Lufthansa-Streik 2026: 100.000 Passagiere betroffen

Lufthansa streicht 800 Flüge, 100.000 Passagiere betroffen durch 24-Stunden-Streik am 12. Februar 2026. Erfahren Sie über Entschädigungsrechte und Reisealternativen.

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Breaking: Lufthansa-Streik legt 100.000 Passagiere in Deutschland lahm

Die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa hat aufgrund eines koordinierten 24-stündigen Streiks von Piloten und Kabinenpersonal am 12. Februar 2026 fast 800 Flüge gestrichen, die etwa 100.000 Passagiere betreffen. Der Arbeitskampf, der um Mitternacht begann und 24 Stunden dauert, hat den Betrieb an großen deutschen Flughäfen wie Frankfurt und München lahmgelegt. Lufthansa erwartet, dass der normale Betrieb am 13. Februar wieder aufgenommen wird.

Worum geht es beim Lufthansa-Streik?

Der aktuelle Lufthansa-Streik betrifft zwei große Gewerkschaften: die Vereinigung Cockpit (VC) für Piloten und die UFO-Gewerkschaft für Flugbegleiter. Diese Doppelaktion ist einer der bedeutendsten Arbeitskonflikte in der jüngeren europäischen Luftfahrtgeschichte und beeinträchtigt Passagier- und Frachtoperationen im größten Flugnetz Deutschlands.

Pilote streiken hauptsächlich wegen Pensionsleistungen, wobei die VC-Gewerkschaft verbesserte Rentenregelungen für etwa 5.000 Piloten fordert. Kabinenpersonal bei Lufthansa CityLine, der regionalen Tochtergesellschaft, protestiert gegen geplante Betriebseinstellungen, die etwa 800 Arbeitsplätze bedrohen. Die gleichzeitigen Streiks haben eine beispiellose Störung verursacht, ähnlich den Arbeitskonflikten europäischer Fluggesellschaften 2025.

Auswirkungen auf Reiseoperationen

Der Streik führte zu:

  • Etwa 800 Flugausfällen
  • 100.000 betroffenen Passagieren
  • Großen Störungen an den Flughäfen Frankfurt und München
  • Ausfällen der meisten Inlandsflüge
  • Einigen betroffenen internationalen Strecken

Lufthansa bietet Inlandspassagieren an, Flugtickets gegen Bahntickets der Deutschen Bahn umzutauschen, was jedoch nicht alle Strecken abdeckt.

Gewerkschaftsforderungen und Unternehmensreaktion

Piloten-Pensionsstreit

Die VC-Gewerkschaft fordert verbesserte Pensionsleistungen. VC-Vorsitzender Andreas Pinheiro äußerte Zufriedenheit mit der Beteiligung und sagte: 'Als Gewerkschaft haben wir wenige andere Mittel als Aktionen. Ohne Angebot eskaliert der Konflikt weiter.'

Kabinenpersonal-Sorgen

Die UFO-Gewerkschaft streikt für einen neuen Tarifvertrag und gegen die Schließung von CityLine-Operationen. Dies geschieht vor dem Hintergrund breiterer Branchenherausforderungen, einschließlich europäischer Arbeitsmarkttrends in der Luftfahrt.

Lufthansa erklärte, es gebe keine finanzielle Flexibilität, um den Forderungen nachzukommen, und verwies auf jüngste finanzielle Schwierigkeiten. Das Unternehmen verzeichnete 2024 einen Gewinnrückgang um ein Fünftel, aber die Finanzergebnisse 2025 zeigten eine Verbesserung mit einem Umsatz von 29,6 Mrd. € und einem Anstieg des bereinigten EBIT um 26 % auf 1,48 Mrd. €.

Passagierrechte und Entschädigung

Gemäß EU-Verordnung 261/2004 haben betroffene Passagiere möglicherweise Anspruch auf:

Verspätung/AusfallEntschädigungZusätzliche Rechte
Ausfall mit weniger als 14 Tagen Vorlauf250–600 € je nach EntfernungRückerstattung oder Umleitung, Verpflegung, Unterkunft
Verspätung über 3 Stunden250–600 € je nach EntfernungVerpflegung, Erfrischungen, Unterkunft bei Bedarf
Verweigerte Beförderung250–600 € je nach EntfernungRückerstattung oder Umleitung, Versorgung

Passagiere sollten alle Reisedokumente aufbewahren und ihren Flugstatus über offizielle Kanäle überprüfen.

Breitere Auswirkungen auf die europäische Luftfahrt

Der Lufthansa-Streik fällt in eine kritische Phase für die europäische Luftfahrt und unterstreicht Spannungen in den Arbeitsbeziehungen im deutschen Transportsektor. Analysten weisen darauf hin, dass solche Streiks Auswirkungen auf das gesamte europäische Flugnetz haben können.

Häufig gestellte Fragen

Wann nimmt Lufthansa den normalen Betrieb wieder auf?

Lufthansa erwartet, dass Flüge am 13. Februar 2026 wie geplant wieder aufgenommen werden, nachdem der 24-stündige Streik um Mitternacht am 12.-13. Februar endet.

Welche Entschädigung steht Passagieren zu?

Betroffene Passagiere können unter EU-Verordnung 261/2004 Anspruch auf 250–600 € haben, plus Rückerstattung oder Umleitung sowie Verpflegung und Unterkunft.

Sind andere Lufthansa-Gruppenfluggesellschaften betroffen?

Der Streik betrifft hauptsächlich Lufthansa und Lufthansa CityLine. Tochtergesellschaften wie SWISS, Austrian Airlines, Eurowings und Discover Airlines sind nicht direkt betroffen.

Was sollten betroffene Passagiere tun?

Passagiere sollten ihren Flugstatus über offizielle Lufthansa-Kanäle prüfen, Umbuchungsoptionen in Betracht ziehen und alle Reisedokumente aufbewahren. Inlandsreisende können Bahnalternativen nutzen.

Könnte es weitere Streiks geben?

Gewerkschaftsführer schließen weitere Aktionen nicht aus, wenn ihre Forderungen nicht erfüllt werden, was auf eine mögliche Eskalation hindeutet.

Quellen

Simple Flying: Details zum 24-Stunden-Streik
RTE: Hunderte Lufthansa-Flüge gestrichen
AirHelp: Passagierrechte und Entschädigung
Lufthansa Group Finanzberichte

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