Vier Festnahmen nach Moschee-Anschlag in Islamabad mit 32 Toten

Pakistanische Behörden haben vier Verdächtige, darunter den mutmaßlichen Anstifter, für den Moschee-Anschlag in Islamabad mit 32 Toten festgenommen. Der Islamische Staat übernahm die Verantwortung für den Angriff auf die schiitische Minderheit während des Freitagsgebets.

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Durchbruch bei Ermittlungen zu Moschee-Anschlag in Islamabad

Pakistanische Sicherheitskräfte haben einen wichtigen Durchbruch bei den Ermittlungen zum verheerenden Moschee-Anschlags in Islamabad erzielt, bei dem 32 Menschen getötet und 169 weitere verletzt wurden. Die Behörden haben vier Verdächtige festgenommen, darunter den mutmaßlichen Drahtzieher des Anschlags. Dieser wird als der tödlichste in der pakistanischen Hauptstadt seit 2008 beschrieben.

Details zu den Festnahmen

Die Festnahmen erfolgten nach einer intensiven Fahndung in den Städten Peshawar und Nowshera, westlich von Islamabad. Laut dem pakistanischen Innenminister Mohsin Naqvi ist der mutmaßliche Anstifter ein afghanischer Staatsangehöriger mit nachgewiesenen Verbindungen zur Terrororganisation Islamischer Staat (IS). 'Wir haben den Drahtzieher hinter diesem grausamen Anschlag gefasst,' erklärte Naqvi auf einer Pressekonferenz. 'Diese Person hat direkte Verbindungen zum Islamischen Staat und war entscheidend bei der Planung und Ausführung dieser Gräueltat.'

Der Anschlag und seine Folgen

Der Anschlag ereignete sich am 6. Februar 2026 während des Freitagsgebets in der Imam-Bargah-Qasr-e-Khadijatul-Kubra-Moschee, einem schiitischen Gebetshaus am Rande Islamabads. Zeugen beschrieben eine grausame Szene, bei der ein Angreifer zunächst das Feuer auf freiwillige Sicherheitskräfte eröffnete, bevor er in der überfüllten Moschee eine Sprengstoffweste zur Explosion brachte.

Die Regionalgruppe des Islamischen Staats übernahm schnell die Verantwortung für den Bombenanschlag und bezeichnete schiitische Muslime als 'legitime Ziele' und ein 'menschliches Reservoir' für Milizen, die gegen die Gruppe in Syrien kämpfen. Diese Rechtfertigung unterstreicht den sektiererischen Charakter der Gewalt, die sich gegen die pakistanische schiitische Minderheit richtet, die etwa 10-15% der Bevölkerung ausmacht.

Beerdigungszeremonien und öffentliche Reaktion

Am 7. Februar versammelten sich etwa 2.000 Trauernde in Islamabad zur Beerdigung mehrerer Opfer. Die Stimmung war schwer von Trauer und Wut. Ein Anwesender, der seinen 21-jährigen Neffen bei dem Anschlag verlor, äußerte seinen Schmerz gegenüber Reuters: 'Welche Sünde hat dieser junge Mann begangen, dass er einen so sinnlosen Tod sterben muss?'

Die Sicherheitsmaßnahmen in der gesamten Hauptstadt wurden erheblich verstärkt, mit Polizeikontrollen entlang aller wichtigen Straßen. Die Regierung hat versprochen, alle Täter vor Gericht zu bringen. Premierminister Shehbaz Sharif verurteilte den Anschlag als Verstoß gegen islamische Prinzipien.

Zunehmende Gewalt und regionale Spannungen

Dieser Anschlag erfolgt vor dem Hintergrund eskalierender Gewalt in ganz Pakistan und zunehmender Spannungen mit dem Nachbarland Afghanistan. Laut einer Analyse von Foreign Affairs erlebte Pakistan im Jahr 2025 sein tödlichstes Jahr seit einem Jahrzehnt, wobei die terroristische Gewalt dramatisch zugenommen hat, seit die Taliban 2021 in Afghanistan wieder an die Macht kamen.

Der Konflikt dreht sich um Vorwürfe Pakistans, Afghanistan beherberge Tehreek-e-Taliban Pakistan (TTP)-Kämpfer, die Angriffe von afghanischem Territorium aus starten. Dies führte zu pakistanischen Luftangriffen auf TTP-Ziele in Afghanistan und Vergeltungsangriffen der Taliban auf pakistanische Grenzposten.

Internationale Besorgnis

Der US-amerikanische Council on Foreign Relations hat Südasien in seinem 'Conflicts to Watch in 2026' Bericht als eines der gefährlichsten Konfliktgebiete der Welt identifiziert und warnt davor, dass Pakistans Konflikte mit Indien und Afghanistan zu bewaffneten Auseinandersetzungen eskalieren könnten.

Die internationale Gemeinschaft hat den Anschlag in Islamabad weithin verurteilt und zu mehr Zusammenarbeit bei der Bekämpfung des Terrorismus in der Region aufgerufen. Der Bombenanschlag hat ernste Bedenken hinsichtlich der Sicherheit in der pakistanischen Hauptstadt geweckt, die bisher im Vergleich zu anderen Regionen des Landes als relativ sicher galt.

Quellen

CBS News: Verdächtige mit IS-Verbindung für Moschee-Anschlag in Pakistan festgenommen

France 24: Islamischer Staat bekennt sich zu tödlichem Anschlag auf schiitische Moschee in Islamabad

Foreign Affairs: Afghanistan und Pakistan im Konflikt

Reuters: Explosion erschüttert schiitische Moschee in Islamabad

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