Fed-Chef Powell in beispiellose DOJ-Untersuchung vorgeladen

Fed-Chef Jerome Powell wurde im Zuge einer DOJ-Untersuchung zu Aussagen über ein Renovierungsprojekt vorgeladen. Er bezeichnet die Aktion als politischen Vorwand, um Druck für Zinssenkungen auszuüben und die Unabhängigkeit der Zentralbank zu bedrohen.

Fed-Unabhängigkeit unter Druck bei strafrechtlicher Untersuchung Powells

In einer schockierenden Entwicklung, die das Fundament der Zentralbankunabhängigkeit bedroht, hat Federal Reserve-Vorsitzender Jerome Powell heute offenbart, dass er vom Justizministerium vorgeladen wurde und möglicherweise einer strafrechtlichen Untersuchung entgegensieht. Die beispiellose juristische Aktion dreht sich um Powells Aussagen zu einem Renovierungsprojekt von 2,5 Milliarden Dollar für das Fed-Hauptquartier, aber der Fed-Chef behauptet, es gehe eigentlich um etwas viel Größeres: politischen Druck, die Zinsen zu senken.

Das Renovierungsprojekt, das einen Sturm entfesselte

Die Kontroverse begann mit der groß angelegten Renovierung des Fed-Hauptquartiers in Washington D.C., ein Projekt, das Präsident Donald Trump wiederholt als exzessiv bezeichnet hat. Im Juni 2025 sagte Powell vor dem Senatsbankausschuss über die Renovierung aus, bei der das Gebäude aus den 1970er Jahren mit neuen Sicherheitseinrichtungen, energieeffizienten Systemen und modernisierten Arbeitsbereichen aufgerüstet wird.

Nun untersuchen Bundesstaatsanwälte, ob Powell während dieser Aussage falsche oder irreführende Angaben gemacht hat. Gerichtliche Vorladungen wurden am 10. Januar 2026 zugestellt, was Experten als außergewöhnliche Eskalation in der lang anhaltenden Spannung zwischen der Trump-Regierung und der unabhängigen Zentralbank bezeichnen.

Ein 'Vorwand' für politischen Druck

In einer Videoerklärung der Federal Reserve hielt Powell sich nicht zurück: 'Diese beispiellose Aktion muss im weiteren Kontext von Drohungen und dem anhaltenden Druck der Regierung gesehen werden.' Er charakterisierte die Untersuchung als einen 'Vorwand', der dazu diene, die Unabhängigkeit der Fed bei der Festlegung der Geldpolitik zu untergraben.

Der Zeitpunkt ist besonders bedeutsam. Powells Amtszeit als Fed-Vorsitzender endet im Mai 2026, und Trump hat bereits angekündigt, ihn nicht erneut zu nominieren. 'Das eigentliche Problem hier sind keine Gebäuderenovierungen,' erklärte Powell. 'Es geht darum, ob die Geldpolitik durch wirtschaftliche Analyse oder politische Einschüchterung bestimmt wird.'

Historischer Kontext der Fed-Unabhängigkeit

Die Unabhängigkeit der Federal Reserve von direkter politischer Kontrolle ist seit ihrer Gründung im Jahr 1913 ein Eckpfeiler der US-Geldpolitik gewesen. Diese Autonomie ermöglicht es der Zentralbank, schwierige Entscheidungen zu treffen – wie die Anhebung der Zinssätze zur Bekämpfung der Inflation – ohne sich um kurzfristige politische Konsequenzen sorgen zu müssen.

Trump hat diese Tradition jedoch wiederholt in Frage gestellt. Er nannte Powell einen 'riesigen Verlierer' und 'Herrn zu spät', weil er die Zinsen nicht schneller senkte. Der Präsident untersuchte sogar, ob er Powell entlassen könnte, obwohl Rechtsexperten feststellten, dass er diese Befugnis nicht hatte.

Politische Folgen und Marktimplikationen

Die Untersuchung hat bereits politische Gegenreaktionen ausgelöst. Der republikanische Senator Thom Tillis äußerte tiefe Besorgnis und erklärte, dass die Aktionen des Justizministeriums 'seine Unabhängigkeit in Frage stellen', und schwor, alle Fed-Nominierungen zu blockieren, bis die Angelegenheit geklärt sei.

Die Finanzmärkte verfolgen die Situation genau. 'Dies stellt einen direkten Angriff auf die Zentralbankunabhängigkeit dar,' sagte Sarah Bloom Raskin, ehemalige Fed-Gouverneurin. 'Wenn Märkte daran zweifeln, ob geldpolitische Entscheidungen auf Wirtschaft statt Politik basieren, folgt unweigerlich Volatilität.'

Trump selbst behauptete, keine Kenntnis von den Aktionen des Justizministeriums zu haben, kritisierte aber weiterhin Powells Leistung. Der Präsident hat lange behauptet, die Fed halte die Zinssätze zu hoch, was das Wirtschaftswachstum behindere.

Das größere Bild: Ein Test für die Demokratie

Neben den direkten rechtlichen und wirtschaftlichen Implikationen stellt diese Konfrontation einen grundlegenden Test für demokratische Institutionen dar. Die Unabhängigkeit der Federal Reserve diente historisch als Puffer gegen politische Manipulation der Wirtschaft für Wahlgewinne.

Wie Powell in seiner Erklärung anmerkte, kommt die Untersuchung inmitten von 'breiteren Drohungen und anhaltendem Druck' der Regierung. Mit den Zwischenwahlen 2026 am Horizont und anhaltender wirtschaftlicher Unsicherheit könnte das Ergebnis dieser Pattsituation die Beziehung zwischen Politik und Geldpolitik für kommende Generationen neu gestalten.

Bis zum 12. Januar 2026 wurden noch keine strafrechtlichen Anklagen erhoben, aber allein die Existenz der Untersuchung hat Schockwellen durch Washington und globale Finanzzentren gesendet. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Amerikas Zentralbank ihre Unabhängigkeit angesichts beispiellosen politischen Drucks bewahren kann.

Haruto Yamamoto

Haruto Yamamoto ist ein renommierter japanischer Journalist, der sich auf Technologieberichterstattung spezialisiert hat, mit besonderer Expertise in den Bereichen KI-Innovationen und Startup-Ökosysteme in Japan.

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