Täglich ein Nashorn gewildert trotz Schutzmaßnahmen

Trotz Schutzmaßnahmen verliert Südafrika täglich ein Nashorn durch Wilderei. 195 im ersten Halbjahr 2025 getötet, mit fortschrittlicher Technologie zum Schutz.

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Nashornkrise in Südafrika: Ein Tier täglich getötet

Zum Welt-Nashorn-Tag schlagen Naturschützer Alarm: Südafrika verliert weiterhin etwa ein Nashorn pro Tag durch Wilderei. Trotz jahrzehntelanger Schutzbemühungen und fortschrittlicher Anti-Wilderer-Technologie besteht der illegale Wildtierhandel fort, angetrieben durch die Nachfrage nach Nashornhörnern, die auf Schwarzmarkten höhere Preise als Gold erzielen können.

Populationsstatus und Schutzherausforderungen

Südafrika beherbergt die weltweit größten Nashornpopulationen mit etwa 2.000 Spitzmaulnashörnern und 12.000-13.000 Südlichen Breitmaulnashörnern. Diese Zahlen repräsentieren kritische Schutz-Erfolge - das Südliche Breitmaulnashorn war vor 50 Jahren fast ausgestorben, hat sich aber auf "gefährdet" erholt, während das Spitzmaulnashorn "vom Aussterben bedroht" bleibt.

"Sagen Sie niemals einem Ranger, dass wir diesen Krieg nicht gewinnen werden," sagt Marius Fuls, Ranger und Naturschützer in Dinokeng. "Wenn wir aufhören zu glauben, dass dies möglich ist, dann haben wir verloren. Wir sind die letzte dünne grüne Linie zwischen dem Nashorn und dem Aussterben."

Wildereistatistiken 2025 zeigen anhaltende Krise

Das erste Halbjahr 2025 verzeichnete 195 getötete Nashörner laut dem südafrikanischen Umweltministerium. Obwohl dies eine Verbesserung gegenüber dem Höchststand von über 1.000 jährlichen Wildereitoten vor zehn Jahren darstellt, zeigt die aktuelle Rate von 420 getöteten Tieren im Jahr 2023, dass der Kampf noch lange nicht gewonnen ist.

Fortschrittliche Anti-Wilderer-Technologie eingesetzt

Schutzteams setzen zunehmend ausgefeiltere Methoden ein. Drohnen, Nachtsichtgeräte, Radarsysteme, Bewegungssensoren, künstliche Intelligenz und Spürhunde gehören zum modernen Anti-Wilderer-Arsenal. In Dinokeng tragen Nashörner Sender, damit Ranger ihre Standorte verfolgen können.

Einige Reservate haben radikalere Ansätze übernommen, einschließlich präventiver Hornentfernung. Eine neuere Innovation beinhaltet die Injektion kleiner Mengen radioaktiven Materials in Hörner, wodurch sie unbrauchbar werden und leicht bei Schmuggelversuchen zu erkennen sind. Quelle: NOS

Globaler Schutz-Kontext

Der Welt-Nashorn-Tag, gegründet 2010, beleuchtet das Schicksal aller fünf Nashornarten. Die Situation asiatischer Arten ist noch gravierender: Laut der International Rhino Foundation bleiben nur etwa 4.000 Panzernashörner, 50 Java-Nashörner und weniger als 50 Sumatra-Nashörner übrig.

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