Polen untersucht Epsteins umfangreiche russische Verbindungen

Polen untersucht Epsteins umfangreiche russische Verbindungen, die in Dokumenten auftauchen, mit 5.876 Erwähnungen Russlands und 1.055 von Putin, und zeigt seine Versuche, Zugang zum Kreml zu erhalten.

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Polen startet Untersuchung zu Epsteins russischen Verbindungen

Der polnische Premierminister Donald Tusk hat angekündigt, dass Polen mögliche Verbindungen zwischen dem verstorbenen Finanzier Jeffrey Epstein und russischen Interessen untersuchen wird. Dies markiert eine bedeutende Entwicklung in der internationalen Untersuchung von Epsteins umstrittenem Netzwerk. Die Untersuchung folgt auf die Veröffentlichung von Dokumenten, die Epsteins umfangreiche Bemühungen zeigen, Beziehungen zu russischen Funktionären aufzubauen und wiederholt Treffen mit Präsident Wladimir Putin zu suchen.

Dokumentenenthüllungen: Russland tausende Male erwähnt

Laut einer Analyse der Kyiv Independent enthalten die veröffentlichten Epstein-Dokumente 5.876 Erwähnungen von Russland und 1.055 Verweise auf Wladimir Putin. Diese Dokumente zeigen, dass Epstein hartnäckig versuchte, sich als Vermittler zwischen westlichen Eliten und dem Kreml zu positionieren. 'Die Verbindungen Russlands zu Epstein zeigen, wie weit Moskau geht, um Zugang zur amerikanischen politischen und wirtschaftlichen Elite zu erhalten,' sagte Russland-Experte Ryhor Nizhnikau vom Finnischen Institut für Internationale Angelegenheiten in einem Interview mit der Kyiv Independent.

Epsteins Kreml-Ambitionen

Die Dokumente enthüllen, dass Epstein ehrgeizige Ideen an russische Funktionäre herantrug, darunter den Vorschlag für eine 'fortgeschrittene russische Version von Bitcoin' und die Andeutung, dass Russland den Westen 'überholen könnte', indem es das globale Finanzsystem neu erfindet. Er versuchte, diese Vorschläge über Mittelsmänner wie Thorbjörn Jagland, ehemaliger norwegischer Premierminister und Generalsekretär des Europarats, an Putin zu übermitteln. Epstein gab auch politische Ratschläge an russische Diplomaten, wobei der ehemalige russische UN-Botschafter Vitaly Churkin schrieb, dass Epstein ihm half, 'Trump nach unseren Gesprächen zu verstehen.'

Vermögensverwaltungsvorwürfe

Eine besonders auffällige Enthüllung stammt aus einem FBI-Dokument, das Epstein als 'Vermögensverwalter' für Wladimir Putin und den ehemaligen simbabwischen Präsidenten Robert Mugabe beschreibt. Laut anonymen Quellen in den Dokumenten half Epstein politischen Eliten, ihr Geld im Ausland zu platzieren. Diese Behauptungen bleiben jedoch unbestätigt und nicht durch offizielle Quellen verifiziert.

Polens Untersuchung

Premierminister Tusks Ankündigung, über die von Reuters berichtet wurde, deutet darauf hin, dass Polen mögliche Verbindungen zwischen Epsteins Netzwerk und russischen Geheimdiensten oder Einflussoperationen untersuchen wird. Diese Untersuchung stellt eine neue Dimension in der globalen Untersuchung von Epsteins internationalen Verbindungen und ihren Implikationen für die nationale Sicherheit dar. Obwohl es keinen schlüssigen Beweis dafür gibt, dass Epstein ein russisches Asset war, deuten Experten an, dass Moskau in ihm möglicherweise eine Chance sah, Zugang zu westlichen Eliten zu erhalten. 'Es ist klar, dass sie in Epstein eine Chance für ihre Operationen sahen, und Epstein sah in den Russen eine Chance für sich selbst,' fügte Nizhnikau hinzu.

Internationaler Kontext

Die polnische Untersuchung erfolgt vor dem Hintergrund einer breiteren internationalen Aufmerksamkeit für Epsteins Netzwerk, wobei mehrere Länder seine Verbindungen zu mächtigen Persönlichkeiten weltweit untersuchen. Epstein, der 2019 im Gefängnis starb, während er wegen Menschenhandels angeklagt war, unterhielt Beziehungen zu zahlreichen globalen Eliten. Obwohl die Dokumente seine hartnäckigen Versuche zeigen, sich in Moskaus politischen und finanziellen Kreisen zu etablieren, liefern sie keinen endgültigen Beweis dafür, ob diese Versuche erfolgreich waren oder ob er als russisches Asset handelte.

Quellen

Kyiv Independent Untersuchung, Reuters Bericht über Polens Untersuchung, Associated Press Berichterstattung, The Moscow Times Analyse

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