Großaufgebot bei Verbotener Pride-Demo in Budapest mit Niederländischen Politikern

Trotz eines Regierungsverbots versammelten sich über 100.000 Menschen beim Pride-Marsch in Budapest im Protest gegen ungarische Anti-LGBTQ-Gesetze. Niederländische Politiker inklusive Amsterdams Bürgermeisterin nahmen teil, während Ungarns verfassungsänderndes LGBTQ-Versammlungsverbot internationale Verurteilung erfährt.

Großaufgebot bei Verbotener Pride-Demo in Budapest mit Niederländischen Politikern
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Verbotene Pride-Demo zieht Massen nach Budapest

Trotz eines offiziellen Verbots durch ungarische Behörden nahmen über 100.000 Teilnehmer heute am Budapest Pride Marsch teil. Die Polizei schätzte 100.000 Anwesende, während die Organisatoren von 180.000-200.000 Teilnehmern sprachen - einer der größten regierungsfeindlichen Proteste in Ungarn.

Internationale Solidarität

Amsterdams Bürgermeisterin Femke Halsema marschierte neben Budapests Bürgermeister Gergely Karácsony: „Ihr und die internationale queere Gemeinschaft habt Amsterdam an eurer Seite im Kampf für Freiheit.“ Niederländische Abgeordnete von VVD, GroenLinks/PvdA, D66 und Volt nahmen teil, ebenso wie die niederländische Botschafterin in Ungarn mit Genehmigung des scheidenden Außenministers.

Regierungsgegner

Das Verbot folgt auf Gesetze von Premierminister Viktor Orbán im März 2025, die LGBTQ-fokussierte Versammlungen verbieten. Dies schließt sich früheren Gesetzen an, die LGBTQ-Inhalte in Medien für Minderjährige verbieten und die Nicht-Anerkennung gleichgeschlechtlicher Ehen. Orbáns Regierung beschränkt seit 2021 systematisch LGBTQ-Rechte unter seiner „illiberalen Demokratie“-Plattform.

Friedlicher Widerstand

Trotz Versuchen von rechtsextremen Gegendemonstranten verlief der Marsch friedlich ohne Polizeieingriff. Amnesty International nannte die Veranstaltung „fantastisch festlich“. Aufnahmen mit Gesichtserkennung sorgen jedoch für Bedenken über mögliche nachträgliche Geldstrafen.

Politische Spaltung

Während Staatssekretärin Paul (VVD) Pride-Veranstaltungen besuchte, verzichtete sie auf die Teilnahme am Marsch wegen der „unklaren Situation für eine Kabinettsvertreterin“, trotz parlamentarischen Drucks. Diese Entscheidung stieß auf Kritik von LGBTQ-Organisationen.

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