Italien warnt nach elf Lawinentoten in einer Woche

Italienische Bergrettungsdienste haben eine dringende Lawinenwarnung nach 11 Toten innerhalb einer Woche herausgegeben. Gefährliche Bedingungen durch frischen Schnee auf instabilen Schichten schaffen ein hohes Risiko, auch während der Vorbereitungen für die Winterspiele 2026. Die instabile Schneedecke betrifft den gesamten Alpenraum.

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Italienische Rettungsdienste geben dringende Lawinenwarnung heraus

Italienische Bergrettungsdienste haben eine dringende Warnung vor extrem hoher Lawinengefahr in den Alpen herausgegeben, nachdem innerhalb einer Woche elf Menschen in den Bergen ums Leben kamen. Die gefährlichen Bedingungen, verursacht durch frischen Schnee, der auf instabile alte Schneeschichten fällt, haben laut Rettern zu einem 'perfekten Sturm' an Lawinenrisiken im italienischen Gebirge geführt.

Tödliche Woche in den Bergen

Das letzte Opfer war ein 70-jähriger Wanderer, der tot bei Cortina d'Ampezzo aufgefunden wurde, einer Region, in der derzeit Veranstaltungen für die Milano Cortina 2026 Winterspiele stattfinden. Der tödlichste Tag war der Samstag, als vier Menschen bei verschiedenen Lawinenunfällen in den Regionen Valtellina und Trentino starben.

'Es gibt viele gefährliche Stellen, die vom Boden aus schwer zu erkennen sind,' sagte der CNSAS (Italienischer Nationaler Bergrettungsdienst) in einer Erklärung gegenüber der Nachrichtenagentur ANSA. 'Dadurch ist es selbst für erfahrene Wintersportler schwierig, wirklich sichere Abfahrts- oder Aufstiegsrouten zu finden.'

Instabile Schneeverhältnisse schaffen perfekten Sturm

Der Rettungsdienst erklärte, dass die derzeitigen gefährlichen Bedingungen dadurch entstehen, dass sich frischer Schnee auf älteren, instabilen Schneeschichten ansammelt. Dies schafft, was Lawinenexperten eine 'persistente Schwachschicht' nennen, die plötzlich nachgeben kann, wenn zusätzliches Gewicht hinzugefügt wird.

'Selbst die Bewegung eines einzelnen Skifahrers kann unter diesen Bedingungen eine Lawine auslösen,' warnte ein Sprecher des CNSAS. 'Die instabilen Schneeverhältnisse erstrecken sich über den größten Teil des Alpenraums von West nach Ost, was es selbst für erfahrene Skifahrer abseits der Pisten schwierig macht, sichere Routen zu identifizieren.'

Sicherheitsratschläge für Berggänger

Der Rettungsdienst rät Bergsteigern und Skifahrern, Lawinenbulletins sorgfältig zu studieren, konservative Routen zu planen und unpräparierte Gebiete mit Hängen steiler als 30 Grad zu meiden. Sie empfehlen auch, Standard-Lawinensicherheitsausrüstung mitzuführen, einschließlich LVS-Geräten (Lawinenverschüttetensuchgerät), Sonden und Schaufeln.

Die Warnung kommt während der Zeit der Milano Cortina Winterspiele, was Bedenken hinsichtlich der Sicherheit von Athleten und Zuschauern aufwirft, die die Bergregionen besuchen. Während Olympia-Standorte umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen haben, bleiben die umliegenden Backcountry-Gebiete extrem gefährlich.

Breitere Sicherheitsbedenken in den Alpen

Dies ist kein isolierter Vorfall in den Alpen. In den letzten Wochen gab es mehrere Lawinentote im gesamten Gebirge, darunter acht Skifahrer, die in Österreich starben, und zwei Tote in der Slowakei. Das Muster deutet auf weit verbreitete instabile Schneeverhältnisse hin, die den gesamten Alpenraum betreffen.

Bergsicherheitsexperten betonen, dass der Klimawandel möglicherweise zu unberechenbareren Schneebedingungen beiträgt, wobei wärmere Temperaturen variablere Schneeschichten schaffen, die das Lawinenrisiko erhöhen. Die Erwärmung kann zu häufigeren Tau- und Gefrierzyklen führen, die die Schneedecke schwächen. Dies stellt eine wachsende Herausforderung für die Vorhersage und das Management von Lawinengefahren dar, die traditionelle Erfahrungswerte und lokales Wissen zunehmend in Frage stellt. Die Sicherheitsbehörden in mehreren Alpenländern überprüfen derzeit ihre Warnsysteme und Schulungsprotokolle für Freerider und Tourengeher.

Quellen

Reuters: Italienische Bergretter drängen nach einer Reihe von Lawinentoten zur Vorsicht

U.S. News: Italienischer Bergrettungsdienst gibt dringende Warnung heraus

Global Banking & Finance: Warnung des italienischen Bergrettungsdienstes

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