Die Eskalation der Feindseligkeiten im Nahen Osten am 28. Februar 2026 löste eine seismische Verschiebung der globalen Wirtschaftsstimmung aus und veränderte die Risikowahrnehmung in Vorstandsetagen und Zentralbanken weltweit. Laut McKinsey Global Survey vom März 2026 nennen 72% der Führungskräfte geopolitische Instabilität als größtes Risiko für ihr Unternehmen – ein Anstieg von 51% im Dezember 2025 und der größte Anstieg innerhalb eines Quartals in der Geschichte der Umfrage. Die Krise, ausgelöst durch US-israelische Luftangriffe auf Iran und die anschließende Schließung der Straße von Hormus, hat Energiemärkte, Lieferketten und Inflationserwartungen erschüttert und eine grundlegende Neubewertung der strategischen Planung erzwungen.
Der Auslöser vom 28. Februar: Eine neue Ära geopolitischer Risiken
Am 28. Februar 2026 führten die USA und Israel koordinierte Luftangriffe auf Iran durch, bei denen der Oberste Führer Ali Khamenei getötet wurde. Iran reagierte mit der faktischen Schließung der Straße von Hormus, durch die etwa 25% des weltweiten Ölhandels und 20% des verflüssigten Erdgases transportiert werden. Die Schiffsankünfte brachen um über 97% ein, nachdem die Iranischen Revolutionsgarden Warnungen ausgaben, Handelsschiffe angriffen und Seeminen legten. Große Reedereien wie Maersk, CMA CGM und Hapag-Lloyd stellten den Transit ein und strandeten über 150 Tanker und 2.000 Schiffe im Persischen Golf. Die Straße von Hormus-Krise 2026 wurde zur größten Störung der weltweiten Energieversorgung seit der Ölkrise der 1970er Jahre. Brent-Rohöl stieg von 61 USD pro Barrel zu Beginn des Jahres 2026 auf einen Höchststand von 126 USD im März – der größte inflationsbereinigte Quartalsanstieg seit 1988. Die europäischen Gaspreise verdoppelten sich nahezu, und die Internationale Energieagentur sprach von der 'größten Angebotsstörung in der Geschichte des globalen Ölmarktes'.
McKinsey-Vorher-Nachher-Bild: Risikowahrnehmung neu verdrahtet
Die McKinsey Global Survey, die vom 25. Februar bis 6. März 2026 durchgeführt wurde, liefert ein einzigartiges Vorher-Nachher-Bild. In den ersten Tagen nannten die Befragten etwa gleich häufig geopolitische Instabilität und Handelsänderungen als Hauptrisiken. Nach dem 28. Februar schnellte der Anteil derer, die geopolitische Instabilität nannten, auf 72% und übertraf alle anderen Bedenken. Energiepreise, die im Dezember 2025 kaum als Risiko galten, wurden zur dritthäufigsten Sorge. Die Umfrage ergab zudem, dass 68% der Führungskräfte erwarten, dass das geopolitische Umfeld in den nächsten drei Jahren volatiler wird, und 61% beschleunigen Strategien zur Diversifizierung der LieferketteEnergiewende und geopolitischen Risikenglobalen Lieferketten-Resilienz 2026Strategien zum Management geopolitischer Risiken