Alle 40 Opfer des Crans-Montana-Barbrandes sind identifiziert, die Opfer waren zwischen 14 und 39 Jahre alt. Die Schweiz ruft einen nationalen Trauertag aus, während die Ermittlungen zu Sicherheitsverstößen weitergehen.
Identifikation abgeschlossen nach tragischem Brand in Schweizer Skigebiet
Die Schweizer Behörden haben bestätigt, dass alle 40 Opfer des verheerenden Neujahrsbrandes in der Le Constellation Bar in Crans-Montana identifiziert wurden. Die letzten 16 Opfer wurden von der Polizei im Kanton Wallis identifiziert, was einen schmerzhaften Identifikationsprozess beendet, der die Schweiz und die internationale Gemeinschaft seit der Tragödie am 1. Januar 2026 in Atem hielt.
Junge Leben in einer Alpentragödie verloren
Die Opfer waren zwischen 14 und 39 Jahre alt, wobei 26 von ihnen 18 Jahre oder jünger waren. Das jüngste Opfer war ein 14-jähriger Junge, was die verheerende Auswirkung auf Jugendliche unterstreicht, die das neue Jahr in der beliebten Skigebietsbar feierten. Unter den internationalen Opfern waren sechs Italiener, ein Belgier, sieben Franzosen, ein Portugiese, ein Rumäne und ein türkischer Staatsbürger. Ein Opfer hatte eine dreifache Staatsbürgerschaft – britisch, französisch und israelisch.
'Die Identifikation aller Opfer markiert einen wichtigen Schritt für die Familien, aber der Schmerz bleibt unvorstellbar,' sagte ein Sprecher der Walliser Kantonspolizei in einer Erklärung gegenüber RTS.
Nationaler Trauertag angekündigt
Der Schweizer Präsident Guy Parmelin hat Freitag, den 9. Januar 2026, zum nationalen Trauertag erklärt. Um 14:00 Uhr Ortszeit werden in der ganzen Schweiz Kirchenglocken läuten, gefolgt von einer Schweigeminute zu Ehren der Opfer. Der offizielle Gedenkgottesdienst findet in Crans-Montana statt, mit Präsident Parmelin und anderen Regierungsvertretern.
'Diese Tragödie hat unser Land bis in die Grundfesten erschüttert. Wir stehen vereint in Trauer mit den Familien und Freunden der Opfer,' erklärte Präsident Parmelin bei der Ankündigung.
Ermittlungen konzentrieren sich auf Sicherheitsverstöße
Die strafrechtlichen Ermittlungen zum Brand gehen weiter, wobei Staatsanwälte potenzielle Sicherheitsverstöße in der Le Constellation Bar untersuchen. Laut Reuters untersuchen die Schweizer Behörden zwei Personen, die die Bar betrieben, wobei der Fokus darauf liegt, ob Notausgänge blockiert waren, ob die Schaumstoff-Deckenverkleidung legal war und ob der Ort überfüllt war.
Videos, die online kursieren, zeigen Feiernde, die kurz vor dem Brandausbruch gegen 01:30 Uhr Champagnerflaschen mit Wunderkerzen in der Nähe der Decke schwenkten. Das Feuer breitete sich schnell im Kellergeschoss aus, wobei intensive Hitze und Rauch viele im Inneren gefangen hielten.
Internationale Reaktion und Erholung
Die Tragödie hat internationale Aufmerksamkeit erregt, mit Opfern aus mindestens neun verschiedenen Ländern. Viele der 119 Verletzten wurden aufgrund der Schwere ihrer Verletzungen in spezialisierte Verbrennungszentren in ganz Europa verlegt. Der Identifikationsprozess erwies sich als herausfordernd, wobei in vielen Fällen DNA-Proben und zahnärztliche Aufzeichnungen aufgrund des Ausmaßes der Verbrennungen benötigt wurden.
Crans-Montana, ein prestigeträchtiges Skigebiet in den Schweizer Alpen, das für die Ausrichtung von Weltklasse-Skiveranstaltungen und dem Omega European Masters Golfturnier bekannt ist, hat sich in einen Ort der Trauer verwandelt. Hunderte von Einwohnern und Besuchern nahmen an einem stillen Marsch durch das Skigebiet teil, bei dem sie Kerzen und Blumen trugen, um der Opfer zu gedenken.
Die Gemeinde Crans-Montana hat sich als Nebenklägerin dem Strafverfahren angeschlossen, was die Entschlossenheit der Gemeinschaft zeigt, Rechenschaft für die Tragödie zu fordern. Während sich die Schweiz auf ihren nationalen Trauertag vorbereitet, blickt das Alpenland auf eine seiner schlimmsten Friedenskatastrophen zurück und auf die jungen Leben, die bei dem verloren gingen, was eine Feier neuer Anfänge hätte sein sollen.
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