Nvidia zieht sich aus historischer KI-Partnerschaft zurück
In einer überraschenden Entwicklung, die Schockwellen durch die Künstliche-Intelligenz-Industrie schickte, hat Nvidia seine geplante 100-Milliarden-Dollar-Investition in OpenAI storniert. Laut einem Bericht des Wall Street Journal hat der Chip-Gigant sich aus einem Deal zurückgezogen, der einer der größten Technologie-Deals der Geschichte hätte werden können. Grund seien interne Zweifel an Umfang und Struktur der vorgeschlagenen Zusammenarbeit.
Zweifel an der Deal-Struktur
Der ehrgeizige Deal, der erstmals im September 2025 angekündigt wurde, hätte Nvidia bis zu 100 Milliarden Dollar investieren lassen, während es 10 Gigawatt an Recheninfrastruktur für OpenAI aufbauen sollte – eine Strommenge, die mit dem Verbrauch einer ganzen Stadt wie New York vergleichbar ist. Die Partnerschaft war darauf ausgelegt, OpenAI beispiellosen Zugang zu Nvidias fortschrittlicher KI-Hardware zu verschaffen, die die meisten fortschrittlichen KI-Systeme der Welt antreibt.
Quellen nahe der Angelegenheit geben jedoch an, dass Nvidia-Führungskräfte den enormen Umfang der Investition und die Nachhaltigkeit der Geschäftsvereinbarung zu bezweifeln begannen. 'Es gab Bedenken, ob dieses Investitionsniveau angesichts des Wettbewerbsumfelds strategisch sinnvoll war,' sagte ein Insider Reportern.
Nvidia-CEO dementiert Berichte, bestätigt kleinere Investition
In einer überraschenden Wendung hat Nvidia-CEO Jensen Huang öffentlich Gerüchte über Reibungen zwischen den beiden Unternehmen dementiert. In einer Rede in Taipeh am 31. Januar 2026 bezeichnete Huang Andeutungen über seine Unzufriedenheit als 'Unsinn' und bestätigte, dass Nvidia 'sicherlich teilnehmen wird' an der letzten Finanzierungsrunde von OpenAI.
'OpenAI ist eines der konsequentesten Unternehmen unserer Zeit,' erklärte Huang nachdrücklich. 'Wir werden uns definitiv mit einer signifikanten Investition beteiligen, aber nichts in der Größenordnung der berichteten 100 Milliarden Dollar.'
Laut Fortune beschrieb Huang die bevorstehende Investition als möglicherweise 'die größte, die wir je getätigt haben', stellte aber klar, dass sie deutlich kleiner ausfallen würde als die zuvor diskutierten 100 Milliarden Dollar.
OpenAIs massive Finanzierungsrunde geht weiter
Trotz des Rückschlags mit Nvidia setzt OpenAI seine ehrgeizigen Kapitalbeschaffungsbemühungen fort und versucht, in seiner letzten Runde bis zu 100 Milliarden Dollar einzusammeln. Das Unternehmen, das im Oktober 2025 nach einem Aktienverkauf von 6,6 Milliarden Dollar mit 500 Milliarden Dollar bewertet wurde, soll Gespräche mit mehreren großen Technologieunternehmen führen.
Amazon erwäge eine Investition von bis zu 50 Milliarden Dollar, während Microsoft – das bereits mehr als 13 Milliarden Dollar in OpenAI investiert hat – möglicherweise ebenfalls teilnimmt. Diese potenziellen Deals haben Fragen zu zirkulären Investitionsmustern in der KI-Branche aufgeworfen, bei denen Unternehmen in Firmen investieren, die dann ihre Produkte und Dienstleistungen kaufen.
Branchenimplikationen und Zukunftsperspektive
Die Entwicklung unterstreicht die komplexe Dynamik, die den sich schnell entwickelnden KI-Sektor prägt. Nvidia, das mehr als 80 % des Marktes für GPUs kontrolliert, die zum Trainieren von KI-Modellen verwendet werden, bleibt dem KI-Ökosystem tief verbunden. Das Unternehmen kündigte kürzlich eine 2-Milliarden-Dollar-Investition in CoreWeave an, einen Cloud-Anbieter, der auch ein wichtiger Kunde für Nvidia-Chips ist.
OpenAI, das 2015 mit der Mission gegründet wurde, sichere künstliche allgemeine Intelligenz zu entwickeln, bleibt ein zentraler Akteur in der KI-Revolution. Die Einführung von ChatGPT im November 2022 hat ein breites Interesse an generativer KI entfacht und OpenAI als führenden Akteur in diesem Bereich etabliert.
Während die KI-Industrie reift, werden strategische Partnerschaften und Investitionen ihren Kurs weiterhin prägen. Auch wenn der 100-Milliarden-Dollar-Megadeal vom Tisch sein mag, bleiben sowohl Nvidia als auch OpenAI wichtige Architekten unserer KI-gesteuerten Zukunft.
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