Weltführer verurteilen Trumps erneuerte Drohungen, Grönland zu annektieren. Dänemark und Grönland weisen amerikanische Ansprüche auf das strategische arktische Gebiet zurück und betonen Souveränität und Bündnistreue.
Internationale Empörung über US-Annexionsdrohungen
Weltführer rufen die Vereinigten Staaten auf, damit aufzuhören, Grönland zu bedrohen, nachdem der ehemalige Präsident Donald Trump sein Bestreben, das autonome dänische Gebiet zu erwerben, erneuert hat. In einem kürzlichen Interview mit The Atlantic erklärte Trump, dass die USA Grönland 'absolut brauchen' für Sicherheits- und strategische Gründe, was sofortige Verurteilung durch europäische Verbündete auslöste.
Dänische und grönländische Führungspersonen wehren sich
Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen wies Trumps Äußerungen als 'völlig haltlos' zurück und stellte fest, dass 'die USA keine rechtliche Grundlage haben, eines der drei Länder des Dänischen Königreichs zu annektieren'. Sie betonte das NATO-Bündnis, das beide Länder verbindet, und wies auf die diplomatische Spannung hin, die durch Trumps Rhetorik verursacht wird.
Grönlands Ministerpräsident Jens-Frederik Nielsen reagierte auf Facebook, indem er schrieb, dass 'Generationenlang haben wir die USA als Nachbar und Freund gesehen' und nannte Trumps Bemerkungen 'sehr unhöflich und respektlos'. Er fügte hinzu: 'Unser Land sollte nicht als Mittel zum Zweck gesehen werden'.
Europäische Solidarität entsteht
Der finnische Präsident Alexander Stubb äußerte starke Unterstützung für Grönland und Dänemark auf X (früher Twitter) und stellte fest 'Niemand entscheidet für Grönland und Dänemark, außer Grönland und Dänemark selbst'. Er bestätigte, dass 'Unser skandinavischer Freund Dänemark und die Ministerpräsidentin unsere volle Unterstützung haben'.
Die diplomatischen Spannungen eskalierten nach einem Social-Media-Post der Frau eines wichtigen Trump-Beraters, der Grönland in amerikanischen Flaggenfarben zeigte mit der Unterschrift 'BALD'. Dies folgte auf Trumps Ernennung eines Sondergesandten für Grönland im Dezember 2025, was Dänemark 'sehr verärgert' nannte, laut The New York Times.
Strategische Bedeutung Grönlands
Die geopolitische Bedeutung Grönlands ist in den letzten Jahren dramatisch gestiegen. Als größte Insel der Welt liegt es am Schnittpunkt aufkommender arktischer Schifffahrtsrouten und enthält enorme ungenutzte mineralische Ressourcen. Laut einem Dokument des Europäischen Parlaments ist Grönland zu einem Brennpunkt des Wettbewerbs zwischen Großmächten geworden, einschließlich der USA, Russland und China.
Die strategische Lage zwischen Nordamerika und Europa, kombiniert mit schmelzendem Eis, das neue Schifffahrtsrouten öffnet, macht es zunehmend wertvoller. Republikanische Senatoren betonten dies während einer Anhörung im Senatsausschuss und diskutierten Grönlands 'strategische Bedeutung und ungenutztes Ressourcenpotenzial', wie berichtet von der Senat Commerce Committee.
Vergleich mit Venezuela weckt Sorgen
Beobachter stellen fest, dass Trumps Sprache gegenüber Grönland seinen Ansatz gegenüber Venezuela widerspiegelt, wo die USA zunehmend aggressive Positionen eingenommen haben. Der Vergleich macht europäische Führungspersonen besorgt über mögliche ähnliche Aktionen in der Arktis.
'Angesichts des amerikanischen Vorgehens in Venezuela letzte Woche schauen Länder angespannt darauf, in welchen Ländern Trump auf ähnliche Weise vorgehen könnte,' bemerkte der ursprüngliche NOS-Bericht. Diese Sorge wird verstärkt durch Trumps wiederholte Aussagen über den Wunsch, Grönland zu annektieren, seit seiner Rückkehr in die Präsidentschaft 2025.
Politischer Status Grönlands
Grönland ist ein autonomes Gebiet innerhalb des Königreichs Dänemark, mit einer eigenen Regierung, aber Dänemark behandelt Verteidigung und auswärtige Angelegenheiten. Laut Wikipedia erhielt Grönland 1979 Selbstverwaltung und 2009 Selbstbestimmung, obwohl es wirtschaftlich von Dänemark abhängig bleibt, mit fast der Hälfte seiner öffentlichen Einnahmen aus dänischer Hilfe.
Die meisten Grönländer wollen letztendlich Unabhängigkeit von Dänemark. Eine Umfrage im Januar 2025 zeigte, dass 56% sofort für Unabhängigkeit stimmen würden, obwohl viele glauben, dass das Gebiet zuerst wirtschaftliche Entwicklung benötigt, wie berichtet von The World.
Unabhängigkeitsbewegung gestärkt
Ministerpräsident Nielsen hat betont, dass Grönland die Beziehungen zu Dänemark stärken will, während es letztendliche Unabhängigkeit anstrebt. Er wies amerikanische Ambitionen entschieden zurück, indem er feststellte 'Grönland wird niemals ein Teil Amerikas sein' und 'wir werden niemals zum Verkauf stehen' laut US News.
Der rechtliche Weg zur Unabhängigkeit ist festgelegt durch die dänische Verfassung und das grönländische Selbstbestimmungsgesetz von 2009, wobei ein Ausschuss den Prozess bewertet und voraussichtlich Ende 2026 abschließen wird.
Weitreichende Implikationen
Diese Kontroverse unterstreicht die wachsenden Spannungen in der Arktis, wo der Klimawandel neue wirtschaftliche und strategische Möglichkeiten eröffnet. Die USA unterhalten eine militärische Präsenz auf der Thule Air Base in Nordgrönland unter einem Verteidigungsabkommen von 1951, aber Trumps Bemerkungen deuten darauf hin, dass er direktere Kontrolle will.
Europäische Führungspersonen befürchten, dass solche Rhetorik die NATO-Einheit und internationale Souveränitätsnormen untergräbt. Wie Dänemarks Frederiksen bemerkte, macht die Bündnisbeziehung Trumps Drohungen besonders beunruhigend für transatlantische Beziehungen.
Die Situation bleibt fließend, mit Grönland gefangen zwischen seinen Unabhängigkeitsbestrebungen, seiner Beziehung zu Dänemark und wachsendem Großmachtwettbewerb in der Arktis. Was klar ist, ist, dass die größte Insel der Welt zu einem Brennpunkt in der Geopolitik des 21. Jahrhunderts geworden ist.
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