15-Jähriger zu 7 Jahren für Mord an Präsidentschaftskandidat verurteilt

Ein 15-Jähriger wurde zu 7 Jahren Jugendhaft für die Ermordung von Präsidentschaftskandidat Miguel Uribe verurteilt. Der Schusswechsel ereignete sich im Juni während einer Wahlkampfveranstaltung. Der Fall unterstreicht Kolumbiens Geschichte politischer Gewalt.

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Jugendlicher wegen politischen Mordes verurteilt

Ein 15-jähriger Junge ist zu 7 Jahren Jugendhaft für die Ermordung des kolumbianischen Präsidentschaftskandidaten Miguel Uribe Turbay verurteilt worden. Das Urteil fällt zwei Wochen nach Uribes Tod, der am 7. Juni 2025 während einer Wahlkampfveranstaltung in Bogotá angeschossen wurde.

Einzelheiten des Attentats

Der jugendliche Schütze wurde unmittelbar nach dem Anschlag festgenommen und gestand, den tödlichen Schuss abgegeben zu haben, der Uribe am Kopf traf. Fünf weitere Verdächtige wurden im Zusammenhang mit dem Mord festgenommen, aber die Ermittler suchen weiter nach Auftraggebern.

Politischer Kontext und Familiengeschichte

Miguel Uribe Turbay (39) war ein prominenter konservativer Politiker und scharfer Kritiker des linken Präsidenten Gustavo Petro. Das Mitglied des Demokratischen Zentrums hatte im Oktober 2024 seine Präsidentschaftsambitionen für die Wahlen 2026 angekündigt.

Uribe entstammte einer politischen Dynastie mit tragischer Geschichte. Seine Mutter, Diana Turbay, war Journalistin und wurde 1991 bei einem gescheiterten Rettungsversuch nach ihrer Entführung durch Pablo Escobars Medellín-Kartell ermordet. Sein Großvater, Julio César Turbay Ayala, war von 1978 bis 1982 Präsident Kolumbiens.

Vater setzt politische Mission fort

In einer dramatischen Entwicklung hat Uribes Vater, Miguel Uribe Londoño, diese Woche angekündigt, selbst für das Präsidentenamt zu kandidieren, um das politische Erbe seines Sohnes fortzusetzen. Der ehemalige Geschäftsmann und Gewerkschaftsführer will ein "sichereres, wohlhabenderes Kolumbien" schaffen.

Geschichte politischer Gewalt

Das Attentat hat Bedenken über politische Gewalt in Kolumbien neu entfacht, das eine lange Geschichte von Anschlägen auf Präsidentschaftskandidaten hat. In den 1990er Jahren führte Drogenbaron Pablo Escobar einen gewalttätigen Krieg gegen den Staat, bei dem mehrere Kandidaten ermordet wurden.

Präsident Gustavo Petro, den Uribe häufig kritisierte, verurteilte den Anschlag und rief zur nationalen Einheit auf. Die Verurteilung erfolgt in einem angespannten politischen Klima, während Kolumbien sich auf die Präsidentschaftswahlen 2026 vorbereitet.

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