Die obligatorische Überprüfung des Abkommens USA-Mexiko-Kanada (USMCA) im Sommer 2026 findet in einer radikal veränderten Handelslandschaft statt. Laut dem Thomson Reuters 2026 Global Trade Report betrachten 76% der Handelsexperten US-Zölle als dauerhaften Strukturwandel und 72% sehen Zollvolatilität als die einflussreichste regulatorische Änderung. Während die USA, Kanada und Mexiko über Ursprungsregeln für Autos, digitalen Handel und kritische Mineralien neu verhandeln, wird das Ergebnis entweder die nordamerikanische Wirtschaftsintegration vertiefen oder die regionale Fragmentierung beschleunigen. Diese Überprüfung testet, ob die Lieferketten des Kontinents dem protektionistischen Momentum standhalten können.
Hintergrund: Der eingebaute Überprüfungsmechanismus des USMCA
Das USMCA, das 2020 NAFTA ersetzte, regelt einen Markt mit über 500 Millionen Menschen und rund 30% des globalen BIP. Der innerregionale Handel erreichte 2024 1,93 Billionen US-Dollar. Nach Artikel 34.7 müssen die drei Regierungen im Juli 2026 entscheiden, ob sie das Abkommen bis 2042 verlängern, es jährlich überprüfen oder 2036 auslaufen lassen. Der