700 ICE- und Grenzpolizeibeamte aus Minnesota abgezogen

Die Trump-Regierung zieht 700 ICE- und Grenzpolizeibeamte aus Minnesota ab, nachdem Proteste über tödliche Schießereien und Druck des Kongresses zunahmen. Etwa 2.000 Beamte bleiben im Staat, während politische und budgetäre Faktoren die Operation Metro Surge verändern.

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Großer Abzug von Bundesbeamten in Minnesota

Die Trump-Regierung hat heute angekündigt, dass 700 Bundes-Einwanderungsbeamte sofort aus Minnesota abgezogen werden. Dies bedeutet eine erhebliche Reduzierung der umstrittenen Operation Metro Surge, die den Staat monatelang in Aufruhr versetzt hat. Der Grenzberater des Weißen Hauses, Tom Homan, gab die Ankündigung in Minneapolis bekannt und sagte, der Abzug stelle eine Reduzierung um 25% dar, wodurch etwa 2.000 Beamte im Staat verbleiben.

'Das ist kluge Strafverfolgung, nicht weniger Strafverfolgung,' erklärte Homan während einer Pressekonferenz. 'Wir erreichen eine beispiellose Zusammenarbeit zwischen Bundes-, Landes- und lokalen Behörden, die effizientere Operationen ermöglicht.'

Operation Metro Surge und die Folgen

Der Abzug erfolgt nach Monaten eskalierender Spannungen, nachdem Präsident Trump im Dezember beschlossen hatte, Bundesbeamte nach Minneapolis und Saint Paul zu entsenden, um undokumentierte Einwanderer aufzuspüren und festzunehmen. Im Januar wurden weitere 2.000 Beamte im gesamten Staat im Rahmen der sogenannten Operation Metro Surge eingesetzt.

Die Operation führte zu heftigen Protesten in ganz Minnesota, insbesondere nach zwei tödlichen Schießereien durch Bundesbeamte. Anfang Januar wurde die 37-jährige Renee Good getötet, gefolgt vom Tod des ebenfalls 37-jährigen Alex Pretti später in diesem Monat. Berichten zufolge wurden zwei Grenzpolizeibeamte - Jesus Ochoa (43) und Raymundo Gutierrez (35) - als die Schützen bei Prettis Tod identifiziert, wobei beide administrativen Urlaub erhalten haben.

'Dies ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber 2.000 verbleibende ICE-Beamte bedeuten keine Deeskalation,' sagte Bürgermeister Jacob Frey von Minneapolis in Reaktion auf die Ankündigung.

Politischer Druck und budgetäre Einschränkungen

Der Abzug erfolgt vor dem Hintergrund erheblichen politischen Drucks und budgetärer Einschränkungen. Gestern erzielte der Kongress eine Einigung über ein riesiges Ausgabenpaket, das die meisten Bundesbehörden bis September finanziert, machte jedoch eine kritische Ausnahme für das Ministerium für Innere Sicherheit (DHS). Aufgrund von Unzufriedenheit mit dem Vorgehen der Grenzpolizei und ICE erhielt DHS nur eine zweiwöchige Finanzierung, was Gesetzgebern Munition gibt, um weitere Reformen zu fordern.

Dies folgt auf die beispiellose Expansion von ICE unter dem One Big Beautiful Bill Act von 2025, der der Behörde ein Budget von 85 Milliarden Dollar gab – wodurch sie zur bestfinanzierten Strafverfolgungsbehörde der USA wurde, größer als alle anderen Bundes-Strafverfolgungsbehörden zusammen.

Rechenschaftsmaßnahmen und zukünftige Durchsetzung

In einer verwandten Entwicklung kündigte Innenminister Noem letzte Nacht an, dass Grenzpolizei- und ICE-Beamte in Minneapolis mit Bodycams ausgestattet werden, mit Plänen, das Programm landesweit auszuweiten. Diese Zugeständnis erfolgt als Reaktion auf Forderungen von Demokraten und einigen kritischen Republikanern, die seit langem Reformen von ICE und der Grenzpolizei fordern.

Homan betonte, dass die verbleibenden 2.000 Beamten in Minnesota 'nirgendwo hingehen' und ihre Mission fortsetzen werden. Der Abzug wurde ermöglicht durch das, was Homan ein 'vereinigtes Kommando' und die Zusammenarbeit von Bezirksbehörden nannte, wodurch mehr Beamte kriminelle Einwanderer direkt aus Gefängnissen übernehmen können, anstatt Straßenoperationen durchzuführen.

Der oberste Korrekturoffizier von Minnesota äußerte jedoch Bedenken hinsichtlich des Zeitplans für den Abzug und nannte Details 'vage,' während Sheriff Dawanna Witt vom Hennepin County berichtete, dass ihre Abteilung durch die Bundesoperation mehr als 500.000 Dollar an Überstundenkosten verursacht habe.

Die Situation bleibt fließend, während die Proteste andauern und der Kongress weiterhin Druck über die kurzfristige Finanzierung des DHS ausübt, wodurch die Einwanderungsdurchsetzung in den kommenden Wochen ein zentrales politisches Thema bleibt. Die Debatte über die Rolle und den Umfang der Bundes-Einwanderungsbehörden in den USA wird voraussichtlich auch über diese spezifische Operation hinaus andauern.

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