Grenzspannungen zwischen Indien und Pakistan eskalieren durch Schusswechsel

Indien und Pakistan haben die Feindseligkeiten entlang der Kaschmir-Grenze nach einem Terroranschlag im April 2025 wiederaufgenommen. Die diplomatischen Beziehungen haben sich verschlechtert, mit Sanktionen und militärischen Angriffen. Ein Waffenstillstand wurde am 10. Mai verkündet, doch die Spannungen bleiben bestehen.

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Grenzspannungen zwischen Indien und Pakistan eskalieren durch Schusswechsel

Die langjährigen Spannungen zwischen Indien und Pakistan sind erneut aufgeflammt, mit eskalierenden Schusswechseln entlang der Line of Control (LoC) in der umstrittenen Region Kaschmir. Der jüngste Gewaltausbruch folgt auf einen Terroranschlag in Pahalgam am 22. April 2025, bei dem 25 indische Touristen getötet wurden. Die Widerstandsfront (TRF), eine mit dem pakistanischen Lashkar-e-Taiba verbundene militante Gruppe, übernahm zunächst die Verantwortung für den Anschlag, was die diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Atommächten weiter belastete.

Diplomatische Folgen

Indien reagierte auf den Anschlag mit der Aussetzung des Indus-Wasservertrags, der Ausweisung pakistanischer Diplomaten und der Rückholung seines eigenen diplomatischen Personals aus Pakistan. Die indische Regierung kündigte auch die Schließung des Attari–Wagah-Grenzübergangs an und verhängte ein Reiseverbot für pakistanische Staatsbürger. Pakistan seinerseits setzte das Shimla-Abkommen aus, sperrte seinen Luftraum für indische Flugzeuge und brach alle Handelsbeziehungen zu Indien ab.

Militärische Eskalation

Am 7. Mai 2025 startete Indien Raketenangriffe unter dem Codenamen "Operation Sindoor", die auf militante Lager in Pakistan abzielten. Pakistan reagierte mit Mörserangriffen auf den Bezirk Poonch in Jammu, was zu zivilen Opfern und erheblichen Infrastrukturschäden führte. Der Konflikt markierte den ersten Drohnenkampf zwischen den beiden Nationen, wobei sich beide Seiten gegenseitig der Verletzung eines am 10. Mai verkündeten Waffenstillstands beschuldigten.

Internationale Reaktionen

Die Vereinten Nationen riefen zu "maximaler Zurückhaltung" auf, während die USA ihre Reisewarnung für Jammu und Kaschmir auf Stufe 4 "Nicht reisen" aktualisierten. Iran bot sich als Vermittler an, und China forderte eine Deeskalation. Die Krise hat auch den regionalen Flugverkehr gestört, mit über 430 stornierten Flügen aufgrund von Luftraumsperrungen.

Waffenstillstand und Zukunftsperspektiven

Am 10. Mai wurde ein Waffenstillstand vereinbart, doch die Spannungen bleiben hoch. Der Konflikt unterstreicht die fragile Natur der Beziehungen zwischen Indien und Pakistan und die anhaltenden Herausforderungen bei der Lösung des Kaschmir-Konflikts. Analysten warnen, dass ohne anhaltende diplomatische Bemühungen die Region weitere Instabilität erwarten könnte.

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