Maduro aus Zelle: „Venezuela wird wieder auferstehen“

Nicolás Maduro spricht aus Brooklyn-Zelle und teilt Fotos vom 25. Juni – nach Erdbeben mit über 6.500 Toten: „Venezuela wird wieder auferstehen.“ Prozess 2027.

Maduro aus Zelle: „Venezuela wird wieder auferstehen“
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Ausgabe: DE

Der frühere venezolanische Präsident Nicolás Maduro hat sich am Sonntag erstmals aus seiner Gefängniszelle in New York öffentlich geäußert. Er veröffentlichte Fotos mit Datum 25. Juni – einen Tag nach einem verheerenden Erdbeben in Venezuela, bei dem mehr als 6.500 Menschen starben – und erklärte: „Venezuela wird wieder auferstehen.“ Maduro war am 3. Januar 2026 von US-Streitkräften gefangen genommen worden. Er und seine Frau Cilia Flores sitzen im Metropolitan Detention Center in Brooklyn und warten auf ihren Prozess wegen Drogenhandels, Verschwörung zum Narco-Terrorismus, Kokainimports und Waffenbesitzes.

Wie wurde Maduro gefasst?

Der frühere Präsident wurde bei der Operation Absolute Resolve festgesetzt, einem US-Militärschlag gegen Venezuela am 3. Januar 2026. US-Streitkräfte bombardierten Luftverteidigungsanlagen im Norden Venezuelas und stürmten Maduros Anwesen in Caracas. Dabei wurden rund 80 Menschen getötet und sieben amerikanische Soldaten verwundet. Maduro und Flores wurden nach New York geflogen und angeklagt; beide plädierten auf nicht schuldig. Die US-Militärintervention in Venezuela stieß bei den Vereinten Nationen und Rechtsexperten auf Verurteilung als Verletzung der Souveränität. Die amtierende Präsidentin Delcy Rodríguez nannte sie eine „Entführung“.

Was teilte Maduro aus dem Gefängnis mit?

Auf Social-Media-Fotos trägt Maduro einen grauen Jogginganzug, weiße Sneaker und eine dunkle Sonnenbrille. Er lächelt und zeigt Friedenszeichen. Offenbar hat er Gewicht verloren. In Begleittexten schrieb er, er stehe „fest“, und Venezuela werde wieder auferstehen. Die Bilder trugen das Datum 25. Juni, einen Tag nach den Erdbeben mit über 6.500 Toten. Die Maduro-Gefängnisfotos in sozialen Medien werfen Fragen auf, wie ein US-Gefangener online posten kann und warum die Botschaft zu diesem Zeitpunkt kam.

Warum der Zeitpunkt wichtig ist: Öl-Deal und Erdbeben

Maduros Auftauchen erfolgte wenige Tage, nachdem die amtierende Präsidentin Delcy Rodríguez ein Ölabkommen bekannt gegeben hatte, das den USA die Mehrheitskontrolle über mehr als 60 Milliarden Barrel venezolanischer Ölreserven gewährt. Kritiker werfen Washington vor, seit der Aufhebung der Sanktionen und der Privatisierung der Industrie mehr als 13 Milliarden Dollar an venezolanischen Öleinnahmen eingenommen zu haben; Venezuela werde zum „US-Marionettenstaat“. Das US-Venezuela-Ölabkommen hat bei Maduro-Anhängern Wut ausgelöst, die seine Botschaft als Trotz gegen die ihrer Meinung nach ausländische Besatzung sehen.

Was passiert als Nächstes? Prozess 2027

Maduros Prozess soll am 1. Juni 2027 beginnen. Ihm drohen bei einer Verurteilung eine lebenslange Haftstrafe; die Anklage umfasst Narco-Terrorismus-Verschwörung, Kokainimport und Waffenbesitz. Sowohl Maduro als auch Flores haben auf nicht schuldig plädiert. Rechtsexperten weisen darauf hin, dass der Fall beispiellose Fragen zur Strafverfolgung eines ehemaligen Staatsoberhaupts vor einem US-Bundesgericht nach einer militärischen Festnahme im Ausland aufwirft.

FAQ

Wo ist Nicolás Maduro inhaftiert?

Maduro wird zusammen mit seiner Frau Cilia Flores im Metropolitan Detention Center in Brooklyn, New York, festgehalten.

Welche Anklagepunkte gibt es?

Ihm werden Drogenhandel, Verschwörung zum Narco-Terrorismus, Kokainimport und Waffenbesitz vorgeworfen.

Wann beginnt der Prozess?

Der Prozess soll am 1. Juni 2027 beginnen.

Was sagte Maduro aus dem Gefängnis?

Er erklärte, er stehe „fest“, und schrieb „Venezuela wird wieder auferstehen“, begleitet von Fotos vom 25. Juni 2026.

Warum wurde Maduro gefangen genommen?

US-Streitkräfte nahmen ihn am 3. Januar 2026 während der Operation Absolute Resolve fest, gestützt auf eine Bundesanklage wegen Drogenhandels und Narco-Terrorismus.

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