UN-Plastikgipfel scheitert an Produktionsbeschränkungen

UN-Plastikgipfel endet ohne Einigung nach Blockade von Produktionsgrenzen durch ölproduzierende Länder. Prognosen zeigen Verdreifachung von Plastikmüll bis 2060 ohne globale Maßnahmen.

UN-Plastikgipfel scheitert an Produktionsbeschränkungen
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Verhandlungen über globales Plastikabkommen gescheitert

Nach zweiwöchigen intensiven Gesprächen in Genf ist der UN-Gipfel zur Schaffung eines verbindlichen globalen Abkommens zur Bekämpfung der Plastikverschmutzung ohne Einigung zu Ende gegangen. Delegierte aus 175 Ländern konnten insbesondere bei der Begrenzung der Neuproduktion von Kunststoffen keinen Konsens erzielen.

Hauptstreitpunkte

Die größte Meinungsverschiedenheit betraf die vorgeschlagenen Obergrenzen für die Neuproduktion von Plastik. Ölproduzierende Länder lehnten diese vehement ab und argumentierten, sie würden ihren Volkswirtschaften schaden. Während nächtlicher Verhandlungen wurden Entwurfstexte zunehmend abgeschwächt, wobei die Produktionsobergrenze schließlich vollständig gestrichen wurde.

Umweltauswirkungen

Ohne verbindliche Vereinbarungen wird erwartet, dass Plastikmüll bis 2060 auf das Dreifache ansteigen wird. Aktuelle Schätzungen zeigen, dass jährlich 1,1 bis 8,8 Millionen Tonnen Plastik in die Ozeane gelangen, was marine Ökosysteme schädigt und über Mikroplastik in die menschliche Nahrungskette gelangt.

Reaktionen und nächste Schritte

Norwegische Delegationsmitglieder erklärten: "Wir werden hier in Genf keinen Vertrag zur Beendigung der Plastikverschmutzung haben." Kubanische Vertreter nannten es eine "historisch verpasste Gelegenheit". Umweltaktivisten wie Willemijn Peeters von Searious Business schlagen vor, dass fortschrittliche Nationen nun außerhalb der UN-Rahmen Koalitionen bilden könnten, um regionale Beschränkungen umzusetzen.

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