Tausende demonstrieren gegen Nationalgarde-Einsatz in Washington

Tausende demonstrieren in Washington D.C. gegen Trumps Nationalgarde-Einsatz, verweisen auf sinkende Kriminalität und verfassungsrechtliche Bedenken.

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Massive Demonstrationen Gegen Bundeswehrpräsenz

Tausende Demonstranten marschierten am 7. September 2025 durch Washington D.C. und forderten den sofortigen Abzug der von Präsident Trump eingesetzten Nationalgardetruppen. Die Demonstration, organisiert von Bürgerrechtsgruppen und lokalen Aktivisten, sah Teilnehmer mit Transparenten "End the Occupation" vom Meridian Hill Park zum Freedom Plaza in der Nähe des Weißen Hauses marschieren.

Umstrittener Einsatz Erregt Empörung

Präsident Trump ordnete Mitte August 2025 den Einsatz von etwa 2.000 Nationalgardetruppen in Washington D.C. an und verwies auf die Notwendigkeit, "übermäßige Kriminalität in der Stadt zu bekämpfen." Der Einsatz umfasste gepanzerte Fahrzeuge im Stadtzentrum und Barrikaden rund um Regierungsgebäude. Kriminalstatistiken der Washington D.C. Polizei zeigen jedoch, dass die Gesamtkriminalität im Vergleich zum Vorjahr um 7% zurückgegangen ist, wobei Gewaltverbrechen um 26% sanken.

Rechtliche und Politische Herausforderungen

Der Einsatz hat erhebliche Kritik von Rechtsexperten und lokalen Beamten hervorgerufen. Bürgermeisterin Muriel Bowser beschuldigte Trump eines "autoritären Schritts," während Verfassungsexperten Bedenken hinsichtlich möglicher Verstöße gegen den 12Posse Comitatus Act äußerten, der militärische Beteiligung an der innerstaatlichen Strafverfolgung einschränkt. Die Kontroverse folgt auf ein Bundesgerichtsurteil vom 2. September, das Trumps Truppeneinsatz in Los Angeles für illegal erklärte.

Breiteres Muster Militärischen Einsatzes

Dies markiert den zweiten großen Einsatz von Bundestruppen unter Trumps zweiter Administration. Im Juni 2025 schickte Trump 700 Marines und 4.000 Nationalgardetruppen nach Los Angeles während Protesten gegen Einwanderungsrazzien. Der Präsident hat auch mit Truppeneinsätzen in Chicago gedroht und die Stadt als "Chaos" mit einem "inkompetenten Bürgermeister" bezeichnet. Bürgermeister Brandon Johnson hat die örtliche Polizei angewiesen, nicht mit Nationalgardepatrouillen zusammenzuarbeiten.

Öffentlicher Widerstand und Umfragen

Aktuelle Umfragen zeigen, dass fast 80% der Einwohner von Washington D.C. gegen den militärischen Einsatz sind. Die Truppen wurden hauptsächlich aus von Republikanern geführten Bundesstaaten mobilisiert, von denen viele Städte mit höheren Kriminalitätsraten als Washington D.C. haben. Vor dem militärischen Eingriff zeigten Kriminalstatistiken, dass D.C. ein 30-Jahres-Tief bei der Kriminalität erreichte.

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