Griechenland nicht mehr EU-Problemschuldner: Ende der Krise

Griechenland von EU-Liste makroökonomischer Ungleichgewichte gestrichen – 16 Jahre Krise enden. Doch Inflation, steigende Mieten und stagnierende Löhne belasten die Bürger weiterhin.

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Griechenland offiziell von der EU-Liste makroökonomischer Ungleichgewichte gestrichen

Die Europäische Kommission hat Griechenland offiziell von der Liste der Länder mit makroökonomischen Ungleichgewichten gestrichen. Damit endet eine 16-jährige Phase verstärkter wirtschaftlicher Überwachung, die mit der Staatsschuldenkrise 2009 begann. Die Entscheidung vom 3. Juni 2026 wurde von Premierminister Kyriakos Mitsotakis als Abschluss eines „negativen Kapitels“ begrüßt. Doch trotz verbesserter makroökonomischer Indikatoren kämpfen viele Griechen mit einer schweren Lebenshaltungskostenkrise.

Was bedeutet die EU-Entscheidung für Griechenland?

Das Verfahren bei makroökonomischen Ungleichgewichten (MIP) hatte Griechenland von 2019 bis 2024 als „übermäßige Ungleichgewichte“ und 2025 als „Ungleichgewichte“ eingestuft. Die Streichung im Juni 2026 bedeutet, dass Griechenland nun der gleichen Standardüberwachung unterliegt wie andere Eurostaaten. Damit endet ein Kreislauf aus drei internationalen Rettungsprogrammen (2010–2018) und der verstärkten Überwachung bis 2022. Laut der eingehenden Überprüfung 2026 wuchs die griechische Wirtschaft 2025 um 2,1 % (fast doppelt so schnell wie der Euroraum), erzielte einen Haushaltsüberschuss von 1,7 % des BIP und reduzierte die Staatsverschuldung auf voraussichtlich 140,7 % des BIP (2026), verglichen mit 154,2 % im Jahr 2024. Die Kommission würdigte Fortschritte bei Strukturreformen, Digitalisierung und stabilisiertem Bankensektor. Premierminister Mitsotakis erklärte, die Überschüsse könnten nun in höhere Löhne und Renten fließen. Die