EU bekämpft kritischen Mangel an Gesundheitspersonal bei alternder Bevölkerung

Europa steht vor einer Gesundheitspersonal-Krise aufgrund einer alternden Bevölkerung, wobei Länder Schwierigkeiten haben, Fachkräfte zu halten. Das EU4Health-Programm bietet Mittel, doch systemische Änderungen sind erforderlich.

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Europas Gesundheitssektor kämpft mit einem schweren Mangel an Fachkräften, darunter Ärzte, Krankenschwestern und Pflegekräfte. Diese Krise, verschärft durch eine alternde Bevölkerung und Belegschaft, belastet die Systeme in der gesamten EU. Ein Eurofound-Bericht von 2023 hebt die Herausforderungen hervor und nennt geringe Investitionen, Pandemiefolgen und Geschlechtertrennung als Schlüsselfaktoren.

Länder wie Italien, Frankreich und Deutschland melden alarmierende Statistiken. Beispielsweise machen Senioren in Italien 60 % der Gesundheitsausgaben aus, obwohl sie nur 25 % der Bevölkerung stellen. Frankreich erwartet bis 2040 einen Anstieg der Pflegebedarf um 55 %, während Deutschlands Gesundheitsministerin für bessere Arbeitsbedingungen zur Personalbindung plädiert.

Der Mangel wird durch Überlastung, ungleiche Verteilung von Pflegekräften und Abwanderung von Fachkräften in besser bezahlte Regionen verschärft. Das EU4Health-Programm mit einem Budget von 4,4 Milliarden Euro soll diese Probleme angehen, doch Experten warnen, dass finanzielle Anreize allein ohne systemische Reformen nicht ausreichen könnten.

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