Privates Konsortium kündigt historische Mission zur Beseitigung von Weltraumschrott für 2025 an

Ein privates Konsortium startet 2025 die erste kommerzielle Weltraumschrott-Beseitigungsmission, um ein 112 kg schweres Raketenteil einzufangen und zu deorbitieren, als Antwort auf wachsende Bedrohungen durch orbitale Überfüllung.

Privates Konsortium kündigt historische Mission zur Beseitigung von Weltraumschrott für 2025 an
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Erste kommerzielle Weltraumschrott-Beseitigungsmission startbereit

Ein privates Konsortium unter der Leitung des Schweizer Startups ClearSpace hat Pläne für die erste kommerzielle Weltraumschrott-Beseitigungsmission der Welt im Jahr 2025 angekündigt. Die ClearSpace-1-Mission wird einen 112 kg schweren Vega-Raketenadapter ins Visier nehmen, der seit 2013 in etwa 800 km Höhe die Erde umkreist.

Das wachsende Problem des Weltraumschrotts

Weltraumschrott ist zu einer ernsten Bedrohung für Weltraumoperationen geworden, wobei derzeit über 40.000 trackte Objekte die Erde umkreisen. Laut ESA-Statistiken reichen diese von außer Dienst gestellten Satelliten bis hin zu Lacksplittern, die mit Geschwindigkeiten von bis zu 28.000 km/h unterwegs sind. Jüngste Vorfälle, darunter die Explosion der SpaceX Starship im Januar 2025, haben die Bedenken hinsichtlich der orbitalen Sicherheit verschärft.

"Bei Orbitalgeschwindigkeiten kann sogar eine Schraube mit explosiver Wucht einschlagen", sagte ClearSpace-CEO Luc Piguet. "Unser 'Abschleppwagen'-Design wird wichtige Umlaufbahnen von Schrott befreien, der sie sonst unbrauchbar machen könnte."

Missionstechnologie und Vorgehensweise

Das ClearSpace-1-Raumschiff wird ein robotisches Vierarm-Fangsystem verwenden, um den Vespa-Nutzlastadapter zu sichern. Nach dem Rendezvous mit dem Schrott wird das Raumschiff ihn in die Erdatmosphäre ziehen, wo beide beim Wiedereintritt verglühen. Dieser innovative Ansatz markiert einen Wandel von theoretischen Lösungen hin zur praktischen Schrottbeseitigung.

Die 86 Millionen Euro teure Mission wird teilweise durch das ESA-Programm für Weltraumsicherheit im Rahmen der Initiative Active Debris Removal finanziert. Dies stellt den ersten ESA-Dienstleistungsvertrag für Schrottbeseitigung statt traditioneller Raumschiffentwicklung dar.

Zukunft der Weltraumnachhaltigkeit

Bei Erfolg könnte ClearSpace-1 einen neuen kommerziellen Sektor für orbitale Dienstleistungen etablieren. Luisa Innocenti, Leiterin des ESA Clean Space Office, merkte an: "Diese Technologien werden auch das Betanken und Warten von Satelliten im Orbit ermöglichen und so deren Betriebsdauer verlängern."

Die Mission kommt zu einer Zeit, in der Weltraumagenturen weltweit neue Richtlinien zur Schrottminderung umsetzen. Angesichts Tausender für dieses Jahrzehnt geplanter neuer Satelliten könnten Lösungen wie ClearSpace-1 entscheidend für die Aufrechterhaltung des Weltraumzugangs werden.

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