein für die vom Aussterben bedrohte Berggorilla-Art dar, von der in freier Wildbahn weniger als 1.100 Individuen übrig sind.
Eine seltene und herausfordernde Geburt
Zwillingsgeburten bei Berggorillas sind äußerst selten und kommen nur bei etwa 1-2 % der Geburten vor. 'Die Aufzucht von Gorilla-Zwillingen kann extrem herausfordernd sein, besonders in den ersten Monaten, wenn die Jungen vollständig von ihrer Mutter für Nahrung und Transport abhängig sind,' erklärte ein Park-Sprecher in einer offiziellen Stellungnahme. Mafuko hat bereits eine Tragödie mit Zwillingen erlebt – sie brachte 2016 ein anderes Zwillingspaar zur Welt, das nur eine Woche nach der Geburt starb. Dies macht diese erfolgreiche Geburt für Naturschützer noch bedeutsamer.
Virungas Erbe im Artenschutz
Der 1925 gegründete Virunga-Nationalpark ist der älteste Nationalpark Afrikas und eine UNESCO-Welterbestätte. Der Park wurde ursprünglich zum Schutz der Berggorillas gegründet und spielt seit einem Jahrhundert eine entscheidende Rolle bei ihrer Erhaltung. Laut Wikipedia erstreckt sich der Park über etwa 7.800 Quadratkilometer und beherbergt mehr als 3.000 Tier- und Pflanzenarten, darunter den stark gefährdeten Östlichen Gorilla.
Bedrohungen und Herausforderungen
Trotz dieser erfreulichen Nachricht stehen Berggorillas in der Region erheblichen Bedrohungen gegenüber. Teile des Virunga-Nationalparks stehen weiterhin unter Rebellenkontrolle, und anhaltende Konflikte haben den Lebensraum der Gorillas verkleinert. 'Die Sicherheitslage im Osten des Kongos bleibt prekär, aber unsere Parkranger setzen ihre lebenswichtige Arbeit zum Schutz dieser majestätischen Wesen fort,' bemerkte ein Artenschutzexperte, der mit der Region vertraut ist. Der Park hat seit 1996 mehr als 200 Ranger im Dienst verloren, was die gefährlichen Bedingungen unterstreicht, unter denen der Artenschutz weitergeht.
Populationserholung und Hoffnung
Die Berggorilla-Populationen haben in den letzten Jahren eine bemerkenswerte Erholung gezeigt. Von einem Tiefstand von etwa 250 Individuen in den 1980er Jahren ist ihre Zahl laut Artenschutzdaten von African Gorilla auf etwa 1.063 im Jahr 2026 gestiegen. Dies stellt einen Anstieg von 26,3 % seit 2018 dar, wobei die Internationale Union für die Bewahrung der Natur (IUCN) ihren Status 2018 von 'vom Aussterben bedroht' auf 'stark gefährdet' hochgestuft hat.
Überwachung und Schutzbemühungen
Die Parkbehörden haben verbesserte Überwachungsprotokolle für Mafuko und ihre Zwillinge eingeführt. 'Wir werden die Mutter und ihre Neugeborenen in den kommenden Monaten genau beobachten, um sicherzustellen, dass beide Jungen überleben,' erklärte ein Vertreter des Virunga-Nationalparks. Die Bageni-Familie, zu der Mafuko gehört, zählt nun 59 Individuen, was sie zur größten Gorillafamilie im Park und zu einer der größten in Afrika macht.
Globale Bedeutung
Diese Geburt hat internationale Aufmerksamkeit erregt, wobei Artenschutzorganisationen weltweit die Nachricht feiern. CNN berichtete, dass die Zwillinge Hoffnung für die anhaltende Erholung der Art darstellen. Berggorillas kommen nur im Virunga-Massiv vor, das sich über Ruanda, Uganda und die Demokratische Republik Kongo erstreckt, sowie im Bwindi Impenetrable National Park in Uganda.
Die erfolgreiche Geburt dieser Zwillinge zeigt, dass Artenschutzbemühungen auch in schwierigen Umgebungen positive Ergebnisse bringen können. Wie ein Naturschützer anmerkte: 'Jede neue Gorillageburt ist ein Sieg, aber Zwillinge bedeuten doppelte Hoffnung für diese bedrohte Art.' Die Welt wird in den kommenden Monaten beobachten, wie Mafuko sich um ihre seltenen Zwillinge kümmert, in der Hoffnung, dass sie gedeihen und zum anhaltenden Erhalt ihrer Art beitragen werden.
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